13. Dezember 2022
Dividenden-Aktien: Sehen wir das Ende der alternativen Zinsen?

Ein passives Einkommen durch Dividenden

Wie praktisch wäre es doch, regelmäßig ein passives Einkommen zu erzielen. Mit passenden Dividenden-ETFs ist das möglich.

Jedes profitable börsennotierte Unternehmen hat zwei Möglichkeiten. Einerseits kann es sich dafür entscheiden, den Gewinn intern zu reinvestieren, um das Unternehmenswachstum und die zukünftige Expansion zu finanzieren. Andererseits kann es beschließen, den Gewinn ganz oder teilweise an die Aktionäre auszuschütten, um sie für das Risiko zu entschädigen, das sie mit ihrer Investition eingegangen sind. Normalerweise entscheiden sich die meisten Unternehmen für eine ausgewogene Aufteilung zwischen den Gewinnen, die reinvestiert werden, und denen, die als Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Eine Situation, in der der gesamte Reingewinn in Form von Dividenden ausgeschüttet wird, könnte sogar die Frage aufwerfen, ob sie langfristig haltbar ist. Die genauen Prozentsätze hängen sowohl von den einzelnen Unternehmen als auch von allgemeinen Markt- und makroökonomischen Faktoren ab.

Dividenden rücken wieder mehr in den Fokus

Die Bedeutung von Dividenden wird vor allem in turbulenten Marktphasen, wie wir sie derzeit erleben, deutlich. Nach einer relativ langen Periode, in der sich die Anleger vor allem auf sogenannte Wachstumswerte und spekulativere Anlagen konzentrierten, sind neue Faktoren zutage getreten, die zu einer starken Verschiebung der Anlegerpräferenzen geführt haben. Vom Konflikt in der Ukraine bis hin zu den jüngsten Zinserhöhungen, die durch eine immer höhere Inflation ausgelöst wurden, sind dies nur einige Elemente, die die Rückkehr der Dividendenanlage begünstigt haben. Dividenden können sich in der Tat als sehr nützlich erweisen, vor allem in Zeiten, in denen die Kursentwicklung der Vermögenswerte nicht glänzt; sie ergänzen die Kursrendite zur sogenannten Gesamtrendite. Je nach der Höhe der Dividendenrendite können Dividenden auch die Gesamtrendite erheblich steigern. Ein großer Vorteil von Dividenden besteht außerdem darin, dass sie aktiv reinvestiert werden können. Auf diese Weise könnte ein Anleger nach einiger Zeit neue Aktien erwerben, ohne neues Kapital aufzuwenden; die neuen Aktien könnten nämlich dank der Dividenden erworben werden. Dadurch entsteht der sogenannte Compounding-Effekt.

Wie kann man auf Dividenden setzen?

Wie kann ein regelmäßiges und beständiges Einkommen durch Dividenden erzielt werden? Mehrere Wege sind möglich. Die erste Möglichkeit besteht darin, über in Dividendenwerte zu investieren. Dies sind Unternehmen, die regelmäßig Dividenden ausschütten. Sektoren, die im Durchschnitt für ihre regelmäßigen Dividendenzahlungen an die Aktionäre bekannt sind, sind das Gesundheits- und das Finanzwesen sowie die Bereiche Energie und Basiskonsumgüter. In der Regel sind es Unternehmen mit etablierten, soliden Geschäften und regelmäßigen Gewinnen, die Dividenden ausschütten. Ein junges Unternehmen, das schnell wächst und noch keinen Gewinn erzielt hat, wird nicht in der Lage sein, seine Aktionäre mit Dividenden zu entlohnen. Bei der Auswahl von Dividendenwerten ist es daher wichtig, die Qualität des Unternehmens zu bewerten. Man muss jedoch betonen, dass selbst bei Unternehmen, die in der Vergangenheit Dividenden gezahlt haben, keine Garantie besteht, dass sie dies auch in Zukunft tun werden.

Die einfache ETF-Lösung

Gibt es eine Alternative für Anleger, die nicht einzelne Wertpapiere manuell auswählen möchten? Ja, und ein Dividenden-ETF könnte die richtige Lösung sein. Ein ETF ist ein regulär, wie eine normale Aktie, an der Börse gehandelter Fonds, der in eine Gruppe von Unternehmen investiert. ETFs beruhen also auf dem Prinzip der Diversifizierung und bieten weitere interessante Vorteile wie relativ niedrige Kosten, Liquidität und Transparenz. Allerdings bergen auch ETFs Risiken. Vom allgemeinen Marktrisiko bis hin zu anderen Risiken, die mit den spezifischen Anlagestrategien zusammenhängen, gibt es viele, die der Anleger im Auge behalten muss. Beispiele sind das Zinsrisiko, das Währungsrisiko sowie das Branchen- und das Liquiditätsrisiko. Ein ETF, dessen Anlagestrategien auf Dividenden beruhen, kann eine gute Lösung für diejenigen sein, die ein regelmäßiges Einkommen anstreben.

Durch seine Diversifizierung ermöglicht er Investitionen in Unternehmen aus verschiedenen Sektoren und Regionen, die sich durch eine nachgewiesene und nachhaltige Dividendenentwicklung auszeichnen. Der ETF wählt nämlich diejenigen Unternehmen aus, die ihre Gewinne nicht ganz oder fast ganz ausschütten: Der Grund dafür ist, dass ein Unternehmen, das seine gesamten Gewinne in Form von Dividenden ausschüttet, diese nicht unbedingt auf lange Sicht aufrechterhalten kann. Es ist wichtig, einen Teil des Ertrags für interne Geschäftsaktivitäten zu verwenden, um zukünftiges Wachstum zu fördern und zu erhalten.

Eine weitere erwähnenswerte Besonderheit dieses ETF ist, dass er die sogenannten „Dividendenfallen” zu vermeiden sucht. Dividendenfallen treten in der Regel dann auf, wenn der Aktienkurs stark sinkt, was zu einer unnatürlich hohen Dividendenrendite führt. Die Dividendenrendite entspricht dem Verhältnis von Dividende zu Kurs und kann bei einem Kursrückgang deutlich steigen. Dementsprechend ist eine attraktive Dividendenrendite nicht immer auf die Dividende selbst zurückzuführen, sondern kann andere Gründe haben, wie den eben genannten. Die Anleger sollten auf diese Gesichtspunkte achten und die Dividendenrendite der Unternehmen, an denen sie interessiert sind, sorgfältig prüfen. Ein kluger Weg, Dividendenfallen zu vermeiden, besteht darin, die Dividende monetär zu bewerten, ohne der Dividendenrendite zu viel Gewicht beizumessen.

Ein auf Dividenden ausgerichteter ETF kann all dies leisten, sodass die Anleger Zeit und Mühe sparen können. ETFs stellen in der Tat eine interessante Möglichkeit dar, diversifiziert und transparent zu investieren, ohne einzelne Aktien herauszupicken.

 

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