28. April 2026

ROUNDUP: Spotify gewinnt trotz Preiserhöhungen weitere Nutzer - Aktie gibt nach

GÖTEBORG (dpa-AFX) - Der Streamingdienst Spotify (Profil) hat im ersten Quartal trotz Preiserhöhungen mehr Nutzer gewonnen als erwartet. Die Zahl der monatlich Aktiven stieg um zwölf Prozent auf 761 Millionen, wie die Schweden am Dienstag in Göteborg mitteilten. Die zahlenden Abonnenten legten um neun Prozent auf 293 Millionen zu. Anleger an der Börse hatten sich aber wohl mehr erhofft - zumindest bei den Aussichten für das zweite Quartal. Die Spotify-Aktie gab kurz nach Handelsstart in New York um 11 Prozent nach.

An der Wall Street herrscht weiterhin Skepsis, ob der Konzern eine überzeugende Strategie im Umgang mit KI hat. Zudem steht Spotify im Wettbewerb mit Technologieriesen wie YouTube, Amazon und Meta, auf deren Diensten Nutzer ebenfalls Musik, Bücher und Podcasts konsumieren können.

Spotifys Umsatz kletterte im abgelaufenen Quartal wie von Branchenexperten erwartet im Jahresvergleich um 8 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro. Der operative Gewinn toppte die Markterwartungen mit einem Anstieg um 40 Prozent auf 715 Millionen Euro. Der Überschuss verdreifachte sich sogar auf 721 Millionen Euro.

Für das laufende zweite Quartal rechnet Spotify mit einer Zunahme der aktiven Nutzer auf 778 Millionen - etwas mehr als am Markt erwartet. Für den operativen Gewinn peilt das Management 630 Millionen Euro an. Analysten hatten hier jedoch mehr auf dem Zettel.

Spotify hat sich längst von einer reinen Musikplattform zu einem breiten Audio- und Videoangebot entwickelt, darunter Hörbücher und Podcasts. Zuletzt schloss das Unternehmen eine Kooperation mit dem Fitnessgeräte-Hersteller Peloton (Profil).

Der Konzern setzt darauf, dass Kunden genug passende Inhalte finden, um höhere Preise zu akzeptieren. So erhöhte Spotify in den USA im Januar den Preis für Premium-Abos um acht Prozent auf 13 Dollar im Monat. Viele Hörer gelten als besonders treu, weil sie sich über Jahre individuelle Musik- und Audiobibliotheken aufgebaut haben und diese ungern aufgeben würden./err/stw/he