15. Juni 2026
Neuer Themen-ETF auf Ladeinfrastruktur von E-Autos.

KI und E-Autos: Mit diesen ETFs profitierst du vom explodierenden Strombedarf

KI-Rechenzentren und Elektroautos treiben den globalen Strombedarf auf neue Höchststände. Welche ETF-Themen Anleger jetzt im Blick haben sollten.

Der globale Energiebedarf befindet sich in einem strukturellen Aufwärtstrend. Anders als in früheren Jahrzehnten wird dieser Anstieg jedoch nicht primär durch Wirtschaftswachstum oder Industrialisierung verursacht. Stattdessen sorgen drei langfristige Entwicklungen für eine steigende Nachfrage nach elektrischer Energie: Die Elektrifizierung von Verkehr, Gebäuden und Industrie, der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren sowie die Energiewende mit einem immer höheren Anteil erneuerbarer Energien.

Für ETF-Anleger eröffnet dieser Wandel interessante Chancen. Denn viele Unternehmen, die von diesen Entwicklungen profitieren, sind über Themen-, Infrastruktur- oder Branchen-ETFs investierbar.

Strombedarf: Kurzfristige Krisen, langfristiger Wachstumstrend

Aktuell wird der Energiemarkt von geopolitischen Spannungen geprägt. Die Konflikte im Nahen Osten sowie der anhaltende Krieg in der Ukraine sorgen für Unsicherheit bei Energiepreisen und Lieferketten. Besonders die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Transportrouten für Öl und Gas weltweit, steht immer wieder im Fokus der Märkte.

Die Folgen sind höhere Energiepreise, steigende Transportkosten und eine erhöhte Unsicherheit für Unternehmen und Investoren. Dennoch bleibt der langfristige Trend intakt: Der Bedarf an Strom steigt unabhängig von kurzfristigen geopolitischen Entwicklungen weiter an. Tatsächlich könnte die aktuelle Lage den Ausbau von Energieinfrastruktur sogar beschleunigen. Viele Staaten wollen ihre Energieversorgung unabhängiger, widerstandsfähiger und langfristig günstiger gestalten.

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Elektrifizierung macht Strom zum wichtigsten Energieträger

Die Elektrifizierung zählt zu den wichtigsten Wachstumstreibern des Energiebedarfs. Immer mehr Bereiche des täglichen Lebens und der Wirtschaft wechseln von fossilen Energieträgern zu elektrischen Lösungen.

Besonders sichtbar wird dieser Wandel im Verkehrssektor. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden in Deutschland zuletzt erstmals mehr Elektroautos als Benziner neu zugelassen. Gleichzeitig zeigt eine Umfrage von mobile.de, dass 43 Prozent der Befragten angesichts der aktuellen Kraftstoffpreise gerne auf ein Elektrofahrzeug umsteigen würden.

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Doch die Entwicklung geht weit über die Mobilität hinaus. Auch Wärmepumpen ersetzen zunehmend Öl- und Gasheizungen. In der Industrie werden energieintensive Produktionsverfahren elektrifiziert. So ersetzen beispielsweise elektrische Lichtbogenöfen zunehmend klassische Hochöfen in der Stahlindustrie.

Für Anleger interessant sind dabei nicht nur Automobilhersteller. Auch Unternehmen aus den Bereichen Elektrotechnik, Automatisierung, Stromverteilung, Netztechnik und Kabelinfrastruktur profitieren von der steigenden Nachfrage nach elektrischer Energie.

KI-Rechenzentren werden zu den Stromverbrauchern der Zukunft

Ein weiterer Treiber ist die Digitalisierung. Insbesondere die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz sorgt für einen sprunghaften Anstieg des Bedarfs an Rechenleistung.

Moderne KI-Anwendungen benötigen enorme Rechenkapazitäten, die in spezialisierten Rechenzentren bereitgestellt werden. Diese Zentren verbrauchen nicht nur Strom für die Datenverarbeitung, sondern auch für die Kühlung der leistungsstarken Chips und Server.

Die Größenordnung wird anhand der Investitionen deutlich: Die fünf größten Hyperscaler der Welt könnten ihre Investitionen in KI-Infrastruktur laut DJE Kapital im laufenden Jahr auf mehr als 600 Milliarden US-Dollar steigern. Das entspräche einem Wachstum von rund 36 Prozent gegenüber 2025.

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Auch beim Stromverbrauch erwarten Experten einen kräftigen Anstieg. Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert, dass sich der globale Stromverbrauch von Rechenzentren zwischen 2024 und 2030 nahezu verdoppeln wird. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 15 Prozent.

Von dieser Entwicklung profitieren nicht nur Halbleiterhersteller wie Nvidia oder Broadcom. Auch Anbieter von Stromversorgungssystemen, Kühllösungen, Netzwerktechnik und Rechenzentrums-Infrastruktur dürften langfristig zu den Gewinnern zählen.

Für ETF-Anleger bieten sich hier beispielsweise Halbleiter-, KI- oder Digital-Infrastruktur-ETFs an.

Erneuerbare Energien benötigen Milliardeninvestitionen in die Netze

Parallel wächst der Anteil erneuerbarer Energien an der weltweiten Stromversorgung. Wind- und Solarenergie sind zentrale Bausteine der globalen Dekarbonisierung. Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) wird der Anteil erneuerbarer Energien an der globalen Stromerzeugung bis 2030 auf rund 50 Prozent steigen. Aktuell liegt dieser Anteil bei etwa 42 Prozent.

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien entstehen jedoch neue Herausforderungen. Strom wird häufig dort produziert, wo er nicht direkt benötigt wird – etwa in Offshore-Windparks oder großen Solarparks. Deshalb müssen Stromnetze massiv ausgebaut werden, um die Energie zuverlässig zu Verbrauchern und Industriezentren zu transportieren.

Darüber hinaus gewinnen Energiespeicher und intelligente Stromnetze zunehmend an Bedeutung. Sie helfen dabei, die schwankende Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen auszugleichen.

Für Anleger eröffnen sich dadurch Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Netzbetreibern über Kabelhersteller bis hin zu Infrastruktur- und Speichertechnologie-Anbietern.

Welche ETF-Segmente profitieren vom steigenden Strombedarf?

Anleger müssen nicht auf einzelne Unternehmen setzen, um von diesen Trends zu profitieren. Zahlreiche ETF-Kategorien bieten Zugang zu den wichtigsten Wachstumstreibern der kommenden Jahre:

Viele dieser ETFs investieren in Unternehmen, die von mehreren Trends gleichzeitig profitieren. So liefern beispielsweise Hersteller von Stromnetzinfrastruktur sowohl Lösungen für die Energiewende als auch für den Ausbau von Rechenzentren.

Mit dem extraETF Portfolio Tracker Zukunftstrends im Depot sichtbar machen

Viele Anleger sind bereits über breit gestreute ETFs in Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, Elektrifizierung oder Energiewende investiert – oft ohne dies im Detail zu wissen.

Der extraETF Portfolio Tracker schafft hier Transparenz. Anleger können ihre ETFs und Depots analysieren und erhalten einen detaillierten Überblick über die tatsächlichen Unternehmen und Branchen in ihrem Portfolio.

Besonders hilfreich ist dabei:

  • Analyse der ETF-Bestandteile: Anleger sehen, welche Unternehmen tatsächlich in ihren ETFs enthalten sind.
  • Branchen- und Regionenübersicht: Die Portfoliozusammensetzung wird übersichtlich dargestellt.
  • Erkennung von Klumpenrisiken: Mehrfachgewichtungen einzelner Unternehmen oder Branchen werden sichtbar.
  • ETF-Überschneidungsanalyse: Der Tracker zeigt, wenn verschiedene ETFs dieselben Unternehmen enthalten.
  • Zentrale Depotüberwachung: Alle Depots und Broker können an einem Ort zusammengeführt werden.

Gerade bei langfristigen Megatrends wie Elektrifizierung, KI und Energiewende hilft der Portfolio Tracker dabei, Chancen und Risiken im eigenen Depot besser zu verstehen.

Strom wird zum Megatrend der kommenden Jahre

Der steigende Energiebedarf gehört zu den wichtigsten strukturellen Wachstumsthemen der nächsten Jahrzehnte. Elektrifizierung, Künstliche Intelligenz und erneuerbare Energien sorgen dafür, dass Strom zunehmend zum Rückgrat moderner Volkswirtschaften wird.

Die Zahlen unterstreichen die Dynamik: Rechenzentren könnten ihren Stromverbrauch bis 2030 nahezu verdoppeln, die Investitionen in KI-Infrastruktur steigen auf über 600 Milliarden US-Dollar und erneuerbare Energien sollen bereits in wenigen Jahren die Hälfte der weltweiten Stromversorgung liefern.

Für ETF-Anleger ergeben sich daraus vielfältige Chancen – weit über klassische Energieunternehmen hinaus. Infrastruktur, Industrie, Digitalisierung und Technologie könnten zu den größten Gewinnern dieses Megatrends zählen. Wer sein Depot regelmäßig analysiert, kann frühzeitig erkennen, wie stark er bereits von diesen Entwicklungen profitiert. Der extraETF Portfolio Tracker bietet dafür die passende Transparenz.