RWE erhält grünes Licht für 60 neue Windräder in der Nordsee
HAMBURG (dpa-AFX) - Der Energiekonzern RWE (Profil) darf zwei neue Windenergieanlagen nördlich der ostfriesischen Inseln bauen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erteilte die Genehmigung für insgesamt 60 Windräder, wie die Behörde in Hamburg mitteilte. Bau und Betrieb der beiden Offshore-Windparks des Nordseecluster B erfolgt durch eine zum RWE-Konzern gehörende Projektgesellschaft.
Die Standorte der beiden Windparks liegen rund 46 Kilometer von der Insel Borkum und etwa 34 Kilometer von der Insel Norderney entfernt. Der Baustart ist für Frühjahr 2027 vorgesehen, die geplante Inbetriebnahme der ersten Anlagen soll ab dem dritten Quartal 2028 beginnen. NC 3 umfasst 28 Anlagen, NC 4 weitere 32.
Die geplanten Anlagen haben laut BSH einen Rotordurchmesser von 236 Metern bei einer Gesamthöhe bis zur Rotorblattspitze von 263 Metern. Jede einzelne der Offshore-Windenergieanlagen kommt auf eine Leistung von 15 Megawatt. Zusammen kommen die beiden Windparks damit auf eine rechnerische Gesamtleistung von 900 Megawatt.
Norwegischer Staatsfonds als Investor an Bord
"Mit den Genehmigungen durch das BSH für das Nordseecluster B stehen nun die Ampeln auf Grün und wir können im kommenden Jahr mit der Errichtung auf See beginnen", sagte der Technikchef von RWE Offshore Wind, Tobias Keitel, laut Mitteilung. "Mit dem Nordseecluster treiben wir den Ausbau der Offshore-Windenergie weiter voran. Das ist ein gutes Signal für die Energiewende."
RWE hatte vor einem Jahr einen Teil der Projektgesellschaft verkauft und den norwegischen Staatsfonds als Investor an Bord geholt. Er hält nun 49 Prozent an der Projektgesellschaft. RWE behielt mit 51 Prozent die Mehrheit und die operative Führung für Bau und anschließenden Betrieb des Nordseeclusters.
Das Projekt Nordseecluster entsteht den Angaben zufolge in zwei Phasen: Die erste Ausbaustufe Nordseecluster A mit 660 Megawatt ist bereits im Bau und soll Anfang 2027 vollständig in Betrieb gehen, Nordseecluster B soll nun bis 2029 folgen. Dann soll die zweite Ausbaustufe komplett in Betrieb gehen. Zusammen sollen die Windparks des Nordseeclusters dann rund 6,5 Terawattstunden Strom pro Jahr erzeugen./fjo/DP/stw