Dividendenaktien: Verlässlich, aber abgestraft

Dividendenaktien: Verlässlich, aber abgestraft
Dividendenaktien: Verlässlich, aber abgestraft

Dividendenaktien sind derzeit ein großes Thema. Ein Unternehmen nach dem anderen schüttet aus. Wie sind Dividenden-Titel jetzt zu beurteilen?

Dank der positiven Entwicklung der Wachstumswerte war 2023 ein gutes Börsenjahr mit ordentlichen Kursgewinnen. Im Schatten der „Glorreichen Sieben“ blieben solide Dividendentitel zurück. Obwohl die meisten Unternehmen Umsätze und Gewinne steigern konnten und höhere Dividenden ausschütteten. Sie rücken jetzt wieder in den Fokus.

Dividendenaktien wiesen 2023 eine Minderrendite auf

Der Deutsche Aktienindex Dax hat das Jahr 2023 mit einem Plus von 20 Prozent abgeschlossen. Der Dow Jones 30 Industrial gewann in Euro umgerechnet fast 10 Prozent. Der S&P 500 legte ebenfalls um 20 Prozent zu. Betrachtet man jedoch die Wertentwicklungen der einzelnen Aktien genauer, fällt auf, dass die Indexgewinne hauptsächlich durch einige wenige Wachstumswerte zustande gekommen sind. Substanz- oder Dividendentitel weisen eine deutlich schlechtere Wertentwicklung auf.

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Abgestrafte Aristokraten

Das galt auch für die sogenannten Dividenden-Aristokraten. Das sind Unternehmen, die ihre Dividenden mindestens in den letzten 25 Jahren kontinuierlich erhöht haben. PepsiCo (WKN: 851995) steigerte seine Dividende über die letzten 51 Jahre jedes Jahr. Auch der Jahresumsatz stieg. Dennoch hat die Aktie im letzten Jahr in Euro umgerechnet um 9 Prozent nachgegeben. Die Aktien des Konsumgüterherstellers Procter & Gamble (WKN: 852062) verloren 6 Prozent, obwohl die Unternehmensumsätze und der Gewinn pro Aktie mehrere Jahre in Folge gestiegen sind. Die Dividenden wurden sogar seit 67 Jahren kontinuierlich erhöht.

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Das Gesundheitsunternehmen Johnson & Johnson (WKN: 853260) büßte 2023 in Euro gerechnet 14 Prozent ein. Auch hier konnten die Dividenden seit 61 Jahren und die Umsätze über die letzten Jahre gesteigert werden. Gleiches Spiel bei Nestlé (WKN: A0Q4DC): Im Jahr 2023 steht ein Kursverlust in Euro von drei Prozent bei Dividendenausschüttungen, die seit 28 Jahren kontinuierlich gestiegen sind.

Regelmäßige Geldquelle

Doch im Jahr 2023 wurden von Anlegern Anleihen und Festgelder präferiert. In diesem Jahr sind Dividendenaktien wieder ein interessantes Investment und eine gute Alternative zu Tages- oder Festgeldern. Sie bieten kontinuierliche Erträge, während die Tages- oder Festgeldzinsen schnell wieder fallen können. Mit weiteren Zinssenkungen gewinnen Dividendenaktien an Attraktivität. Dividenden sind eine regelmäßige Einkommensquelle, die nicht an die Kursentwicklung gekoppelt ist. Darüber hinaus notieren Dividendentitel auf interessanten Kursniveaus und haben Nachholpotenzial.