Das ist jetzt die größte Gefahr für die Aktienmärkte

Das ist jetzt die größte Gefahr für die Aktienmärkte
Ist der Aktienmarkt derzeit ein wackliges Gebilde?

Eine neue Anleger-Umfrage zeigt, welche Risiken Anleger umtreiben. Wir ordnen ein – und erklären, warum breite Streuung die beste Antwort ist.

Was fürchten Anleger derzeit am meisten? Laut dem aktuellen „Trend des Monats“ des Bundesverbands für strukturierte Wertpapiere (BSW) sind es Staatsschulden, hohe Zinsen und steigende Inflation. Knapp 40 Prozent der Befragten sehen darin die größte Gefahr für den Aktienmarkt. Dahinter folgen geopolitische Konflikte, steigende Energiepreise und die hohen Bewertungen im KI-Sektor.

Die Sorgen kommen nicht von ungefähr: Die Renditen von Staatsanleihen ziehen in Teilen Europas spürbar an, und die Schlagzeilen aus Krisenregionen reißen nicht ab. Unsere Einordnung vorweg: kein Grund zur Panik. Wer breit streut und Kurs hält, ist für solche Phasen gut aufgestellt. Warum das so ist und worauf Du jetzt achten solltest, zeigen wir Dir hier.

Das sind die größten Sorgen der Anleger

An der Online-Umfrage haben 1.242 Personen teilgenommen. Repräsentativ ist sie nicht, ein gutes Stimmungsbild aber schon:

  • Staatsverschuldung, hohe Zinsen, steigende Inflation: 38 Prozent
  • Geopolitische Konflikte und stark steigende Energiepreise: 32,9 Prozent
  • Hohe Bewertungen und Verschuldung von KI-Unternehmen: 14,8 Prozent
  • Keine größeren Gefahren: 8 Prozent
  • Physische und Cyber-Angriffe auf kritische Infrastruktur: 6,3 Prozent

„Ein gutes Risikomanagement trägt maßgeblich zum Anlageerfolg bei“, sagt Christian Vollmuth, geschäftsführender Vorstand des BSW. Du brauchst also ein Portfolio, das zu dir und deinem Chance-Risiko-Profil passt.

Schulden, Zinsen, Inflation: Warum das Aktien belastet

Hohe Staatsschulden treiben die Anleiherenditen, hohe Inflation hält die Zinsen oben. Beides drückt auf die Bewertungen von Aktien. Wie real das ist, zeigt Frankreich: Zehnjährige Staatsanleihen rentieren mit knapp fünf Prozent so hoch wie seit 2002 nicht mehr. Mehr dazu in unserer Analyse Frankreich-Staatsanleihen mit Rekord-Zins – droht die nächste Eurokrise?

Langfristig gilt trotzdem: Unternehmen können steigende Kosten oft weitergeben. Aktien schützen damit besser vor Inflation als Geld auf dem Konto.

Geopolitik und KI: kurzer Schreck, langes Gewicht

Geopolitische Schocks sorgen meist für kurze Rücksetzer. Historisch haben sich die Märkte davon oft innerhalb von Wochen oder Monaten erholt.
Nachhaltiger kann das KI-Thema wirken. Die großen US-Techwerte haben in Welt-Indizes viel Gewicht, der US-Anteil im MSCI World liegt bei rund 70 Prozent. 

Tipp

Erfahre mit dem extraETF Portfolio Tracker, wie stark dein Depot von einzelnen Branchen und Ländern abhängig ist.

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So reagierst du richtig: Kurs halten und breit streuen

Niemand weiß, welches Risiko wann eintritt. Deshalb:

  • Investiert bleiben: Wer aus Angst verkauft, muss zweimal richtig liegen. Ein ETF-Sparplan nimmt dir das Timing ab.
  • Breit streuen: Ein Welt-ETF verteilt Dein Geld auf Tausende Unternehmen. Ist Dir der US- oder Tech-Anteil zu hoch, helfen Schwellenländer, Small Caps oder Gleichgewichtung.
  • Absicherung mit Augenmaß: Für langfristige ETF-Sparer kostet jede Absicherung Rendite. Besser schützen ein langer Horizont, ein Notgroschen und eine Aktienquote, bei der Du ruhig schläfst.
     
Tipp

Globales Investieren senkt Risiken. Wir zeigen dir im DeepDive, welcher Welt-ETF wirklich zu dir passt.

DeepDive

Ruhig bleiben und breit streuen

Schulden, Zinsen, Geopolitik und KI-Bewertungen sind reale Risiken, aber keines lässt sich verlässlich timen. Wer breit gestreut investiert und dabeibleibt, muss nicht auf jede Schlagzeile reagieren. Unsere Marschrichtung bleibt: Buy and Hold, breit streuen. Kurschwankungen sind an der Börse ohnehin völlig normal.