4. September 2026
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Julia (48) - Ist dieses ETF-Depot schon gut für die Altersvorsorge aufgestellt?

Mit 48 begann Julia mit dem Investieren. Heute spart sie 600 Euro im Monat. Wie gut ist ihr ETF-Depot für die Altersvorsorge aufgestellt?

Viele Menschen schieben den Vermögensaufbau jahrelang vor sich her. Beruf, Familie oder andere finanzielle Prioritäten sorgen dafür, dass das Thema Geldanlage oft erst später in den Fokus rückt. Genau so ging es auch Julia. Erst mit 48 Jahren entschied sie sich, ihr Geld systematisch an der Börse anzulegen. Heute investiert die 49-jährige Angestellte jeden Monat 600 Euro und verfolgt ein klares Ziel: langfristig Vermögen für die Altersvorsorge aufbauen und gleichzeitig genügend finanziellen Spielraum für besondere Wünsche wie Urlaubsreisen schaffen.

Doch wie gut ist ihr Depot wirklich aufgestellt? Diese Frage haben wir im Rahmen unseres Portfolio Reviews auf dem extraETF YouTube-Kanal genauer untersucht.

Ein klarer Plan statt wahlloser Aktienkäufe zur Altersvorsorge

Schon beim ersten Blick fällt auf: Julia investiert nicht wahllos. Ihr Depot folgt einer klaren Core-Satellite-Strategie. Den Kern bilden breit gestreute ETFs, die den Großteil des Vermögens ausmachen. Ergänzt werden sie durch ausgewählte Themen-ETFs sowie einige Einzelaktien, mit denen sie bewusst eigene Schwerpunkte setzt.

Rund 60 Prozent ihres Vermögens stecken in zwei globalen Aktien-ETFs: dem Xtrackers MSCI World und dem Xtrackers MSCI World ex USA. Diese Kombination ist durchaus ungewöhnlich, verfolgt aber einen interessanten Ansatz. Während viele Anleger die hohe Dominanz amerikanischer Unternehmen im klassischen MSCI World akzeptieren, reduziert Julia den US-Anteil gezielt und stärkt gleichzeitig Europa und andere Industrieländer.

Das Ergebnis ist ein Portfolio, das regional etwas ausgewogener aufgestellt ist als viele klassische Weltportfolios.

Viel Technologie – Chance und Risiko zugleich

Neben den breit gestreuten ETFs setzt Julia bewusst auf Zukunftstechnologien. Rund 23 Prozent ihres Depots entfallen auf den iShares S&P 500 Information Technology ETF. Hinzu kommt eine Einzelposition in AMD, einem der bekanntesten Halbleiterunternehmen der Welt.

Damit profitiert sie von langfristigen Trends wie Künstlicher Intelligenz, Cloud Computing und Digitalisierung. Gleichzeitig entsteht jedoch eine deutliche Konzentration auf einen einzigen Wirtschaftssektor. Berücksichtigt man zusätzlich die Technologiewerte, die bereits im MSCI World enthalten sind, dürfte der Technologieanteil im Gesamtdepot deutlich über 40 Prozent liegen.

Für Anleger mit einem langen Anlagehorizont kann eine solche Gewichtung durchaus sinnvoll sein. Dennoch sollte man sich bewusst machen, dass eine hohe Konzentration auf einen Sektor auch stärkere Kursschwankungen mit sich bringen kann.

Bewusste Schwerpunkte statt maximaler Diversifikation

Ergänzt wird das Depot durch weitere gezielte Beimischungen. Ein ETF auf europäische Rüstungsunternehmen sorgt für einen zusätzlichen Branchenbaustein, während Einzelaktien wie DWS Group und BYD individuelle Überzeugungen widerspiegeln.

Auffällig ist allerdings, dass Schwellenländer bislang nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Auch der Gerd-Kommer Multifactor ETF ist mit lediglich 0,5 Prozent Depotanteil aktuell kaum relevant für die Gesamtentwicklung. Hier könnte Julia langfristig überlegen, ob sie diese Bausteine weiter ausbauen oder ihr Portfolio insgesamt etwas vereinfachen möchte.

Ein gelungener Einstieg in den langfristigen Vermögensaufbau

Besonders beeindruckend ist weniger die konkrete ETF-Auswahl als vielmehr der Schritt, überhaupt mit dem Investieren begonnen zu haben. Viele Menschen glauben, mit Ende 40 sei der ideale Zeitpunkt bereits verpasst. Tatsächlich bleiben bis zum Renteneintritt häufig noch 15 bis 20 Jahre oder sogar mehr Zeit, in denen der Zinseszinseffekt seine Wirkung entfalten kann.

Tipp: Egal, wie alt du bist: Informiere dich jetzt schon über die Altersvorsorge: Alles über das Altersvorsorgedepot.

Julias Depot zeigt, dass auch ein später Einstieg zu einer durchdachten und langfristig ausgerichteten Anlagestrategie führen kann. Die Basis ist solide, die Strategie nachvollziehbar und die Ausrichtung klar auf langfristigen Vermögensaufbau ausgelegt. Lediglich die starke Gewichtung des Technologiesektors sowie die geringe Berücksichtigung von Schwellenländern gehören zu den Punkten, die man regelmäßig hinterfragen sollte.

Im vollständigen Portfolio Review auf unserem YouTube-Kanal zeigen wir die genaue Depotstruktur, analysieren die Allokation im Detail und geben konkrete Hinweise, wie sich das Portfolio langfristig noch robuster aufstellen lässt.

So kannst auch du dein Depot professionell analysieren

Wer langfristig erfolgreich investieren möchte, sollte sein Depot regelmäßig überprüfen. Schließlich verändern sich Kurse, Gewichtungen und Risiken im Laufe der Zeit automatisch. Mit dem extraETF Portfolio Tracker kannst du – genau wie Julia – deine Geldanlage detailliert analysieren. Das Tool zeigt dir unter anderem deine regionale Verteilung, Branchen- und Ländergewichtungen, Klumpenrisiken sowie zahlreiche weitere Kennzahlen, die dir helfen, deine Anlagestrategie besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Hier kannst du es direkt mit deinem Portfolio ausprobieren.

Noch mehr echte Depotanalysen findest du auf dem extraETF YouTube-Kanal. Dort stellen Anleger aus der Community ihre Portfolios vor und erhalten eine unabhängige Analyse mit konkreten Verbesserungsvorschlägen – praxisnah, transparent und mit vielen Anregungen für die eigene Geldanlage.

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