Altersvorsorgedepot
Staatlich gefördert in ETFs, Fonds und Anleihen investieren
Das bisherige Umlageverfahren der gesetzlichen Rente steht durch den demografischen Wandel in Deutschland zunehmend unter Druck. Steuerzuschüsse aus dem Bundeshaushalt werden gebraucht, um das System zu stabilisieren. Deshalb plant die Bundesregierung mit dem neuen, geförderten Altersvorsorgedepot einen grundlegenden Neustart der privaten Altersvorsorge.
Ab dem 01.01.2027 soll für die Altersvorsorge staatlich gefördert in ETFs, Fonds und Anleihen investiert werden können. Die Erträge in der Ansparphase sind steuerfrei, es gibt klare Förderregeln, einen flexiblen Rentenbeginn und einen gesetzlich gedeckelten Kostenrahmen.
Neu ist außerdem die Frühstart-Rente, bei der der Staat bereits für Kinder ein eigenes Depot bespart.
In diesem Ratgeber erklären wir das Konzept, die Förderung und alle zentralen Regeln des neuen Altersvorsorgedepots. Darüber hinaus beleuchten wir die wichtigsten Kritikpunkte und ordnen sie ein.
Das Wichtigste in Kürze:Alles Wissenswerte zum Altersvorsorgedepot
Demografischer Wandel: Angesichts des Drucks auf die umlagefinanzierte gesetzliche Rente soll das Altersvorsorgedepot als renditestarke Ergänzung dienen.
Start 2027: Das Altersvorsorgedepot gilt im Wesentlichen für Pflichtversicherte der gesetzlichen Rentenversicherung und soll am 01.01.2027 beginnen.
Kapitalmarktorientierte Altersvorsorge: Vorsorgende Anleger können von den Wachstumschancen der Kapitalmärkte profitieren und so den Zinseszinseffekt noch besser nutzen. Besonders Investitionen in Aktien über geeignete ETFs ermöglichen höhere Renditen im Vergleich zu traditionellen Sparformen mit Beitragsgarantie.
Zulässige Anlagen: Insgesamt können ETFs, Fonds und Anleihen genutzt werden.
Staatliche Förderung: Bis zu 480 € pro Jahr, abhängig vom Eigenbeitrag. Kapitalgewinne bleiben während der Ansparphase vollständig steuerfrei.
Flexibilität bei der Auszahlung: Der Rentenbeginn kann zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr frei gewählt werden.
Kostendeckel: Standardprodukte dürfen maximal 1,5 % Effektivkosten pro Jahr betragen.
Mit jedem investierten Euro näher an deinem Ziel. Sparplan anlegen und Vermögen aufbauen. Kapitalanlagen bergen Risiken.
Dieser Artikel basiert auf den letzten verfügbaren Informationen über den geplanten Gesetzesentwurf. Der offizielle Start des Altersvorsorgedepots ist für den 01.01.2027 vorgesehen. Bis dahin werden die Details weiter konkretisiert und dieser Artikel wird regelmässig aktualisiert, damit du immer auf dem neusten Stand zur Reform der Altersvorsorge bist.
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Das Altersvorsorgedepot wird ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot für die private Altersvorsorge sein. Es ist im Wesentlichen für die Pflichtversicherten der gesetzlichen Rentenversicherung vorgesehen und soll ab dem 1. Januar 2027 verfügbar sein. Anleger können darin staatlich gefördert in ETFs, Fonds und Anleihen investieren und in der Ansparphase vollständig steuerfrei Vermögen aufbauen.
Laut dem Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums (BMF) soll das Altersvorsorgedepot flexibel, kostengünstig und renditestark sein. Diese Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge wurde am 17. Dezember 2025 im Kabinett beschlossen. Allerdings müssen Bundestag und Bundesrat dem Gesetz noch zustimmen.
Das Ziel: Ein Vorsorgedepot, dass es den Bürgern ermöglicht, neben Anleihen vor allem über ETFs oder Fonds in Aktien zu investieren. Das Konzept orientiert sich an erfolgreichen Vorbildern wie dem 401(k)-Plan aus den USA und zielt darauf ab, langfristig hohe Renditen durch Kapitalmarktanlagen zu erzielen.
Warum soll es das Altersvorsorgedepot geben?
Ziel des Altersvorsorgedepots ist es, den steigenden Belastungen der umlagefinanzierten gesetzlichen Rente entgegenzuwirken. Aufgrund des steigenden Rentneranteils und der sinkenden Zahl der Erwerbstätigen, ist das Rentensystem zunehmend auf Steuerzuschüsse aus dem Bundeshaushalt angewiesen.
Mit dem Altersvorsorgedepot soll den Bürgern eine zusätzliche renditestarke und flexible Alternative zur Altersvorsorge angeboten werden, um eigenverantwortlich und flexibel Vermögen für das Alter aufzubauen und dabei von den Wachstumschancen der Kapitalmärkte zu profitieren. Das kann dir besser helfen, deine Rentenlücke zu schließen.
So funktioniert das Altersvorsorgedepot
Die Förderung des Altersvorsorgedepots wird beitragsproportional gezahlt. Damit entfällt die komplizierte Mindestbeitragsberechnung, wie sie bei der Riester-Rente üblich war.
Grundzulage
- Bis 1.200 € Eigenbeitrag pro Jahr: 30 % Förderung (ab dem Jahr 2029 sogar 35 % Förderung)
- Von 1.201 bis 1.800 €: 20 % Förderung
- Maximal 480 € Förderung pro Jahr
Kinderzulage
- 25 % pro Kind für einen Elternteil
- Bis zu 300 € pro Kind und Jahr
- Der Bonus kann ab einem Eigenbeitrag von 100 € pro Monat voll in Anspruch genommen werden
Berufseinsteiger-Bonus
- Einmalige Sonderprämie von 200 €, wenn du zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses unter 25 Jahre alt bist
Mindesteinzahlung
- Mindestens 120 € pro Jahr, um förderberechtigt zu sein
Die Grundzulage inklusive Berufseinsteiger-Bonus hat eine jährliche Mindestzahlung von 120 Euro in den eigenen Altersvorsorgevertrag (oder eine förderbare betriebliche Altersvorsorge nach § 82 Absatz 2 EStG) als Voraussetzung. Auch für mittelbar zulageberechtigte Ehegatinnen oder Ehegatten, ohne eigene Förderberechtigung gilt dieser Betrag, um die Grundzulage zu erhalten, die bei maximal 175 Euro liegt.
Hinweis: Beiträge und Zulageanspruch (Grundzulage und Kinderzulage) lassen sich weiterhin als Sonderausgaben in der Einkommenssteuererklärung geltend machen. Das Finanzamt führt automatisch eine Günstigerprüfung durch und untersucht, ob sich entweder die Zulage oder der Steuervorteil mehr für dich lohnt. Eine doppelte Förderung ist ausgeschlossen.
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Steuerfreie Erträge in der Ansparphase
Ein zentraler Vorteil des Altersvorsorgedepots sind die steuerfreien Kapitalgewinne während der gesamten Ansparphase.
Das wird voraussichtlich bedeuten:
- keine Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag, keine Vorabpauschale und keine Kirchensteuer
- keine Steuern auf Gewinne
- keine Steuern auf Umschichtungen
Dadurch kann der Zinseszinseffekt uneingeschränkt wirken. Erst in der Auszahlungsphase werden die Auszahlungen mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz besteuert.
Welche Wertpapiere sind für das Altersvorsorgedepot zugelassen?
Im Altersvorsorgedepot können nur die im Entwurf festgelegten Anlageformen genutzt werden:
Weitere oder spekulative Produkte sind im Entwurf nicht geregelt und daher wohl auch nicht zulässig. Somit dürften spekulative Anlagen wie Knock-out-Zertifikate, Optionsscheine, Optionen oder Kryptowährungen nicht erlaubt sein.
Anleger können beim Altersvorsorgedepot damit selbst entscheiden, in welche Wertpapiere oder Produkte sie investieren. Dies bietet Privatanlegern die Flexibilität, ihre Anlagestrategie nach ihren individuellen Zielen und ihrer Risikobereitschaft auszurichten. Da es keine Garantieverpflichtungen wie bei klassischen Rentenprodukten gibt, können Anleger die Renditechancen des Kapitalmarktes in vollem Umfang nutzen.
Wichtig: Vor jeder Geldanlage solltest du dir ausreichend finanzielles Wissen angeeignet haben. Besonders gut eignet sich der ETF-Guide dafür, der dir alles schnell und leicht verständlich erklärt.
Ein sinnvolles Depot für die Altersvorsorge
Kostendeckel, Standardprodukt und Garantieoptionen
Der Referentenentwurf enthält klare Vorgaben, um die private Altersvorsorge kostengünstiger und transparenter zu gestalten.
Kostendeckel
- Die Effektivkosten im Standardprodukt dürfen höchstens 1,5 % pro Jahr betragen.
Standarddepot (Sondervariante)
- Es muss von nahezu allen Anbietern verpflichtend angeboten werden. Ausnahme: Anbieter der Eigenheimrenten-Förderung.
- Anleger müssen nur eingreifen, wenn sie von den Standardeinstellungen abweichen möchten.
- 2 Fonds mit unterschiedlichem Risikoprofil zur Auswahl: renditeorientiert oder risikoarm
- Automatische Umschichtung in risikoarme Produkte zu Rentenbeginn
Garantieprodukte
- Hier sind Produkte mit 80 % oder 100 % Kapitalgarantie zu Beginn der Auszahlungsphase erlaubt.
- Diese Optionen können vor allem für sicherheitsorientierte Anleger interessant sein, was aber die Rendite schmälern kann.
Abschlusskosten und Anbieterwechsel
Der Gesetzgeber möchte Wechselbarrieren abbauen.
- Abschluss- und Vertriebskosten werden daher über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt.
- Bei einem Anbieterwechsel zahlst du nur die anteiligen Abschlusskosten bis zum Zeitpunkt des Wechsels.
- In den ersten fünf Jahren dürfen Anbieter eine Wechselgebühr erheben.
- Ein Regimewechsel, beispielsweise von Riester in das neue Altersvorsorgedepot, ist jederzeit möglich.
- Wechsel auch zu Beginn der Auszahlungsphase möglich.
Video-Tipp: Interview mit Sebastian Külps über Altersvorsorgedepot und Frühstart-Rente
In diesem Video spricht Sebastian Külps von Vanguard über die geplante Reform der privaten Altersvorsorge. Er geht dabei besonders auf das neue Altersvorsorgedepot und die Frühstart-Rente ein, deren Bedeutung für Anleger er einordnet. Zudem erläutert er, welche Maßnahmen Sparer bereits heute für ihre Altersvorsorge ergreifen können.
Welche Anbieter bieten das geförderte Altersvorsorgedepot an?
Folgende Anbieter dürfen das geförderte Depot zum offiziellen Start des Altersvorsorgedepots anbieten:
- Direktbanken
- Banken
- Versicherungen
- Fondsgesellschaften
- Wertpapierinstitute (Neobroker sowie Depotanbieter)
Wichtig: Achte bei der Auswahl deines Anbieters auf eine staatliche Zulassung und das dieser die gültigen Kosten- und Transparenzvorgaben einhält. Dadurch wird sichergestellt, dass dieser Altersvorsorgedepots anbieten darf.
Anleger, die sich bereits ein solides Finanzwissen angeeignet haben, können aber auch schon jetzt mit einem regulären Depot mit dem Wertpapiersparen beginnen. Dazu eignet sich am besten ein ETF-Sparplan, der bei vielen Brokern kostenlos abgeschlossen werden kann. Das so bis zum Start des Altersvorsorgedepots angesparte Vermögen kann dann in ein gefördertes Depot übertragen werden. Die besten Anbieter von ETF-Sparplänen haben wir in unserem ETF-Sparplan Vergleich ermittelt.
Die besten Anbieter von ETF-Sparplänen
Die folgende Tabelle zeigt dir die besten Anbieter von ETF-Sparplänen. Beginne noch heute mit dem Vermögensaufbau.
Wann kann ich über das eingezahlte Geld verfügen?
Der Zugriff auf das im Altersvorsorgedepot angesparte Geld erfolgt in der Auszahlungsphase, die dir große Freiheit bietet. Gewählt werden kann eine lebenslange Leibrente mit monatlichen Auszahlungen oder ein befristeter Auszahlungsplan.
Für den befristen Auszahlungsplan gilt:
- Der Beginn der Auszahlungsphase kann zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr frei gewählt werden
- Die Auszahlung erfolgt über einen Entnahmeplan und ist bis mindestens zum 85. Lebensjahr möglich
- Es gibt keine garantierte Zahlung bis zum Lebensende (Langlebigkeitsrisiko)
Standarddepot: In den Jahren vor Beginn der Auszahlungsphase wird das angesparte Kapital schrittweise in risikoärmere Fonds umgeschichtet, sofern du deinem Anbieter nicht mitteilst, dass du eine von dieser Voreinstellung abweichende Aufteilung wünschst.
Kapitalentnahme
Eine prämienunschädliche Entnahme für das Eigenheim ist möglich.
Eine jederzeitige Entnahme ist ebenfalls möglich, jedoch prämienschädlich. Das gilt in folgenden Fällen:
- Rückzahlung aller Zulagen
- Rückzahlung steuerlicher Vorteile
- Nachbesteuerung der Gewinne
In der Auszahlungsphase werden die Leistungen aus den Altersvorsorgeverträgen, wie bisher, mit dem individuellen Steuersatz gemäß § 22 Nr. 5 Einkommensteuergesetz (EStG) versteuert. In den meisten Fällen ist dieser geringer als während des Erwerbslebens.
Die Idee ist nicht neu: Bereits 2023 hatte sich die „Fokusgruppe private Altersvorsorge" unter Leitung von Dr. Florian Toncar (FDP), damaliger Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, intensiv mit der Frage beschäftigt, wie ein förderfähiges Altersvorsorgedepot ohne Garantievorgaben ausgestaltet werden kann. In vielen Ländern der Welt ist die kapitalgedeckte Altersvorsorge ohnehin seit Jahren etabliert. So profitieren Anleger in den USA vom 401(k)-Plan, der ähnliche Vorteile wie das geplante Altersvorsorgedepot bietet. Auch in Schweden, der Schweiz und den Niederlanden setzen die Rentensysteme stark auf Aktien, ETFs und Fonds, um langfristig stabile Renteneinkommen zu gewährleisten. Diese internationalen Modelle dienen als Vorbild für die Einführung des Altersvorsorgedepots in Deutschland.
Schon gewusst? Frühstart-Rente: Vorsorge ab dem 6. Lebensjahr.
Parallel zum Altersvorsorgedepot führt die Bundesregierung die Frühstart-Rente ein.
- Für jedes begünstigte Kind spart der Staat 10 € pro Monat in ein individuelles Frühstart-Depot.
- Dies gilt für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren.
- Es beginnt mit dem Jahrgang 2020, anschließend kommt jedes Jahr ein weiterer Jahrgang hinzu. Ab 2029 ist geplant, weitere Jahrgänge in die Förderung einzubeziehen.
- Bei Volljährigkeit wird das Frühstart-Depot automatisch in ein Altersvorsorgedepot übertragen.
- Kinder ohne eigenes Depot erhalten Anteile an einer kollektiven Anlage. Diese kann später mitsamt der Rendite in ein individuelles Depot übertragen werden.
Die Frühstart-Rente soll voraussichtlich gleichzeitig mit dem Altersvorsorgedepot ab dem 1. Januar 2027 starten, könnte aber auch schon 2026 beginnen.
Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Riester-Rente?
Die Riester-Rente, die es seit 2002 gibt, sollte ursprünglich eine ähnliche Funktion wie das Altersvorsorgedepot erfüllen, allerdings mit einem konservativeren Ansatz.
Aufgrund niedriger Garantiezinsen, hoher Verwaltungskosten und einer Kapitalgarantie der eingezahlten Beiträge, hat sich die Riester-Rente als wenig attraktiv erwiesen.
Eine modernere und flexiblere Alternative bietet das Altersvorsorgedepot, dass vor allem mit ETFs und Fonds auf renditestarke Kapitalmarktanlagen statt auf Garantiezinsen setzt und weniger bürokratisch ist. Trotz der rund 16 Millionen abgeschlossenen Riester-Verträge wird erwartet, dass das neue Altersvorsorgedepot die Riester-Rente schnell ablösen wird.
Vererbung des Altersvorsorgedepots
Das im Altersvorsorgedepot angesparte Kapital ist vererbbar:
- Prämienunschädlich: Wenn die Erben das Altersvorsorgedepot in einen eigenen geförderten Vorsorgevertrag übertragen.
- Prämienschädlich: Eine direkte Auszahlung des Kapitals.
Die Vererbung von nicht ausgezahltem Vermögen ist bei befristeten Auszahlungsplänen, die mindestens bis zum vollendeten Alter von 85 Jahren laufen oder verlängert wurden, möglich.
Vorteile des Altersvorsorgedepots
- Renditechancen: Staatlich geförderter Vermögensaufbau über ETFs, Fonds und Anleihen.
- Steuerfreiheit: Kapitalgewinne bleiben in der Ansparphase steuerfrei.
- Hohe Förderung: Bis zu 480 € Grundförderung plus Kinderzulagen und Bonus für Berufsanfänger unter 25 Jahren.
- Maximale Flexibilität: Freie Wahl des Rentenbeginns und förderunschädliche Entnahmen fürs Eigenheim.
- Verbraucherschutz: Gesetzlicher Kostendeckel und transparente Standardprodukte.
Nachteile des Altersvorsorgedepots
- Marktrisiko: Entwicklungen am Kapitalmarkt können zu Wertschwankungen führen.
- Steuerpflicht in der Auszahlphase: Auszahlungen erhöhen den steuerpflichtigen Anteil des Einkommens.
- Prämienschädliche Entnahmen: Sie sind jederzeit möglich, aber finanziell unattraktiv.
- Begrenzte Anlageauswahl: Es sind nur ETFs, Fonds und Anleihen zugelassen.
Neues Altersvorsorgedepot: 69 Prozent befürworten staatliche kapitalmarktnahe Altersvorsorge
Bereits in einer Umfrage der Postbank im August 2024 stießen die Pläne der Bundesregierung unter dem damaligen Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) für ein staatlich gefördertes Depot für die private Altersvorsorge auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. 58 Prozent der Erwerbstätigen hätten ein solches Depot zur Stärkung ihrer Altersvorsorge in Betracht gezogen. Auch wenn die Pläne durch das Ampel-Aus nicht realisiert wurden, kann auch das neue Altersvorsorgedepot dazu beitragen, die Aktienkultur in Deutschland nachhaltig zu stärken.
Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank aus dem Mai 2025 bestätigt diesen Trend: 69 Prozent der Befragten befürworten eine staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge, sofern das Geld in Aktien oder Fonds investiert wird. Unter den Personen, die bereits vorsorgen, liegt die Zustimmung sogar bei 79 Prozent. Dies unterstreicht die breite Akzeptanz kapitalmarktnaher Vorsorgelösungen.
Fazit: Das Altersvorsorgedepot ist eine sinnvolle Geldanlage
Das neue Altersvorsorgedepot schafft eine klare, einfache und renditestarke Alternative zu bisherigen Vorsorgeprodukten wie Riester oder Rürup. Steuerfreie Erträge, eine transparente Förderung, flexible Auszahlungsregeln, ein gesetzlicher Kostendeckel und die neue Frühstart-Rente machen es zu einer der attraktivsten staatlich geförderten Vorsorgeformen der letzten Jahrzehnte.
Der Startschuss soll am 01.01.2027 fallen – genug Zeit, um sich optimal darauf vorzubereiten, sich finanzielles Wissen anzueignen und passende Investmentstrategien zu entwickeln.
Derzeit sind noch nicht alle Rahmenbedingungen bekannt. Potenzielle Anleger sollten daher die Entwicklung in diesem Bereich aufmerksam verfolgen und die Angebote der Anbieter zu Beginn genau vergleichen. Wir werden die Entwicklung in diesem Bereich genau verfolgen. Am besten gleich unseren Newsletter abonnieren, um kein Update zu verpassen.
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