Altersvorsorgedepot-Förderung: So viel Geld gibt der Staat dazu
Grundzulage, Kinderzulage und Steuervorteile – so funktioniert die Förderung im neuen Altersvorsorgedepot.
Mit dem Altersvorsorgedepot soll sich private Altersvorsorge wieder stärker lohnen. Der entscheidende Anreiz dafür ist die staatliche Förderung: Wer eigenes Geld einzahlt, erhält eine Zulage vom Staat. Zusätzlich können Kinderzulagen und - abhängig vom Einkommen - steuerliche Vorteile hinzukommen.
Wie hoch fällt die Förderung tatsächlich aus und wie viel musst du selbst einzahlen, um die maximale Zulage zu erhalten? Wir zeigen dir anhand konkreter Beispiele, wie Grundzulage, Kinderzulage und mögliche Steuervorteile funktionieren.
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Das Wichtigste in Kürze: Alles zur Altersvorsorgedepot-Förderung
Bis zu 540 Euro Grundzulage: Bei einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro pro Jahr erhältst du die maximale Grundzulage.
Besonders hohe Förderung für kleine Beiträge: Die ersten 360 Euro Eigenbeitrag werden mit 50 Prozent bezuschusst, also 180 Euro.
150 Euro monatlich reichen für die maximale Grundzulage: Damit erreichst du den Förderhöchstbetrag von 540 Euro pro Jahr.
Zusätzliche Kinderzulage: Für Eltern kann die Förderung durch Zulagen für Kinder noch deutlich höher ausfallen.
Zusätzlicher Steuervorteil möglich: Über die Steuererklärung kann sich insbesondere bei höheren Einkommen eine zusätzliche Entlastung ergeben.
Die Zulagen werden investiert: Das staatliche Geld fließt in dein Altersvorsorgedepot und kann dort langfristig mitwachsen.
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Wie funktioniert die Förderung beim Altersvorsorgedepot?
Die Förderung des Altersvorsorgedepots funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Du zahlst eigenes Geld ein und der Staat gibt abhängig von der Höhe deines Eigenbeitrags eine prozentuale Zulage dazu.
Dabei ist die Förderung gestaffelt:
| Dein Jahresbeitrag | Förderung |
|---|---|
| Erste 360 € | 50 % |
| Weitere 1.440 € bis 1.800 € | 25 % |
Auf die ersten 360 Euro deines jährlichen Eigenbeitrags erhältst du eine Förderung von 50 Prozent. Für den darüber hinausgehenden Eigenbeitrag bis zur Fördergrenze von 1.800 Euro beträgt die Förderung 25 Prozent.
Das Besondere daran: Auch kleine Sparbeträge werden gefördert. Einen festen monatlichen Beitrag musst du dafür nicht leisten – entscheidend ist grundsätzlich, wie viel du innerhalb eines Jahres in dein Altersvorsorgedepot einzahlst.
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Wie hoch ist die Förderung beim Altersvorsorgedepot?
Die maximale Grundzulage beim Altersvorsorgedepot beträgt 540 Euro pro Jahr. Dafür musst du selbst 1.800 Euro jährlich beziehungsweise 150 Euro monatlich einzahlen. Zusammen mit der staatlichen Förderung fließen damit 2.340 Euro pro Jahr in dein Altersvorsorgedepot.
Aber auch mit kleineren Beiträgen erhältst du bereits eine attraktive Förderung. Bei 30 Euro monatlich beziehungsweise 360 Euro im Jahr gibt der Staat beispielsweise 180 Euro dazu. Die Zulage entspricht in diesem Fall 50 Prozent deines Eigenbeitrags.
Wie sich unterschiedliche Sparraten auf die Förderung auswirken, zeigt die folgende Tabelle:
| Monatlicher Eigenbeitrag | Eigenbeitrag pro Jahr | Grundzulage | Zulage in % des Eigenbeitrags |
|---|---|---|---|
| 30 € | 360 € | 180 € | 50 % |
| 50 € | 600 € | 240 € | 40 % |
| 100 € | 1.200 € | 390 € | 32,5 % |
| 150 € | 1.800 € | 540 € | 30 % |
Je höher dein Eigenbeitrag, desto höher fällt bis zur Fördergrenze auch die absolute Grundzulage aus. Die maximale Förderung erreichst du bei einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro pro Jahr.
Für Familien können zusätzliche Kinderzulagen hinzukommen. Abhängig vom Einkommen kann außerdem ein zusätzlicher Steuervorteil entstehen.
Wie viel muss ich für die maximale Förderung einzahlen?
Um die maximale Grundzulage von 540 Euro zu erhalten, musst du 1.800 Euro pro Jahr selbst einzahlen. Das entspricht einer monatlichen Sparrate von 150 Euro.
Du musst die 150 Euro allerdings nicht zwingend jeden Monat einzahlen. Entscheidend ist grundsätzlich die Summe deiner Einzahlungen innerhalb eines Jahres. Du könntest beispielsweise auch unregelmäßig einzahlen oder gegen Jahresende noch Geld nachschießen, um die Fördergrenze auszuschöpfen.
Gerade für Selbstständige oder Menschen mit schwankendem Einkommen schafft das zusätzliche Flexibilität.
Kinderzulage: So profitieren Familien zusätzlich
Für Familien kann das Altersvorsorgedepot besonders interessant werden. Neben der Grundzulage ist eine zusätzliche Förderung für Kinder vorgesehen. Die Kinderzulage beträgt bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr.
Eine Familie mit zwei förderfähigen Kindern kommt damit beispielsweise auf folgende Förderung:
540 Euro Grundzulage + 600 Euro Kinderzulage = 1.140 Euro staatliche Förderung pro Jahr.
Bei einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro wäre das ein erheblicher zusätzlicher Beitrag zum Aufbau der privaten Altersvorsorge. Für Eltern lohnt es sich deshalb besonders, nicht nur auf die Grundzulage zu schauen, sondern die gesamte individuelle Förderung zu berechnen.
Steuervorteile beim Altersvorsorgedepot
Die staatliche Förderung kann über die direkte Zulage hinausgehen. Beiträge zum Altersvorsorgedepot werden steuerlich berücksichtigt.
Dabei kommt eine Günstigerprüfung zum Einsatz. Im Rahmen der Steuererklärung prüft das Finanzamt, ob der steuerliche Vorteil aus dem Sonderausgabenabzug höher ist als die bereits gewährten Zulagen. Ist das der Fall, ergibt sich eine zusätzliche Steuerentlastung.
Dies ist insbesondere für Menschen mit einem höheren zu versteuernden Einkommen interessant. Je höher der persönliche Grenzsteuersatz ist, desto relevanter wird der zusätzliche Steuervorteil. Der steuerliche Vorteil kommt allerdings nicht einfach zusätzlich in voller Höhe zu den Zulagen hinzu. Vielmehr wird geprüft, welche Förderung günstiger ist und ob sich daraus ein zusätzlicher Vorteil über die bereits gewährten Zulagen hinaus ergibt.
Wer bekommt die Förderung beim Altersvorsorgedepot?
Das Altersvorsorgedepot soll einem breiten Kreis von Erwerbstätigen offenstehen. Dazu gehören insbesondere:
- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
- Beamtinnen und Beamte
- Selbstständige
Gerade für Selbstständige ist das relevant, da sie beim bisherigen Riester-System häufig nicht unmittelbar förderberechtigt waren. Voraussetzung für die Förderung ist grundsätzlich, dass du selbst Geld in ein förderfähiges Altersvorsorgedepot einzahlst.
Was passiert mit Einzahlungen über 1.800 Euro?
Die maximale Grundzulage ist bei Eigenbeiträgen von jährlich 1.800 Euro erreicht. Das bedeutet jedoch nicht, dass du nicht mehr als 1.800 Euro einzahlen kannst. Insgesamt kannst du bis zu 6.840 Euro pro Jahr in ein Altersvorsorgedepot einzahlen. Für zusätzliche Beiträge gibt es allerdings keine weitere Grundzulage.
Ob höhere Einzahlungen für dich sinnvoll sind, hängt deshalb von deiner persönlichen Altersvorsorgestrategie, den steuerlichen Rahmenbedingungen und der Flexibilität des jeweiligen Produkts ab. Gerade hier lohnt sich auch der Vergleich mit einem normalen ETF-Sparplan. Denn während das Altersvorsorgedepot staatliche Vorteile bietet, ist frei angelegtes Vermögen in der Regel flexibler verfügbar.
Wie wirkt sich die Förderung langfristig aus?
Der eigentliche Vorteil entsteht nicht nur im Jahr der Einzahlung. Die staatlichen Zulagen fließen direkt in deine Altersvorsorge und können anschließend über viele Jahre investiert bleiben.
Wer beispielsweise jedes Jahr die maximale Grundzulage von 540 Euro erhält, bekommt über 30 Jahre insgesamt: 16.200 Euro vom Staat.
Doch auch diese 16.200 Euro können am Kapitalmarkt Erträge erwirtschaften. Bei einer angenommenen Rendite von 6 Prozent pro Jahr könnten allein die jährlich investierten Grundzulagen über 30 Jahre auf mehr als 40.000 Euro anwachsen. Die Förderung wirkt damit doppelt: Der Staat erhöht dein investiertes Kapital – und anschließend arbeitet der Zinseszinseffekt auch auf dieses zusätzliche Geld.
Welche Sparrate ist für die Förderung optimal?
Welche Sparrate für dich optimal ist, hängt davon ab, wie viel du für deine Altersvorsorge zurücklegen kannst. Möchtest du die maximale Grundzulage ausschöpfen, liegt der entscheidende Wert bei 150 Euro monatlich beziehungsweise 1.800 Euro pro Jahr.
Aber auch kleinere Sparraten können attraktiv sein. Gerade die ersten 30 Euro monatlich werden besonders stark gefördert: Aus 360 Euro Eigenbeitrag im Jahr werden durch die Grundzulage 540 Euro, die in dein Altersvorsorgedepot fließen.
Möchtest du deutlich mehr als 150 Euro monatlich für deine Altersvorsorge sparen, solltest du genauer vergleichen. Eine mögliche Strategie kann darin bestehen, zunächst die Förderung des Altersvorsorgedepots auszuschöpfen und zusätzliches Geld flexibel über einen ETF-Sparplan anzulegen.
Altersvorsorgedepot-Förderung berechnen
Wie viel Förderung du tatsächlich erhältst, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Neben deinem Eigenbeitrag können insbesondere Kinder und mögliche steuerliche Vorteile eine Rolle spielen. Mit unserem Altersvorsorgedepot-Rechner kannst du deshalb deine persönliche Förderung berechnen und sehen, wie viel Geld der Staat zu deiner Altersvorsorge dazugibt. Jetzt persönliche Altersvorsorgedepot-Förderung berechnen!
Fazit: Bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr sichern
Die staatliche Förderung ist eines der wichtigsten Argumente für das Altersvorsorgedepot. Bereits kleine Sparbeträge werden vergleichsweise stark bezuschusst. Mit einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro pro Jahr beziehungsweise 150 Euro monatlich erreichst du die maximale Grundzulage von 540 Euro. Noch interessanter kann das Modell für Familien werden, wenn Kinderzulagen hinzukommen. Bei höheren Einkommen kann zusätzlich ein steuerlicher Vorteil entstehen.
Entscheidend ist deshalb nicht nur die Frage, ob sich das Altersvorsorgedepot lohnt, sondern vor allem: Wie hoch ist deine persönliche Förderung? Genau diese solltest du zuerst berechnen. Anschließend kannst du entscheiden, welchen Teil deiner Altersvorsorge du über das geförderte Altersvorsorgedepot und welchen Teil du flexibel über ein normales ETF-Depot aufbauen möchtest.
Häufige Fragen zur Altersvorsorgedepot-Förderung
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