Vola-ETF: Absicherung, wenn der Sommer stürmisch wird
An den Börsen geht es langfristig immer nach oben – das zeigt die Statistik. Doch kurzfristig kann es immer mal ungemütlich werden. Dieser Vola-ETF wirkt wie Baldrian.
Die großen Notenbanken sagen „weiter so“, doch an den Märkten ist nach den jüngsten Hochs erst einmal wenig passiert. Wie es an den Aktienmärkten weitergeht, ist offen. Der viel zitierte Post-Corona-Boom scheint zu stottern. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die neue Virusvariante breitet sich aus und ist zumindest teilweise dazu geeignet, auch Geimpfte zu infizieren. Zwar machen die schwindenden Zahlen in Großbritannien und den Niederlanden Hoffnung, wo die Variante bereits auf eine Geimpfte-Bevölkerung trifft und nach einem rapiden Anstieg eine Stagnation zeigt, doch könnte der Herbst trotzdem ungemütlicher werden, als erwartet.
Da an der Börse die Zukunft gehandelt wird und die Märkte aktuell sehr sensibel auf neue Entwicklungen reagieren, können sich Anleger mit Absicherungs-Strategien auseinandersetzen.
Keine Dauerlösung: Vola-ETFs
Beispielsweise notiert die Volatilität, die ebenfalls in Form von Indizes abgebildet wird, aktuell in der Nähe ihrer Mehr-Monats-Tiefs. Volatilität meint die Schwankungsintensität von Wertpapieren, Indizes oder Rohstoffen. Wenn Aktien wie aktuell vor sich hindümpeln, ist die Volatilität gering. Kaum kommt es aber zu Kursverlusten, schnellt die Volatilität steil nach oben. Aus diesem Grund eignen sich Instrumente, welche die Volatilität abbilden, auch zur Absicherung von Aktiendepots. Wichtig ist dabei, dass Anleger keine zu großen Positionen eingehen und eine derartige Absicherungsposition nicht zu lange halten, da sonst die Gebühren zu stark ins Gewicht fallen.
Warum ein Vola-ETF dennoch gerade jetzt interessant sein könnte
Angesichts der aktuellen Ferienzeit und der Ruhe am Markt können sich Anleger den Lyxor S&P 500 VIX Futures Enhanced Roll UCITS ETF (WKN: LYX0PM) genauer ansehen. Das Instrument, das im Krisen-Jahr um 42 Prozent zulegen konnte, verlor 2021 bislang knapp 27 Prozent. Aktuell sind 121 Mio. Euro in den ETF investiert. Das smarte Instrument für erfahrene Anleger kostet jährlich 0,6 Prozent – eine Investition, die sich bei turbulenten Kursverläufen lohnen kann.
Autor Markus Jordan
Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber des Extra-Magazins sowie Betreiber des Anlegerportals extraETF.com. Mit über 30 Jahren Erfahrung ist er ein ausgewiesener Experte im Bereich Finanzen und Geldanlage mit Schwerpunkten auf ETFs, Robo-Advisors und digitale Bankdienstleistungen.
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