1 Million Euro in Immobilien – jetzt startet Jan mit ETFs durch
Jan hat mit Immobilien ein Millionenvermögen aufgebaut. Jetzt sollen ETFs fürs Alter vorsorgen – doch sein Depot ist komplexer, als es zunächst scheint.
Jan ist 49 Jahre alt und hat sich bereits ein Immobilienvermögen von rund einer Million Euro aufgebaut. Jetzt will er mit ETFs und Aktien ein zweites Standbein für seine Altersvorsorge schaffen. Doch sein Portfolio zeigt, wie schnell aus dem Wunsch nach Diversifikation ein ziemlich komplexes Depot werden kann.
Finanziell hat Jan bereits einiges erreicht. Der 49-Jährige arbeitet als angestellter Geschäftsführer, verdient rund 6.000 Euro netto im Monat und kann davon etwa 1.350 Euro sparen. Vor allem Immobilien spielten bei seinem bisherigen Vermögensaufbau eine zentrale Rolle. Rund eine Million Euro Immobilienvermögen hat er nach eigenen Angaben inzwischen aufgebaut.
Anfang 2026 kam für ihn ein neuer Baustein hinzu: Aktien und ETFs. Damit möchte Jan langfristig für das Alter vorsorgen und gleichzeitig sein Gesamtvermögen breiter aufstellen. Statt weiterhin fast ausschließlich von Immobilien abhängig zu sein, soll nach und nach ein zweites Standbein am Kapitalmarkt entstehen.
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Die Ausgangslage ist also gut – und der Gedanke hinter seiner Strategie absolut nachvollziehbar. Interessant wird es allerdings bei der konkreten Umsetzung. Denn Jan verfolgt nicht nur eine, sondern gleich zwei unterschiedliche Anlagestrategien.
Zwei Depots, zwei völlig unterschiedliche Ansätze
Auf der einen Seite steht Jans selbst zusammengestelltes Depot. Dort investiert er in zahlreiche ETFs und Themen, die er für aussichtsreich hält. Dazu gehören unter anderem Technologie, Halbleiter, Künstliche Intelligenz, Quantum Computing, Space, Energie, Goldminen, Small Caps und Emerging Markets.
Auf der anderen Seite steht eine breit diversifizierte Gerd-Kommer-Strategie mit rund 90 Prozent Aktien und 10 Prozent Anleihen. Hier werden die Anlageentscheidungen nicht von aktuellen Trends oder einzelnen Investmentideen bestimmt, sondern folgen einem systematischen Ansatz mit globaler Diversifikation.
Damit hat Jan – vielleicht ohne es ursprünglich so geplant zu haben – ein interessantes Experiment geschaffen: Was passiert, wenn ein Anleger sein Portfolio auf der einen Seite selbst aus zahlreichen Ideen zusammenstellt und auf der anderen Seite einen klar strukturierten Investmentansatz verfolgt? Genau diese Gegenüberstellung macht seinen Fall für andere Anleger so interessant.
Mehr ETFs bedeuten nicht automatisch mehr Diversifikation
Ein häufiger Gedanke beim Aufbau eines Portfolios lautet: Je mehr unterschiedliche ETFs ich kaufe, desto besser bin ich diversifiziert. Jans Depot zeigt, warum diese Rechnung nicht immer aufgeht.
Denn hinter verschiedenen ETFs können sich immer wieder dieselben Unternehmen verbergen. Wer beispielsweise gleichzeitig auf Technologie, Künstliche Intelligenz, Halbleiter und andere Zukunftsthemen setzt, investiert möglicherweise über mehrere Produkte hinweg in dieselben großen Konzerne.
Genau das passiert auch in Jans Portfolio. Einzelne Unternehmen wie Amazon tauchen über mehrere seiner ETFs und Fonds hinweg immer wieder auf. Auf Produktebene sieht das Depot breit aufgestellt aus. Beim Blick auf die tatsächlich enthaltenen Unternehmen ergibt sich jedoch ein anderes Bild.
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Das wird besonders beim Blick auf die Branchen deutlich: In Jans selbst zusammengestelltem Depot entfallen knapp 50 Prozent auf Technologie. In der breiter diversifizierten Vergleichsstrategie liegt der Technologieanteil dagegen bei rund 14 Prozent. Jan besitzt also viele unterschiedliche Investments – gleichzeitig hängt die Entwicklung seines Depots stark von einem einzelnen Sektor ab.
Passt das Portfolio eigentlich zum persönlichen Ziel?
Und damit kommen wir zu einer der wichtigsten Fragen bei jeder Portfolioanalyse: Passt die tatsächliche Zusammensetzung des Depots überhaupt zu dem Ziel, das ein Anleger verfolgt?
Jan möchte mit Aktien und ETFs ein Gegengewicht zu seinem bereits großen Immobilienvermögen schaffen und langfristig für das Alter vorsorgen. Dafür hat er mit seinem Einkommen und seiner monatlichen Sparrate grundsätzlich gute Voraussetzungen.
Die entscheidende Frage ist deshalb weniger, ob Künstliche Intelligenz, Halbleiter oder Quantum Computing langfristig interessante Investmentthemen sind. Viel wichtiger ist, welche Rolle solche Themen im Gesamtportfolio spielen sollen.
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Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, muss nicht auf jede interessante Investmentidee verzichten. Ein Unterschied besteht aber darin, ob solche Investments den Kern eines Portfolios bilden oder lediglich als kleinere Beimischung eingesetzt werden. Genau diese Frage muss Jan für sich beantworten.
Das zweite Depot liefert einen spannenden Vergleich
Dabei hilft ihm ausgerechnet seine zweite Strategie. Denn Jan kann beide Ansätze direkt nebeneinander beobachten. Im extraETF Portfolio Tracker sieht er nicht nur, wie sich die beiden Depots entwickeln, sondern auch, wie unterschiedlich sie strukturiert sind und wie stark sie schwanken.
Der bisherige Zeitraum ist noch viel zu kurz, um daraus Aussagen darüber abzuleiten, welcher Ansatz langfristig die höhere Rendite erzielen wird. Trotzdem werden bereits strukturelle Unterschiede sichtbar: Jans selbst zusammengestelltes Depot ist deutlich stärker auf einzelne Themen konzentriert, während die zweite Strategie wesentlich breiter über Märkte, Faktoren und Anlageklassen verteilt ist.
Für Jan kann genau dieser Vergleich langfristig wertvoll sein. Denn Geldanlage findet nicht auf dem Papier statt. Erst wenn echtes Geld investiert ist und die Märkte sich bewegen, zeigt sich, mit welchen Schwankungen und Entscheidungen man tatsächlich umgehen kann.
Was Anleger aus Jans Portfolio mitnehmen können
Jans Geschichte ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich ein Depot nach und nach entwickeln kann. Man startet mit einer klaren Idee, entdeckt weitere interessante ETFs und Themen und ergänzt das Portfolio immer weiter. Jede einzelne Entscheidung wirkt für sich genommen plausibel. Erst beim Blick auf das Gesamtportfolio zeigt sich, welche Schwerpunkte dadurch tatsächlich entstanden sind.
Deshalb sollten Anleger nicht nur darauf achten, welche ETFs sie besitzen, sondern auch darauf, was sie damit tatsächlich besitzen. Welche Unternehmen stecken mehrfach im Depot? Welche Länder dominieren? Welche Branchen bestimmen die Wertentwicklung? Und passt dieses Gesamtbild noch zum ursprünglichen Anlageziel?
Im vollständigen Portfolio Review auf dem YouTube-Kanal von extraETF schauen wir deshalb genauer auf Jans beide Depots. Wir analysieren die größten Überschneidungen, seinen hohen Technologieanteil, seine bisherigen Trades und die Unterschiede zwischen seiner eigenen Auswahl und dem systematischen Portfolio.
So behältst du dein eigenes Portfolio im Blick
Genau solche Zusammenhänge kannst du auch mit dem extraETF Portfolio Tracker analysieren. Mehrere Depots lassen sich an einem Ort zusammenführen und anschließend als Gesamtportfolio betrachten.
So erkennst du beispielsweise, wie dein Vermögen tatsächlich auf Unternehmen, Länder und Branchen verteilt ist, welche Aktien sich hinter deinen ETFs verbergen und ob mehrere Fonds immer wieder dieselben Titel enthalten. Auch Wertentwicklung, Transaktionen und unterschiedliche Portfolios lassen sich miteinander vergleichen.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viele ETFs im Depot zu haben. Entscheidend ist, ob dein gesamtes Portfolio zu deinen Zielen und deiner persönlichen Anlagestrategie passt.
Das vollständige Portfolio Review von Jan findest du im eingebetteten Video. Weitere Portfolio Reviews echter Anleger gibt es regelmäßig auf dem Youtube-Kanal von extraETF.