
Wer jetzt noch überlegt in ETFs einzusteigen, sollte diese 5 Fakten kennen
ETFs boomen! Noch immer gibt es Zweifler. Wenn du noch nicht sicher bist, ob du in ETFs investieren sollst, werden dich diese 5 Fakten überzeugen.
Man mag es kaum glauben, doch es gibt sie immer noch: die Zweifler. Die Zweifler, ob ETFs die richtige Form der Geldanlage ist. Doch eines ist klar: Wer sich heute bei der Geldanlage noch für aktive Investmentstrategien entscheidet, übersieht einen entscheidenden Punkt. Nämlich, dass laut Studien regelmäßig mehr als 90 Prozent der aktiv verwalteten Fonds es nicht schaffen, den Vergleichsindex zu schlagen. So verlieren teilweise 97 Prozent der klassischen Fonds gegen ETFs.
Es erstaunt daher nicht, dass das passive Anlegen mit ETFs in den vergangenen Jahren nicht nur bei privaten, sondern gerade bei institutionellen Anlegern an Beliebtheit gewonnen hat. Also, liebe Zweifler, aufgepasst: Hier kommen fünf Totschlag-Argumente, weshalb ETFs der perfekte Start für Börsenneulinge sind. Diese dürften jeden Zweifler restlos überzeugen.
Breite Streuung zu niedrigen Kosten
Einer der größten Erfolgsfaktoren beim Investieren ist die Diversifikation. Das hat bereits Harry Markowitz 1952 in seiner modernen Portfoliotheorie erklärt. Durch die Allokation von Vermögen auf verschiedene Anlageklassen, Branchen und Regionen wird die Rendite-Risiko-Struktur im Portfolio optimiert und der langfristige Anlageerfolg maximiert.
Wer auf Einzelaktien setzt, muss sehr viel einkaufen und Ordergebühren zahlen, von denen am Ende der Broker und weniger der Anleger profitiert. Hier kommen ETFs ins Spiel. Anstatt den Versuch zu wagen, über Stock-Picking-Strategien den Markt zu schlagen, folgen Anleger mit einem ETF dem Markt. Die Rendite orientiert sich 1:1 an der Entwicklung des zugrundeliegenden Indizes. Anstatt alle 40 Dax-Unternehmen einzeln zu kaufen, können Anleger einen ETF auf den Dax kaufen – aus Kostensicht ein großer Vorteil.
Bei Anlegern sehr beliebt sind ETFs auf den MSCI World (ACWI) in Kombination mit dem MSCI World EM (Schwellenländer). Mit einem Kauf investierst du mit diesen ETFs direkt in Tausende von Wertpapieren. Die breite Vermögensverteilung und gleichzeitige Reduktion von Einzelrisiken sind das Hauptargument für ETFs. Wie du mit nur einem ETF die globalen Aktienmarkt noch besser abbildest, erfährst du hier: Vergiss den MSCI World? Warum Finanztip jetzt einen anderen Welt-ETF empfiehlt.
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Die Kosten von ETFs werden weiter sinken
Einer der wenigen Faktoren, die Anleger kontrollieren können, sind die Kosten. Je niedriger, desto besser. ETFs sind die kostengünstige Art, Vermögen breit anzulegen. Die jährlichen Gebühren eines ETFs liegen meist in einer Spanne zwischen 0,10 und 0,60 Prozent. Einzelne ETFs auf den MSCI World ziehen mittlerweile nur noch laufende Kosten von 0,05 Prozent nach sich, wie etwa dieser:
Der aktuelle Trend deutet darauf hin, dass einige ETFs zukünftig noch günstiger werden. Da in der Regel Indizes lediglich nachgebildet werden, ist ein aktives Fondsmanagement meist nicht notwendig. Das führt dazu, dass die Personalkosten sehr niedrig sind und ETF-Anbieter trotz niedriger Gebühren profitabel sind. Außerdem erhöhen sich die laufenden Verwaltungskosten durch eine größere Anzahl an Anlegern nicht – es führt jedoch dazu, dass die Herausgeber mit steigendem Volumen immer profitabler werden. Das ermöglicht es ihnen wiederum, die Kostenvorteile an ihre Anleger weiterzugeben.
| Tipp: Nicht zuletzt die Kosten sind Schuld an dem mäßigen Ergebnis aktiver Fondslenker. Es gibt jedoch auch aktives Management gepaart mit den Vorzügen von ETFs. Schau dir also gleich unseren Guide zu aktiven ETFs an. |
Durch die zunehmende Beliebtheit steigt auch die Konkurrenz zwischen den ETF-Anbietern, was sich logischerweise auf die Gebührenstrukturen auswirkt – Anleger profitieren vom Preiskampf.
Flexibilität, Liquidität und Sparplanfähigkeit
ETFs sind während der Börsenöffnungszeiten einfach handelbar und können wie Aktien kostengünstig bei jedem (Online-)Broker gekauft werden. Klassische Fonds können im Normalfall nur einmal am Tag gehandelt werden.
Außerdem besteht für Privatanleger über Sparpläne die Möglichkeit, ihr ETF-Portfolio regelmäßig zu besparen. Das geht bei den meisten Anbietern bereits ab einem Euro pro Monat. Die Sparrate kann je nach Einkommensniveau und finanzieller Situation flexibel angepasst werden. Besonders für Eltern, die ihren Kindern ein finanzielles Polster aufbauen wollen, eignen sich ETF-Sparpläne. An dieser Stelle sei auch auf die ab Januar geplante Frühstart-Rente hingewiesen.
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ETFs sind nicht so langweilig, wie oft beklagt wird
Längst können ETFs alles nachbilden. Nicht nur die führenden Indizes oder Anlageklassen, sondern auch Themen-ETFs können von Indexfonds abgebildet werden. Anleger, die sich beispielsweise für Künstliche Intelligenz oder Robotics interessieren, können in zahlreiche ETFs investieren, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben. Weiterhin können spezifische Anlagestrategien verfolgt werden, so etwa Growth und Value.
All das ermöglicht es Anlegern trotz eines passiven Anlagestils mit ihrer Geldanlage in ETFs komplexe und individuelle Portfolien aufzubauen. Die Kritik, dass ETFs alles enthalten und reine Standard-Produkte seien, ist nicht zu Ende gedacht.
Passive Anlagestrategien für die Altersvorsorge – selbst für Zweifler perfekt
Der Wunsch, den Markt zu schlagen, ist bei vielen aktiven Tradern präsent. Kurzfristig mag das möglich sein, langfristig werden die meisten Daytrader und aktiven Fondsmanager jedoch den Kürzeren ziehen. Nur den wenigsten (< 5 Prozent) gelingt es, den Markt langfristig (> 10 Jahre) zu schlagen.
Warum also so viel Zeit in Unternehmensanalysen und technische Analysen investieren? Viel Sinn macht das Ganze nicht, wenn der Renditevorteil nicht existiert. Aus diesem Grund betrachte ich ETFs nicht nur als Einsteigerprodukt, sondern als wesentlichen Baustein für jede Geldanlage. Am Ende des Tages genügen drei bis fünf Produkte, um eine ausreichende Diversifikation zu gewährleisten. Hierzu kannst du dich von unseren Musterportfolios inspirieren lassen. Sparpläne lassen sich einfach einrichten und automatisieren den Vermögensaufbau.
So behältst du die Kontrolle über deine ETFs
ETFs sind ein denkbar einfach Instrument, um effizienten Vermögensaufbau zu betreiben. Am einfachsten behältst du dem extraETF Portfolio Tracker den Überblick über deine Finanzen – das Tool umfasst weit mehr als nur ETFs. Du bekommst einen ganzheitlichen Überblick über deine Finanzen und weißt dann selbst, wann ein Rebalancing nötig ist.