
Nicht nur Big Tech gewinnt: Warum dieser S&P 500 ETF aktuell besser läuft
Der Markt wird breiter: Warum der gleichgewichtete S&P 500 den Klassiker schlägt – und was das für dein ETF-Portfolio bedeutet.
An den Aktienmärkten hat sich in den vergangenen Monaten spürbar etwas verändert. Die Kursentwicklung wird nicht mehr nur von wenigen großen Technologiekonzernen bestimmt, sondern verteilt sich zunehmend auf mehr Unternehmen und Branchen. „Seit einigen Monaten beobachten wir erhebliche Unterschiede bei der Kursentwicklung an den Aktienmärkten“, sagt Clemens Berendt, Chef-Portfoliomanager bei der Apo Bank. Während einige bekannte Tech-Schwergewichte zuletzt unter Druck geraten sind, zeigt sich der breite Markt deutlich robuster.
S&P 500: Gleichgewicht statt Mega-Gewichte
Diese Veränderung spiegelt sich besonders deutlich im S&P 500 wider. Der klassische Index ist nach Marktkapitalisierung gewichtet – große Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Nvidia dominieren die Entwicklung. Beim gleichgewichteten S&P 500 ist das anders: Jede Aktie geht mit dem gleichen Anteil in den Index ein. Genau dieser Ansatz hat sich zuletzt ausgezahlt. „Der gleichgewichtete S&P 500 konnte den nach Marktkapitalisierung gewichteten US-Index zuletzt um mehr als fünf Prozent outperformen“, so Berendt.
Für dich als ETF-Anleger bedeutet das: Ein gleichgewichteter S&P-500-ETF kann sich in seiner Wertentwicklung deutlich vom bekannten „Standard-ETF“ unterscheiden – selbst wenn beide denselben Indexnamen tragen.
KI bleibt wichtig – aber nicht nur für Tech
Künstliche Intelligenz bleibt ein zentraler Treiber an den Kapitalmärkten. Doch die aktuelle Berichtssaison zeigt, dass die Gewinnimpulse längst nicht mehr ausschließlich aus dem Technologiesektor kommen. Berendt betont, dass „während große Technologieunternehmen weiter vom Megatrend Künstliche Intelligenz (KI) profitieren sollten, zunehmend auch andere Branchen stabile Gewinnimpulse liefern und damit stärker zur Gesamtmarktentwicklung beitragen.“
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Gerade Unternehmen aus der sogenannten „Old Economy“ rücken wieder stärker in den Fokus, weil sie Künstliche Intelligenz (KI) gezielt einsetzen, um Effizienz und Kapitalrenditen zu steigern. Das sorgt für eine breitere Basis bei Umsatz- und Gewinnwachstum.
Fundamentaldaten rücken wieder stärker in den Fokus
Mit der zunehmenden Marktbreite verändern sich auch die Prioritäten vieler Investoren. „Investoren fokussieren sich zunehmend auf fundamentale Ertragsqualität, Bewertungsdisziplin sowie breitere Gewinnimpulse“, meint Berendt. Gleichgewichtete Indizes profitieren genau von diesem Umfeld, da sie nicht von einzelnen hoch bewerteten Titeln abhängig sind. Was du daraus mitnehmen kannst: Historisch betrachtet gelten Phasen mit größerer Marktbreite oft als robuster, weil Rückschläge einzelner Sektoren besser ausgeglichen werden können.
Warum du dein ETF-Portfolio genau im Blick behalten solltest
Gerade weil sich ein gleichgewichteter S&P-500-ETF in der Zusammensetzung und Gewichtung deutlich vom klassischen Index unterscheidet, ist ein genauer Überblick über dein Portfolio besonders wichtig. Verschiebungen bei Sektoren, Einzelwerten und Regionen können sich stärker auswirken, als viele Anleger erwarten.
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Ein sinnvolles Tool dafür ist der extraETF Portfolio Tracker. Er hilft dir, die tatsächliche Gewichtung deiner ETFs, Überschneidungen und Risiken transparent zu überwachen – und besser zu verstehen, woher deine Rendite kommt. Unterm Strich zeigt die aktuelle Entwicklung: Der Aktienmarkt wird wieder vielfältiger. Und wer diese Vielfalt bewusst steuert und im Blick behält, kann sein ETF-Portfolio langfristig stabiler aufstellen. Und hier zeigen wir dir noch ein Investitionsbeispiel: