21. März 2026
ETF-Sparplan: Macht der Sparrhythmus einen Unterschied?

ETF-Sparplan: Macht der Sparrhythmus einen Unterschied?

Wie sollte man seinen ETF-Sparplan besparen? Quartalsweise, monatlich oder wöchentlich? Wir haben nachgerechnet – und haben ein eindeutiges Ergebnis!

Einige Direktbanken und Neobroker bieten die Möglichkeit, ETF-Sparpläne nicht nur monatlich, sondern auch zweiwöchentlich, das heißt zweimal pro Monat, zu besparen. Was zunächst nach einem interessanten Kniff für einen Sparplan aussieht, ist nicht unbedingt sinnvoll – hier die Gründe.

ETFs über alle Börsenhöhen und -tiefen hinweg kaufen und nach vielen Jahren vom konstanten Sparen profitieren – das sind die Versprechen rund um den Cost-Average-Effekt (CAE). In der Realität sind die Auswirkungen auf die Geldanlage jedoch marginal. Der CAE ist dann effektiv, wenn die Börsen im Korrekturmodus sind. Bei konstanten Sparraten können dann nämlich Wertpapiere günstiger eingekauft werden.

ETF-Sparplan-Mythos Cost Average

Da Märkte langfristig jedoch wachsen, fehlen Argumente für die Vorteilhaftigkeit der Strategie. Einmalinvestments haben sich bis dato besser entwickelt. Da jedoch nicht jeder Anleger über große Summen verfügt, sind Sparpläne sinnvoll. Auf diese Art kann die private Altersvorsorge automatisiert werden. Aus Behavioral Finance Gesichtspunkten könnte man an dieser Stelle noch den Selbstdisziplinierungseffekt eines monatlichen Sparplans hervorheben. Dieser ist besonders in volatilen Börsenphasen nicht zu unterschätzen.

Tipp: Nutze gleich den ETF-Sparplan-Vergleich. Regelmäßiges Sparen mit ETFs spricht sich herum, wie unsere ETF-Sparplan-Studie zeigt.

Aus finanzwissenschaftlicher Sicht spricht wenig für den CAE, aus psychologischer Sicht kann er jedoch sehr viel Sinn machen. Anbei jetzt ein kleines Beispiel, das die Auswirkungen unterschiedlicher Sparrhythmen zeigt.

Beispielrechnung mit MSCI World-ETF

Wir haben uns die Frage gestellt, wie sich der Sparrhythmus auf die Rendite eines MSCI-World-ETFs ausgewirkt hätte. Im Ergebnis hat eine Veränderung des Sparintervalls keinen signifikanten Einfluss auf die Gesamtrendite. Das kann zwar in Einzelfällen (z.B. bei großen Korrekturen) passieren – wird sich im Verlauf der Jahre jedoch wieder ausgleichen.

Tipp: Im kommenden Jahr könnte deine Altersvorsorge staatlich unterstützt werden. Erfahre, wie der aktuelle Stand zum Altersvorsorgedepot ist.

Ob monatlich oder zweiwöchentlich investiert wurde, hat kaum einen Unterschied gemacht. Allein die einmalige Anlage hat in der Rückschau zu einer signifikant höheren Rendite geführt im Vergleich zur monatlichen Ansparung.

Der Anlagehorizont ist wichtiger als das Anlageintervall

Die Investition in ETFs mit Hilfe von Sparplänen macht Sinn. Sie lassen sich leicht einrichten und ermöglichen Anlegern, ihren Vermögensaufbau zu automatisieren. Die Auswirkungen des Anlageintervalls bzw. des Sparrhythmus auf die Rendite sind allerdings marginal.

Tipp: Wo lohnt es sich einen ETF-Sparplan zu führen? Alle Testergebnisse, Bewertungen und weitere Anbieter findest du in der Extra-Magazin-Ausgabe 2/2026. Hier geht es zum Shop.

Das zeigen nicht nur unsere Berechnung im obigen Fall, sondern auch zahlreiche Studien und Untersuchungen zum Cost-Average-Effekt. Es besteht bis dato kein nachweisbarer Zusammenhang zwischen dem CAE und einer damit verbundenen Renditeverbesserung.

Anleger sollten einfach konsequent am Ball bleiben und regelmäßig anlegen. Ob wöchentlich, monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich, wird langfristig keinen großen Unterschied machen. Viel wichtiger ist der Anlagehorizont – dieser sollte möglichst lang sein, denn dann gleichen sich (mögliche Differenzen) ohnehin aus. 

Unsere ETF-Empfehlungen – nicht nur für den Sparplan

Maßstab deiner Geldanlage sollte stets die weltweite Ausrichtung sein. Erfahre also jetzt alles über das Investieren in Welt-ETFs. Gerade, wenn dein Depot komplexer ist – etwa mit Einzelaktien oder Themen- und Länder-ETFs – solltest du auf keinen Fall der Überblick verlieren. Um das zu vermeiden, solltest du gleich den extraETF Portfolio Tracker nutzen.

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