
Zu viel KI im S&P 500? So reduzierst du das Klumpenrisiko
Der S&P 500 wird immer stärker von KI- und Tech-Giganten dominiert. Dieser ETF kann das Klumpenrisiko deutlich reduzieren.
Für viele Anleger ist ein ETF auf den S&P 500 die erste Wahl, wenn es um ein breit diversifiziertes Investment in den US-Aktienmarkt geht. Doch die Zusammensetzung des Index hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert.
Eine aktuelle Analyse von Flossbach von Storch zeigt: Rund 45 Prozent der Marktkapitalisierung des S&P 500 stehen inzwischen direkt oder indirekt mit dem Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) in Verbindung. Verantwortlich dafür sind vor allem die großen Technologiekonzerne wie Nvidia (WKN: 918422) , Microsoft (WKN: 870747), Apple (WKN: 865985), Alphabet (WKN: A14Y6F), Amazon (WKN: 906866) und Meta (WKN: A1JWVX), deren Börsenwerte zuletzt massiv gestiegen sind. Auch Börsenneuling SpaceX könnte in den kommenden Jahren noch einen erheblichen Beitrag beisteuern.
Mit dem S&P 500 gehst du eine Wette ein
Das Problem: Der klassische S&P 500 ist nach Marktkapitalisierung gewichtet. Je größer ein Unternehmen wird, desto stärker beeinflusst es die Entwicklung des gesamten Index. Anleger investieren deshalb heute unbewusst deutlich stärker in wenige Tech- und KI-Giganten als noch vor einigen Jahren. Das ist also eine Wette auf eben jene Branche.
| Tipp: In den vergangenen Jahren hat sich neben KI der Fokus auch Richtung Verteidigung verschoben. In unserem DeepDive beleuchten wir das Investment-Thema Rüstung. |
Gleichzeitig zeigt die Flossbach-Analyse, dass sich in anderen Bereichen des S&P 500 durchaus attraktive Unternehmen finden. Industrie-, Gesundheits-, Finanz- oder Konsumwerte werden teilweise deutlich moderater bewertet und geraten angesichts des KI-Hypes etwas in den Hintergrund.
Die Alternative: Ein gleichgewichteter S&P 500
Wer das Klumpenrisiko reduzieren möchte, sollte sich einen Equal-Weight-ETF, also einen gleichgewichteten ETF, auf den S&P 500 ansehen. Bei dieser Indexvariante erhält jedes der 500 Unternehmen das gleiche Gewicht. Dadurch sinkt der Einfluss der größten Technologiewerte erheblich, während kleinere und mittelgroße Unternehmen stärker zur Geltung kommen. Das Ergebnis ist eine ausgewogenere Verteilung über alle Unternehmen und Sektoren hinweg.
Ein Equal-Weight-ETF eignet sich daher besonders für Anleger, die weiterhin auf den US-Aktienmarkt setzen möchten, ohne dabei automatisch eine immer größere Wette auf wenige KI- und Tech-Unternehmen einzugehen. Hier zeigen wir dir einen ETF, der genau so konzipiert ist:
Portfolio regelmäßig überprüfen Unabhängig davon, für welche Indexvariante du dich entscheidest: Ein regelmäßiger Blick auf die tatsächliche Zusammensetzung deines Depots lohnt sich. Gerade wenn einzelne Positionen oder Themen stark steigen, können ungewollte Klumpenrisiken entstehen.
Mit dem extraETF Portfolio Tracker behältst du dein ETF-Portfolio jederzeit im Blick. Das Tool zeigt dir unter anderem die regionale und sektorale Verteilung, die Gewichtung einzelner Positionen sowie Überschneidungen zwischen deinen ETFs. So erkennst du frühzeitig, wenn dein Depot zu stark von bestimmten Unternehmen, Branchen oder Anlagethemen – wie aktuell der KI- und Tech-Branche – abhängig wird und kannst dein Portfolio gezielt ausgewogener aufstellen.