
SpaceX ist in den großen Indizes: Das trauen Experten der Aktie jetzt zu
SpaceX ist mittlerweile Teil großer Aktienindizes wie dem MSCI World und dem Nasdaq 100. Was das für ETF-Anleger bedeutet und was Analysten der Aktie zutrauen.
SpaceX (WKN: A42D4F) hat den nächsten Meilenstein erreicht: Nach dem Börsengang wurde der Raumfahrtkonzern von Elon Musk jüngst auch Bestandteil wichtiger Aktienindizes. Damit rückt die Aktie automatisch in den Fokus von Millionen ETF-Anlegern weltweit. Denn Fonds, die diese Indizes nachbilden, müssen SpaceX in ihren Portfolios berücksichtigen. Eine Indexaufnahme sorgt zwar nicht automatisch für steigende Kurse, sie erhöht jedoch die Nachfrage nach der Aktie und macht SpaceX zu einem festen Bestandteil zahlreicher passiver Anlagestrategien – und damit auch für zahlreiche ETF-Anhänger.
Deshalb fällt das Indexgewicht von SpaceX zunächst gering aus
Gemessen an der Börsenbewertung zählt SpaceX bereits zu den wertvollsten Unternehmen der Welt, schließlich war der Börsengang von SpaceX der größte aller Zeiten. Dennoch fällt das Gewicht in den wichtigsten Indizes zunächst vergleichsweise klein aus. Der Grund: Für die Indexberechnung ist nicht allein die Marktkapitalisierung entscheidend, sondern vor allem der sogenannte Free Float, also der frei handelbare Aktienanteil.
Da sich weiterhin ein Großteil der SpaceX-Aktien im Besitz von Elon Musk sowie weiterer Altaktionäre befindet, kommt die Aktie im Nasdaq 100 zunächst auf ein Gewicht von rund 1,3 Prozent. Im weltweit beliebtesten Aktienindex MSCI World liegt der Anteil sogar nur bei rund 0,1 Prozent. Doch sollte sich der Streubesitz in den kommenden Jahren erhöhen, dürfte auch die Gewichtung in den Indizes entsprechend wachsen. Für ETF-Anleger bedeutet das: Der Einfluss von SpaceX auf die Wertentwicklung könnte künftig zunehmen, hält sich allerdings derzeit noch in Grenzen.
So hat sich die SpaceX-Aktie bislang entwickelt
Seit dem Börsengang am 12. Juni 2026 verlief die Kursentwicklung äußerst dynamisch. Nach einer starken Anfangsrally markierte die Aktie rasch neue Höchststände, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Zuletzt notierte das Papier zwar weiterhin über dem Ausgabepreis von 135 US-Dollar, blieb jedoch deutlich unter seinem bisherigen Rekordhoch.
Ein solcher Verlauf ist nach viel beachteten Börsengängen keine Seltenheit. Zudem gehen viele Marktteilnehmer davon aus, dass ein Teil der Nachfrage durch ETFs bereits im Vorfeld der offiziellen Indexaufnahme eingepreist wurde.
Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial
Trotz der zwischenzeitlichen Konsolidierung bleiben viele Analysten optimistisch. Positiv äußerte sich etwa Dan Ives von Wedbush Securities. Er verweist auf die führende Marktstellung des Unternehmens und sieht vor allem in der Satellitensparte Starlink enormes Wachstumspotenzial. Sein Kursziel liegt bei 190 US-Dollar.
Neben Ives haben auch weitere Analysten ihre Einschätzungen zum neuen Börsen-Star abgegeben: Wie MarketWatch berichtet, hat die Research-Boutique Zephirin ihr Kursziel von 310 US-Dollar bekräftigt und die jüngste Korrektur als „attraktive Kaufgelegenheit“ bezeichnet, weil der Markt die Aufnahme der Aktie in passive Indexfonds sowie die KI-Rechenzentrumsverträge unterschätze. Als wichtigste Kurstreiber sehen Experten insgesamt:
- das starke Wachstum des Satelliteninternets Starlink,
- die technologische Führungsrolle bei wiederverwendbaren Raketen,
- die langfristigen Chancen durch Starship und weitere Raumfahrtprojekte,
- sowie die steigende Nachfrage nach kommerzieller Weltrauminfrastruktur.
Demgegenüber steht allerdings eine ambitionierte Bewertung. Anleger sollten daher auch künftig mit einer erhöhten Volatilität rechnen.
| Tipp: Einzelaktien bleiben ein Risiko. Orientiere dich lieber an breiten ETFs, in denen SpaceX ohnehin enthalten ist. Erfahre alles über das Investieren in Welt-ETFs und weshalb Finanztip nicht mehr den MSCI World empfiehlt. |
Was die Indexaufnahme für ETF-Anleger bedeutet
Mit der Aufnahme in den Nasdaq 100, den MSCI World und weitere wichtige Indizes ist SpaceX in einer Vielzahl von ETFs enthalten. Viele Anleger investieren damit automatisch in den Raumfahrtkonzern – oftmals ohne es überhaupt zu wissen. Erfahre mehr zum Thema: Indexregeln bei IPOs: Wann kommt eine neue Aktie in den ETF?
Wer nachvollziehen möchte, wie stark SpaceX bereits im eigenen Depot vertreten ist, sollte den extraETF Portfolio Tracker nutzen. Das Tool analysiert das gesamte ETF-Portfolio und zeigt transparent, welche Einzelaktien über verschiedene ETFs im Depot enthalten sind und wie hoch deren tatsächliche Gewichtung ausfällt. So erkennst du auf einen Blick, ob du bereits in SpaceX investiert bist und welchen Einfluss die Aktie auf deine Gesamtanlage hat.
SpaceX ist eine feste Größe
Mit der Aufnahme in die großen Aktienindizes hat SpaceX einen weiteren wichtigen Schritt an den internationalen Kapitalmärkten gemacht. Zwar fällt das Gewicht aufgrund des geringen Streubesitzes zunächst noch überschaubar aus – im Nasdaq 100 liegt es bei rund 1,3 Prozent, im MSCI World bei etwa 0,1 Prozent. Dennoch ist die Aktie seit Kurzem in unzähligen ETF-Portfolios vertreten.
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Auch Analysten zeigen sich optimistisch. Sie sehen weiteres Potenzial für SpaceX und trauen dem Unternehmen zu, seine führende Position im Raumfahrtsektor in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Für ETF-Anleger lohnt sich deshalb ein Blick ins eigene Depot – denn über viele breit gestreute ETFs ist SpaceX bereits mit an Bord.