17. Februar 2026
ETF-Sparpläne auf dem Vormarsch: Warum immer mehr Privatanleger aufspringen

ETF-Sparpläne auf dem Vormarsch: Warum immer mehr Privatanleger aufspringen

ETF-Sparpläne wachsen rasant in Europa. Es gibt gute Gründe: Niedrige Einstiegshürden, digitale Angebote und neue Anlegergruppen treiben den Trend.

ETF-Sparpläne haben sich in Europa vom Nischenprodukt zum festen Bestandteil des privaten Vermögensaufbaus entwickelt. Und es gibt gute Gründe für regelmäßiges Sparen. „Entscheidend für den Anlageerfolg ist nicht der Einstiegszeitpunkt, sondern Zeit im Markt, breite Streuung und die regelmäßige Anlage. Kurzfristige Schwankungen treten bei langfristiger Anlage in den Hintergrund. Bei Beachtung dieser Grundregeln können gute Erträge erzielt werden“, sagt Henriette Peucker, Geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts.

Kein Wunder also, dass der ETF-Sparplan bei Privatanlegern hoch im Kurs stehen. Die aktuellen Zahlen unserer ETF-Sparplan-Studie 2026 zeigen, wie stark dieser Wandel inzwischen ist: Im Jahr 2025 wurden in Kontinentaleuropa 15,1 Millionen ETF-Sparpläne pro Monat ausgeführt – ein Plus von 39,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wächst der Markt deutlich schneller als viele andere Anlageformen und bestätigt, dass regelmäßiges Investieren für immer mehr Menschen zur Selbstverständlichkeit wird.

ETF-Sparpläne: Niedrige Einstiegshürden öffnen den Kapitalmarkt

Ein zentraler Grund für die wachsende Beliebtheit von ETF-Sparplänen liegt in ihrer Zugänglichkeit. Investieren funktioniert heute auch mit kleinen Beträgen. Die durchschnittliche monatliche Sparrate lag 2025 bei 125,30 Euro und ist damit weiter gesunken. Das zeigt: Vermögensaufbau hängt immer weniger vom verfügbaren Startkapital ab, sondern davon, regelmäßig zu investieren.

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Möglich wird das durch niedrige Mindestanlagebeträge, den Handel mit Bruchteilen von ETF-Anteilen und vollständig automatisierte Sparprozesse. ETF-Sparpläne senken damit die Hemmschwelle für viele Menschen, die bisher gezögert haben, sich mit dem Kapitalmarkt zu beschäftigen.

Sparpläne helfen dir beim Vermögensaufbau

Ein weiterer Treiber ist der hohe Komfort von ETF-Sparplänen. Einmal eingerichtet, laufen sie automatisch weiter – unabhängig von Marktstimmungen oder kurzfristigen Schlagzeilen. Gerade in volatilen Phasen hilft diese Regelmäßigkeit vielen Anlegern, investiert zu bleiben und emotionale Fehlentscheidungen zu vermeiden.

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ETF-Sparpläne fördern damit einen langfristigen Anlagehorizont und verlagern den Fokus weg vom Markttiming hin zu Kontinuität.  „ETF-Sparpläne ermöglichen es europäischen Anlegern, regelmäßig, einfach und kosteneffizient zu investieren und langfristig Vermögen aufzubauen. Als führender ETF-Anbieter in Europa sind wir stolz darauf, Millionen Europäern den Zugang zu den Kapitalmärkten zu eröffnen“, sagt Manuela Sperandeo, Co-Leiter von iShares in Europa bei Blackrock.

Digitale Angebote treffen den Nerv neuer Anleger

Das Wachstum der ETF-Sparpläne wird zusätzlich durch digitale Anbieter beschleunigt. Neobanken und Investment-Apps integrieren Sparpläne nahtlos in ihre Plattformen und kombinieren sie mit Funktionen wie Mikro-Sparen, Round-up- oder Cashback-Modellen. Investieren wird dadurch Teil des Alltags – einfach, mobil und jederzeit nachvollziehbar. Besonders jüngere Anleger sprechen diese Angebote an. ETF-Sparpläne passen damit perfekt zu einer Generation, die Finanzentscheidungen digital und selbstbestimmt trifft.

Langfristiger Vermögensaufbau gewinnt an Bedeutung

Auch gesellschaftliche Entwicklungen tragen zum Boom bei. Themen wie Altersvorsorge, Inflation und steigende Lebenshaltungskosten rücken den langfristigen Vermögensaufbau stärker in den Fokus. Weiterer Schwung soll im Jahr 2027 durch das Altersvorsorgedepot kommen.

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Bereits 2025 investierten europäische Privatanleger 22,7 Milliarden Euro über ETF-Sparpläne. Der Blick nach vorn zeigt, dass diese Dynamik anhält: Bis 2030 dürften monatlich 53,7 Millionen ETF-Sparpläne ausgeführt werden, was einem jährlichen Sparvolumen von rund 73 Milliarden Euro entspräche.

Vom deutschen Erfolgsmodell zur europäischen Gewohnheit

Zwar bleibt Deutschland der größte Markt für ETF-Sparpläne, doch das Wachstum ist längst pan-europäisch. In vielen Ländern steigt die Zahl der ETF-Anleger kontinuierlich. Inzwischen halten 32,8 Millionen Europäer ETFs, das entspricht 10 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. „Unsere Daten zeigen, dass sich ETF-Sparpläne von einem nationalen Phänomen zu einer pan-europäischen Investitionsgewohnheit entwickeln. Mit 15,1 Millionen monatlichen Ausführungen wachsen sie rasant in mehreren Märkten und werden zu einem zentralen Wachstumstreiber des Privatanlegergeschäfts in Europa“, sagt Markus Jordan, Geschäftsführer bei extraETF.

Fazit: Ein Trend mit überzeugenden Gründen

ETF-Sparpläne sind so erfolgreich, weil sie Einfachheit, Flexibilität und langfristige Orientierung verbinden. Sie machen Investieren planbar, senken Einstiegshürden und sprechen neue Zielgruppen an. Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich: Der Boom ist kein Zufall, sondern das Ergebnis struktureller Veränderungen im Anlageverhalten.

Wer tiefer in die aktuellen Marktdaten, Anlegerstrukturen und Prognosen eintauchen möchte, findet in der extraETF-Studie weiterführende Einblicke und detaillierte Analysen zur Entwicklung der ETF-Sparpläne in Europa.

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