25. Juni 2026
Umfeld für Anleihen dürfte 2024 noch besser werden

Momentum im KI-Zeitalter: So setzt du auf die Börsengewinner von morgen

Hohe Bewertungen und Konjunktursorgen verunsichern Anleger. Warum Experten dennoch auf US-Aktien setzen und Momentum vorne sehen.

Die Diskussion über die Zukunft des US-Aktienmarktes nimmt an Fahrt auf. Hohe Bewertungen, geopolitische Spannungen und erste Anzeichen einer nachlassenden US-Konjunktur sorgen bei vielen Anlegern für Zurückhaltung. Dennoch spricht aus Sicht von Laurent Denize, CIO von ODDO BHF Asset Management, vieles dafür, US-Aktien weiterhin einen festen Platz im Portfolio einzuräumen.

„Der Technologiesektor bleibt unverzichtbar – er macht mittlerweile 40 Prozent des US-Wachstums und den Großteil der künftigen Produktivitätsgewinne aus. Doch die Streuung innerhalb des Sektors ist heute so groß, dass ein naiver Indexansatz erhebliche asymmetrische Risiken birgt“, so Denize.

Unterschiedliches Momentum

Tatsächlich entwickeln sich die einzelnen Segmente der Technologiebranche zunehmend unterschiedlich. Während Unternehmen aus dem Bereich der KI-Infrastruktur von einem regelrechten Investitionsboom profitieren, hinken andere Technologiebereiche deutlich hinterher. Laut ODDO BHF beträgt die Performance-Differenz zwischen KI-Infrastrukturunternehmen und klassischen Softwareanbietern über drei Jahre hinweg rund 300 Prozent.

KI verändert die Spielregeln an den Börsen

Die Dynamik rund um Künstliche Intelligenz verändert die Marktstrukturen grundlegend. Historische Bewertungsmaßstäbe stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen. „Ein Unternehmen, das jährlich um 50 Prozent wächst, mag heute teuer erscheinen und in zwei Jahren günstig sein. Das ist die Logik, die sich nun im Infrastrukturbereich der Tech-Branche durchsetzt – und sie rechtfertigt die Widerstandsfähigkeit der Aktienmärkte trotz des Zinsdrucks.“

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Für Anleger wird es dadurch schwieriger, die langfristigen Gewinner frühzeitig zu identifizieren. Gleichzeitig können technologische Umbrüche etablierte Geschäftsmodelle innerhalb kurzer Zeit unter Druck setzen.

Momentum als möglicher Lösungsansatz

Vor diesem Hintergrund hält Denize einen Momentum-Ansatz für besonders interessant. Die Grundidee: Aktien, die sich über einen längeren Zeitraum besser entwickeln als der Gesamtmarkt, weisen häufig auch in den folgenden Monaten eine überdurchschnittliche Entwicklung auf.

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Doch wie kannst du vorgehen? Privatanleger, die diesen Ansatz über einen ETF umsetzen möchten, finden etwa mit dem iShares Edge MSCI USA Momentum Factor UCITS ETF (WKN: A2AP36) eine Möglichkeit, gezielt auf US-Aktien mit starkem Kursmomentum zu setzen. Der ETF investiert regelbasiert in US-Unternehmen, die zuletzt eine überdurchschnittliche Kursentwicklung gezeigt haben, und bildet damit den Momentum-Faktor systematisch ab.

Nicht nur Tech-Aktien profitieren von KI

Die Auswirkungen der KI-Revolution dürften sich nach Einschätzung von ODDO BHF künftig weit über den Technologiesektor hinaus erstrecken. So könnten Versorger vom steigenden Energiebedarf der Rechenzentren profitieren, während Banken, Versicherungen und Gesundheitsunternehmen Effizienzgewinne durch den verstärkten Einsatz von KI-Anwendungen erzielen.

Portfolioentwicklung jederzeit im Blick behalten

Wer auf Themen wie KI, US-Technologie oder Momentum setzt, sollte die Auswirkungen auf sein Gesamtportfolio regelmäßig überprüfen. Mit dem extraETF Portfolio Tracker können Anleger ihre ETFs, Aktien und Depots zentral erfassen und die Entwicklung ihrer Geldanlage transparent verfolgen. Darüber hinaus lassen sich Portfolio-Gewichtungen, Renditen und Risiken analysieren, um Konzentrationsrisiken frühzeitig zu erkennen und die eigene Anlagestrategie besser zu steuern.

Gerade in Marktphasen, in denen einzelne Themen wie künstliche Intelligenz die Börsenentwicklung dominieren, hilft ein strukturierter Blick auf das Gesamtportfolio dabei, Chancen und Risiken ausgewogen zu beurteilen.