2. Juni 2026
WM 2026 - Goldman Sachs gibt Prognose ab

Goldman Sachs prognostiziert Spanien als Weltmeister der WM 2026

Goldman Sachs hat die Fußball-WM 2026 bereits 50.000 Mal simuliert. Das Ergebnis: Spanien ist der klare Favorit auf den Titel vor Frankreich und Argentinien. Deutschland zählt dagegen nur zum erweiterten Favoritenkreis und könnte bereits früh auf Frankreich treffen.

Wer gewinnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026? Während Fans und Buchmacher noch rätseln, hat Goldman Sachs bereits gerechnet. Die Investmentbank hat ihr traditionelles WM-Prognosemodell veröffentlicht und kommt zu einem klaren Ergebnis: Spanien ist der Top-Favorit auf den Titel bei der ersten Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften in den USA, Kanada und Mexiko.

So erstellt Goldman Sachs seine WM-2026-Prognose

Für die Prognose analysierte Goldman Sachs knapp 20.000 Pflichtspiele seit 1978. Grundlage des Modells sind sogenannte Elo-Ratings, die ursprünglich zur Bewertung von Schachspielern entwickelt wurden und heute als wichtiger Indikator für die Spielstärke von Nationalmannschaften gelten. Ergänzt werden diese durch Faktoren wie aktuelle Form, Offensivqualität, Heimvorteile, Klima- und Höhenunterschiede sowie historische Turniererfahrungen.

Anschließend simulierten die Analysten den kompletten Turnierverlauf 50.000 Mal, um die Wahrscheinlichkeiten für das Erreichen der einzelnen Runden und den Titelgewinn zu berechnen.

WM 2026: Spanien ist der Top-Favorit auf den Titel

Nach Berechnungen von Goldman Sachs besitzt Spanien eine Titelchance von 25,7 Prozent und liegt damit deutlich vor Frankreich und Titelverteidiger Argentinien.

Die wichtigsten Titelkandidaten laut Goldman Sachs:
Spanien 25,7 %
Frankreich 18,9 %
Argentinien 14,3 %
Brasilien 7,6 %
Niederlande 5,2 %
England 5,0 %
Portugal 4,8 %
Deutschland 4,5 %
Quelle: Goldman Sachs, World Cup 2026: Predictions, Probabilities, and Paths to Victory

Die hohe Bewertung Spaniens basiert vor allem auf dem aktuell besten Elo-Ranking aller Teilnehmer sowie einer außergewöhnlich starken Offensive. Frankreich verfügt ebenfalls über enorme individuelle Qualität, könnte jedoch bereits im Halbfinale auf Spanien treffen. Argentinien wird durch den sogenannten „Champion’s Slump“ belastet – einen statistischen Effekt, bei dem amtierende Weltmeister bei der folgenden WM häufig schlechter abschneiden als erwartet.

WM-Prognose für Deutschland: Nur Außenseiterchancen

Für die deutsche Nationalmannschaft sieht Goldman Sachs lediglich Außenseiterchancen. Mit einer Titelwahrscheinlichkeit von 4,5 Prozent gehört Deutschland zwar weiterhin zum erweiterten Favoritenkreis, profitiert laut Modell jedoch weder von einer besonders günstigen Auslosung noch von einer herausragenden Offensivstärke im Vergleich zu den Top-Nationen.

Erschwerend kommt hinzu, dass Deutschland bereits im Achtelfinale auf Frankreich treffen könnte. Goldman Sachs zählt die DFB-Elf deshalb zu den Verlierern der Auslosung.

WM 2026: Finale zwischen Spanien und Argentinien?

Besonders interessant ist der prognostizierte Turnierverlauf. In der wahrscheinlichsten Variante treffen Spanien und Argentinien im Finale aufeinander. Die Spanier würden sich dabei durchsetzen und nach 2010 ihren zweiten Weltmeistertitel gewinnen.

Goldman Sachs WM-Prognose 2026

Diese Halbfinal-Duelle erwartet Goldman Sachs

  • Spanien gegen Frankreich
  • Argentinien gegen Brasilien

Damit könnte es im Endspiel auch zu einem symbolischen Generationswechsel kommen: Lionel Messi, der während des Turniers 39 Jahre alt wird, gegen Spaniens Ausnahmetalent Lamine Yamal, der kurz vor dem Finale seinen 19. Geburtstag feiert.

Wie aussagekräftig sind solche WM-Prognosen?

Die Prognosen von Goldman Sachs sorgen seit Jahren für Aufmerksamkeit, weil sie zeigen, wie leistungsfähig datenbasierte Modelle inzwischen geworden sind. Die Autoren weisen jedoch selbst auf die Grenzen ihrer Analyse hin. Verletzungen, Trainerentscheidungen, individuelle Tagesformen oder Elfmeterschießen lassen sich nur schwer vorhersagen.

Ob Spanien tatsächlich Weltmeister wird, entscheidet sich während der Weltmeisterschaft vom 11. Juni bis 19. Juli 2026. Die statistischen Modelle von Goldman Sachs sprechen jedoch klar für die „La Roja“.