So findest du die richtigen Dividenden-Aktien

Eine Dividenden-Strategie kann für Anleger nützlich sein, die kontinuierliche Ausschüttungen suchen. Worauf Investoren achten sollten.
Dividendentitel waren in den vergangenen Jahren nicht immer erste Wahl. Viele Anleger setzten lieber auf die kurzfristigen Gewinne bei Growth-Aktien als auf die vermeintlich langweilige Wertentwicklung bei eher konservativen Dividendenaktien. Mittlerweile hat sich das Bild gewandelt. Denn die vielfältigen Krisenfaktoren sind grundsätzlich positiv für Dividendenaktien. Diese haben mit ihrer in der Regel geringeren zyklischen Ausrichtung weniger zu kämpfen als Wachstumswerte, die tendenziell von einem starken Konjunkturumfeld und niedrigen Zinsen abhängig sind. Solange der Dreiklang mit steigenden Zinsen, hoher Inflation und schwachen Wirtschaftsdaten bestehen bleibt, stehen Dividendenaktien im Fokus.
Dividenden als Bestandteil im Depot
Zumal Dividenden in der Vermögensallokation eine entscheidende Rolle spielen. Sie sind planbarer Cashflow für konkrete Zwecke und Stabilisator für Aktienmärkte unter hoher Unsicherheit.
Um auf die richtigen Dividendenaktien zu setzen, sollten Investoren auf ein paar Dinge achten:
Aus den historischen Dividendenzahlungen lassen sich Rückschlüsse auf die Qualität einer Aktie und damit generelle Kaufsignale ableiten. Eine hohe Ausschüttungsquote steht meist für Stabilität und Ertragskraft eines Unternehmens. Ihren geschäftlichen Erfolg geben sie an die Aktionäre weiter. Die Dividende sollte aber immer aus dem Cashflow gezahlt werden, um die Substanz eines Unternehmens nicht zu beschädigen.
Beständigkeit ist wichtig
Die Kontinuität spielt dabei eine größere Rolle als die Höhe der Dividende selbst. Es existieren viele Aktien, mit denen Anleger dauerhaft eine hohe persönliche Dividendenrendite erzielen können. Diese Unternehmen nennt man Dividend Compounder. Das sind Unternehmen, die ihre Dividende über Jahre hinweg konsequent erhöht haben.
Dazu gehören der französische Pharmakonzern Sanofi (WKN: 920657), Novartis (WKN: 904278) aus der Schweiz, die Zurich Insurance Group (WKN: 579919) oder das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson (WKN: 853260).
Sanofi steigerte zum beispielsweise die Dividende die vergangenen 15 Jahre. Die persönliche Dividendenrendite eines Anlegers, der 2011 bei Johnson & Johnson eingestiegen ist, liegt bei 8,33 Prozent. Selbst im Nebenwertebereich gibt es zahlreiche Unternehmen, die regelmäßig gute Dividenden zahlen. Im MDax wird die Dividendenrendite von ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777) für 2023 auf 6,4 Prozent geschätzt; bei Freenet (WKN: A0Z2ZZ) auf 7,4 Prozent.
Besonders aussichtsreich dürften Aktien von Unternehmen sein, die sich stärker auf Nachhaltigkeit ausrichten. Studien belegen, dass Unternehmen, die bei den ESG-Faktoren gut abschneiden, insgesamt profitabler sind.
Der Dividend-Compounder-Effekt lohnt sich somit insbesondere mit Blick auf die Ruhestandsfinanzierung. Das Vermögen baut sich durch den Compounding-Effekt immer stärker auf, wenn Anleger geduldig investiert bleiben. Im Ruhestand erhalten sie dann regelmäßig steigende attraktive Ausschüttungen.


