30. April 2026
Neuer aktiver ETF von Xtrackers und DJE auf den US-Aktienmarkt

Deshalb ist dieser USA-ETF derzeit besser als der S&P 500

US-Aktien notieren hoch wie nie.  Doch es sind nicht mehr die altbekannten Wachstumsmotoren. So profitierst du von der Rotation im S&P 500.

Neue Allzeithochs bei S&P 500 und Nasdaq 100. Doch die Treiber dieser Rekordjagd haben sich gegenüber den Vorjahren deutlich verschoben. Innerhalb des Technologiesektors hat sich ein Wandel vollzogen, wie eine Analyse der Hamburger Sutor Bank sichtbar macht. Die Rotation geht so: Weg von jahrelangen Gewinnern, hin zur physischen Infrastruktur der KI-Revolution. Und auch für dich als Anleger eine interessante Erkenntnis ist, dass der Gesamtmarkt an Breite gewinnt, was schließlich in der Vergangenheit immer wieder moniert wurde. Der gleichgewichtete S&P 500 liegt so im bisherigen Jahresverlauf erstmals seit Jahren vor seiner marktkapitalisierten Variante. Wir stellen dir gleich noch einen entsprechenden ETF vor.

Gleichgewichteter S&P 500 schlägt 2026 den S&P 500

Ein Blick auf den Vergleich des klassischen, marktkapitalisierten S&P 500 mit seiner gleichgewichteten Variante (Equalweight) zeigt eine bemerkenswerte Verschiebung. Während der US-Standardindex nach Zahlen der Sutor Bank im Jahr 2025 – getrieben von einer Handvoll großer Tech-Konzerne – den Equalweight-Index noch mit einer Performance von 17,9 Prozent zu 11,4 Prozent klar in den Schatten stellte, hat sich dieses Verhältnis seit Jahresbeginn 2026 gedreht. Bis Mitte April liegt der gleichgewichtete Index mit rund 5,3 Prozent vor dem klassischen S&P 500, der nur auf 3,2 Prozent kommt (Stichtag: 16.4.2026).

 „Zum ersten Mal seit mehreren Jahren profitiert eine breitere Masse der US-Unternehmen stärker vom Aufschwung als die Megacap-Konzerne an der Spitze“, sagt Mathias Beil, Leiter Private Banking bei der Sutor Bank. „Ob sich das als dauerhafter Trend etabliert oder eine vorübergehende Gegenbewegung bleibt, wird sich zeigen. Die jüngsten Allzeithochs wurden zuletzt wieder maßgeblich von KI-getriebenen Hardware-Werten angeführt.“

Das steuern die Tech-Riesen derzeit bei

Die detaillierte Auswertung der aktuellen Performancebeiträge verdeutlicht ein intensives Tauziehen innerhalb der größten Indexpositionen. Nvidia (WKN: 918422) mit 0,65 Prozentpunkten Beitrag zur S&P-500-Performance seit Jahresbeginn, Broadcom (WKN: A2JG9Z (0,55 Prozentpunkte) und Alphabet (WKN: A14Y6H) (0,48 Prozentpunkte) fungieren weiterhin als Kraftzentren der Börsen-Rallye. Gleichzeitig liefern ehemals dominierende Namen wie Microsoft (WKN: 870747) (-0,65 Prozentpunkte Beitrag zur S&P-500-Performance seit Jahresbeginn), Tesla (WKN: A1CX3T) (-0,20 Prozentpunkte) und Apple (WKN: 865985) (-0,04 Prozentpunkte) seit Januar Verluste ab. „Dass der Gesamtmarkt dennoch neue Rekorde markiert, ist nur durch die starke Erholung der restlichen Indexmitglieder möglich“, sagt Beil. Das verdeutlicht aus seiner Sicht, dass die Phase, in der die großen Tech-Werte geschlossen stiegen, vorerst vorbei sei.

Tech-Sektor differenziert sich aus: Hardware schlägt Software

Mit Blick auf die absoluten Top-Performer des S&P 500 seit Jahresbeginn zeigt sich nach der Auswertung der Sutor Bank ein klares Muster: Hardware- und Infrastrukturunternehmen dominieren die Gewinnerliste. Treiber waren ein massiver Bedarf an Speicherkapazitäten und Netzwerkinfrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI).

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„Wir sehen einen Fokus auf die physische Schicht der technologischen Revolution. Wenn Hersteller von Hochleistungslasern wie Lumentum (WKN: A14WK0) oder Netzwerkausrüster wie Ciena (WKN: A0LDA7) derart zulegen, zeigt das, dass Rechenzentren weltweit nicht nur schnellere Chips, sondern völlig neue Infrastrukturen für den Datendurchsatz benötigen“, erklärt Beil.

Auch spezialisierte Zulieferer wie Teradyne (WKN: 859892) , Weltmarktführer für automatisierte Testsysteme in der Chip-Produktion, profitieren stark. Selbst Vertiv (WKN: A2PZ5A), Hersteller von Kühl- und Stromversorgungssystemen für Rechenzentren, reiht sich ein, und zeigt damit, wie tief der KI-Infrastrukturboom inzwischen in die Realwirtschaft reicht. Dass die Rallye zudem sektoral an Breite gewinnt, belegt der Erfolg von Moderna (WKN: A2N9D9): Der Biotech-Sektor liefert jenseits von Tech eigene Wachstumsimpulse.

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Dem gegenüber steht eine spürbare Korrektur bei ehemals dominanten Software- und Datenplattformen. Workda (WKN: A1J39P), Intuit (WKN: 886053) und Servicenow (WKN: A1JX4P) mussten drastische Kursverluste seit Jahresbeginn hinnehmen. „Der Markt unterscheidet 2026 sehr genau zwischen den Profiteuren der Infrastruktur und Software-Anbietern, die den Beweis der KI-Monetarisierung erst noch erbringen müssen“, erklärt Beil. „Investoren schichten Kapital gezielt von reinen Software-Modellen hin zur physischen Infrastruktur um. Eine solche Selektivität ließ sich in dieser Schärfe zuletzt in der Dot-com-Ära beobachten“, führt Beil aus.

Die jüngsten Entwicklungen zeigen einmal mehr: In Einzelaktien schlummern große Möglichkeiten, aber auch gewaltige Risiken. Wir haben uns also an die Frage gewagt: Wie sinnvoll sind Aktiensparpläne wirklich?

Ein gleichgewichteter S&P 500 ETF

Für die Geldanlage sieht Beil als Folgerung, dass eine einseitige Wette auf die größten Indexnamen im bisherigen Jahresverlauf 2026 keine automatische Gewinnstrategie mehr darstellt. „Es ist schwer vorherzusagen, wie die nächste Rotation im Tech-Sektor ausfällt. Die starke Performance des S&P 500 Equalweight Index spricht dafür, dass eine Gewichtung nicht nur nach Marktkapitalisierung sinnvoll ist“, fasst Beil zusammen. Sehen wir uns daher nun einen solchen ETF näher an. Ein echtes Schwergewicht ist der knapp neun Milliarden Euro schwere Xtrackers S&P 500 Equal Weight UCITS ETF (Acc) (WKN: A1106A). Darin sind alle Mitglieder gleichgewichtet, so dass es nicht zu einer übermäßigen Abhängigkeit weniger Großkonzerne kommen kann. 

Übrigens: Xtrackers jüngst mit dem ersten ETF auf den MSCI World IMI für Schlagzeilen gesorgt.

Ein Investment in den gleichgewichteten S&P 500 erfordert Übersicht

Gerade beim Vergleich zwischen dem klassischen und dem gleichgewichteten S&P 500 spielt Transparenz eine entscheidende Rolle – und hier kommt der extraETF Portfolio Tracker ins Spiel. Mit ihm kannst du nicht nur deine tatsächliche Gewichtung einzelner Positionen analysieren, sondern auch erkennen, ob dein Portfolio unbewusst stark von wenigen großen US-Techwerten dominiert wird. So lässt sich leicht überprüfen, ob deine Allokation eher dem klassischen, stark kapitalgewichteten Index oder einer ausgewogeneren, gleichgewichteten Struktur entspricht. Diese Einblicke helfen dir dabei, gezielt nachzusteuern und dein Portfolio breiter zu diversifizieren – ganz im Sinne der Idee hinter dem gleichgewichteten S&P 500.