
Firmendepot bei Trade Republic: 2,5 Prozent Tagesgeld ohne Limit – jetzt auch für deine GmbH
Trade Republic öffnet sein Angebot für GmbHs und UGs: 2,5 Prozent Tagesgeld ohne Obergrenze, günstige Sparpläne und Kryptozugang fürs Firmenvermögen.
Trade Republic öffnet seine Plattform erstmals für Unternehmen: Wer alleiniger Gesellschafter oder Eigentümer einer deutschen GmbH oder haftungsbeschränkten UG ist, kann ab sofort ein Firmendepot – bei Trade Republic „Private Holding Account“ genannt – eröffnen und das Vermögen der Gesellschaft dort anlegen. Was das konkret bringt, und wo du vorsichtig sein solltest, erfährst du hier.
Firmendepot: Der erhöhte Tagesgeldzins greift bereits
Der Start des Firmendepots folgt einer weiteren guten Nachricht für Sparer: Zum 16. September 2026 hat Trade Republic seinen Tagesgeldzins von 2,25 auf 2,5 Prozent angehoben – als direkte Reaktion auf die Anhebung des EZB-Einlagenzinses. Trade Republic gibt diesen Leitzins traditionell eins zu eins an seine Kundinnen und Kunden weiter, ohne Obergrenze beim verzinsten Guthaben.
| Tipp: Sichere dir die aktuelle Verzinsung auf dein nicht investiertes Guthaben, egal ob privat oder als Firmendepot. Jetzt zu Trade Republic. |
Was ist neu am Firmendepot?
Bislang stand Trade Republic nur Privatanlegern offen. Ab sofort können Firmeninhaber ihr Unternehmensvermögen über dieselbe App verwalten – mit denselben Konditionen wie im privaten Depot: Sparpläne kostenfrei, Orders ab 1 Euro, Zugang zum gesamten Anlageuniversum von Trade Republic, also Aktien, ETFs, Anleihen, Derivate und auch Kryptowerte. Die Kontoeröffnung läuft vollständig digital, Voraussetzung ist ein bestehendes privates Trade Republic Konto.
| Klassisches Geschäftskonto/-depot bei einer Bank | Trade Republic Private Holding | |
|---|---|---|
| Verzinsung Guthaben | meist 0 bis 1 Prozent, oft mit Obergrenze | 2,5 Prozent, ohne Obergrenze |
| Ordergebühren | häufig 10 bis 30 Euro pro Order | 1 Euro (Bestpreis) bzw. 2 Euro (Börsenplatz) |
| Sparpläne | selten kostenfrei verfügbar | kostenfrei ausführbar |
| Mindestorder | meist mehrere hundert Euro | ab 1 Euro |
| Zugang zu Kryptowerten | in der Regel nicht möglich | möglich |
| Kontoeröffnung | oft Wochen, viel Papierkram | digital, innerhalb von Minuten |
| Quelle: Trade Republic, eigene Beobachtungen | ||
Hinweis: Die Konditionen klassischer Geschäftsdepots variieren stark je nach Bank – die Angaben in der Tabelle sind typische Richtwerte, keine Erhebung einzelner Institute.
| Tipp: Zum Depot-Test von Trade Republic. |
„Milliarden liegen in deutschen Holdings und arbeiten kaum. Investieren ist für viele Gesellschaften noch immer teuer, kompliziert und mit unnötigen Hürden verbunden“, sagt Christian Hecker, Co-Gründer von Trade Republic, zum Start des Angebots.
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Der Steuervorteil – wichtig ist das Kleingedruckte
Trade Republic wirbt zudem damit, dass Aktiengewinne in der Holding „unter bestimmten Voraussetzungen“ mit nur rund 1,5 Prozent besteuert werden. Das ist im Kern nachvollziehbar, aber enger gefasst, als es in der Pressemitteilung klingt:
- Der Effekt beruht auf § 8b Körperschaftsteuergesetz (KStG): Veräußerungsgewinne aus direkt gehaltenen Aktien sind bei Kapitalgesellschaften zu 95 Prozent steuerfrei, nur 5 Prozent unterliegen der Körperschaft- und Gewerbesteuer – rechnerisch ergibt das eine effektive Belastung von rund 1,5 Prozent.
- Das gilt nur für direkt gehaltene Aktien. Für ETF-Gewinne greift stattdessen das Investmentsteuergesetz mit einer Teilfreistellung von nur 80 Prozent für Aktienfonds – die effektive Steuerlast liegt dort spürbar höher.
- Bei Dividenden gilt die Freistellung nur ab einer Beteiligung von 10 Prozent, Streubesitzdividenden sind voll steuerpflichtig.
- Auf die Tagesgeld-Zinsen hat § 8b KStG keinen Einfluss – diese werden regulär mit Körperschaft- und Gewerbesteuer belastet (rund 30 Prozent).
- Entnimmst du Gewinne später ins Privatvermögen, fällt zusätzlich Abgeltungsteuer an – der Vorteil wirkt also vor allem, solange die Erträge reinvestiert bleiben.
Wichtig: Ob und in welchem Umfang der Steuervorteil im Einzelfall greift, hängt von der individuellen Struktur ab – kläre das unbedingt mit deinem Steuerberater, bevor du dich für ein Firmendepot entscheidest.
So behältst du mit dem extraETF Portfolio Tracker den Überblick
Wer künftig ein privates Depot und ein Firmendepot führt, verliert schnell den Gesamtüberblick über das eigene Vermögen. Genau hier hilft der extraETF Portfolio Tracker: Du kannst beide Depots – privat und Firmenvermögen – getrennt anlegen und gleichzeitig in einer konsolidierten Gesamtübersicht auswerten. Das bringt dir:
- Getrennte, aber vergleichbare Performance-Auswertung von privatem Depot und Firmendepot, ohne beide manuell nebeneinander in Excel pflegen zu müssen
- Asset-Allokation über beide Depots hinweg im Blick, um Klumpenrisiken zu vermeiden, wenn du in beiden Töpfen ähnliche Positionen hältst
- Transaktionshistorie und Kursverlauf für Aktien, ETFs und Kryptowerte, unabhängig davon, über welches Konto sie gekauft wurden
- Dividenden- und Ertragsübersicht, die dir hilft, den Überblick über reinvestierte versus entnommene Erträge zu behalten – relevant gerade wegen der oben beschriebenen steuerlichen Unterschiede
So bleibt das Firmendepot nicht nur steuerlich, sondern auch im Portfoliomanagement sauber getrennt vom Privatvermögen.