
Diese ETF-Strategie schlägt den Markt seit Jahrzehnten und profitiert von KI-Hypes
KI-Boom, Krisen, Kurschaos: Warum Momentum-ETFs gerade jetzt spannend sind – und wie Anleger Trends systematisch nutzen können.
Die Finanzmärkte sind nervöser geworden. Geopolitische Konflikte, Handelsstreitigkeiten, abrupte politische Entscheidungen und immer schnellere Innovationszyklen sorgen für Unsicherheit. Vor allem im Technologie- und KI-Sektor überschlagen sich die Entwicklungen inzwischen in einem Tempo, das selbst Profis kaum noch zuverlässig prognostizieren können.
Für private Anleger stellt sich deshalb eine zentrale Frage: Wie investiert man erfolgreich in einer Welt, in der sich Trends immer schneller verändern? Eine mögliche Antwort lautet: Momentum. „Doch braucht es einen gut durchdachten, risikokontrollierten und vollständig systematischen Ansatz, der darauf ausgelegt ist, selbst in einem so turbulenten Marktumfeld wie heute zu bestehen“, sagt Steffen Fuchs, Senior Quantitative Portfolio Manager bei ODDO BHF AM.
Was steckt hinter Momentum?
Momentum beschreibt ein Phänomen, das an den Börsen seit Jahrzehnten beobachtet wird: Aktien, die zuletzt besonders stark gestiegen sind, steigen häufig weiter. Schwache Aktien hingegen bleiben oft Verlierer.
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„Ziel einer Momentum-Strategie ist es, diese Trends systematisch zu erkennen und auszunutzen, um eine bessere Wertentwicklung als der Gesamtmarkt zu erzielen“, erklärt Fuchs. Das Prinzip klingt simpel – funktioniert historisch betrachtet aber erstaunlich robust. Laut ODDO BHF AM gehören Momentum-Strategien zu den erfolgreichsten Faktoransätzen überhaupt.
„Momentum ist keine vorübergehende Anomalie, sondern seit über 150 Jahren ein beständiger Renditetreiber, der in unterschiedlichsten Marktphasen und -zyklen signifikanten Mehrwert geschaffen hat“, so Fuchs weiter. Besonders bemerkenswert: In den vergangenen 50 Jahren erzielten Momentum-Strategien laut ODDO BHF AM in jedem Jahrzehnt einen Zusatzertrag gegenüber dem MSCI World Index.
Warum Momentum gerade jetzt interessant ist
Der aktuelle KI-Boom liefert ein perfektes Beispiel dafür, wie Momentum funktioniert. Anleger strömten in den vergangenen Jahren massiv in wenige große Technologie- und KI-Aktien. Die Angst, den nächsten großen Gewinner zu verpassen, verstärkte die Kursbewegungen zusätzlich. „Solche blasenähnlichen Marktphasen erhöhen die Kursstreuung und schaffen ein günstiges Umfeld für Momentum-Strategien, die diese Verhaltensmuster systematisch ausnutzen, ohne selbst von den zugrunde liegenden emotionalen Faktoren beeinflusst zu werden“, erklärt Fuchs.
Genau darin liegt der Kern des Momentum-Effekts: Anleger handeln oft emotional. Sie reagieren zunächst zu langsam auf neue Entwicklungen und springen später überhastet auf Trends auf. Herdenverhalten, FOMO („Fear of Missing Out“) und Selbstüberschätzung sorgen dafür, dass Trends länger laufen als viele erwarten.
Regeln statt Bauchgefühl
Momentum-Strategien versuchen deshalb bewusst, Emotionen aus dem Investmentprozess herauszunehmen. „Unserer Ansicht nach sollte ein erstes einfaches Grundprinzip stets im Mittelpunkt eines jeden Momentum-Ansatzes stehen: Regeln vor Emotionen“, betont Fuchs.
Gerade in volatilen Marktphasen werde menschliches Verhalten häufig zum Problem. Anleger reagieren panisch auf Verluste, Analysten passen Prognosen zu langsam an und Investoren halten oft zu lange an alten Überzeugungen fest. Eine systematische Momentum-Strategie dagegen folgt festen Regeln und trifft Entscheidungen datenbasiert statt emotional. „Sie sollte vollständig systematisch sein und sich ausschließlich auf Daten stützen statt auf Narrative“, schreibt Fuchs. Für dich als Privatanleger sind daher Momentum-ETFs die erste Wahl, sofern du diese Strategie umsetzen möchtest.
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Momentum-ETFs als einfache Lösung für Privatanleger
Für private Anleger lässt sich Momentum heute unkompliziert über ETFs umsetzen. Sogenannte Momentum-ETFs investieren gezielt in Aktien mit besonders starker Kursentwicklung und passen ihre Zusammensetzung regelmäßig an.
Der Vorteil: Anleger müssen Trends nicht selbst identifizieren oder einzelne Gewinneraktien auswählen. Hier zeigen wir dir ein Investitionsbeispiel:
Allerdings gilt auch: Momentum kann zwischenzeitlich stärker schwanken als der breite Markt – insbesondere nach abrupten Trendwechseln. Umso wichtiger ist ein klarer Überblick über das eigene Portfolio.
Warum der extraETF Portfolio Tracker dabei helfen kann
Gerade bei Faktor-Strategien wie Momentum spielt Transparenz eine wichtige Rolle. Anleger sollten jederzeit wissen:
- wie stark einzelne Branchen gewichtet sind,
- ob sich Klumpenrisiken aufbauen,
- wie sich die ETF-Allokation entwickelt,
- und welche Positionen besonders stark laufen.
Der extraETF Portfolio Tracker unterstützt Anleger genau dabei. Nutzer können ihre ETFs zentral überwachen, die Entwicklung ihres Portfolios analysieren und Risikokonzentrationen frühzeitig erkennen.
Besonders hilfreich im Momentum-Kontext:
- automatische Performance-Auswertungen,
- detaillierte Portfolio-Analysen,
- Asset- und Länderallokationen,
- sowie die Übersicht über einzelne Faktor- und Themengewichtungen.
Denn auch bei Momentum gilt: Erfolgreiches Investieren funktioniert langfristig meist nicht über Emotionen – sondern über Disziplin, Struktur und einen klaren Überblick über das eigene Portfolio.