16. April 2026

AKTIEN IM FOKUS: Zulieferer besser als Autobauer - Analystenkommentare im Blick

FRANKFURT/PARIS/MAILAND (dpa-AFX) - Im europäischen Autosektor klafft die Schere am Donnerstag etwas auseinander zwischen Aktien der Hersteller und ihren Zulieferern. Während die vier deutschen Autobauer Mercedes-Benz (Profil), Porsche AG (Profil), Volkswagen (Profil) und BMW (Profil) zwischen 0,9 und 1,5 Prozent verloren, standen auf der Lieferantenseite vor allem die Papiere von Aumovio (Profil) mit vier Prozent auf der Gewinnerliste. In der Branche im Fokus standen generell unterschiedliche Analystenkommentare.

Aumovio wurde von der Bank of America nach einem Analystenwechsel weiterhin zum Kauf empfohlen. Der neu zuständige Experte Stephen Benhamou betonte darin den hohen 60-prozentigen Abschlag, mit dem die frühere Zuliefersparte von Continental (Profil) im Vergleich zu den Wettbewerbern bewertet werde. Die Aktie biete qualitativ hohes Wachstum, während die Bewertung eher Verzweiflung ausdrücke.

Dem gegenüber standen jedoch Abstufungen des Analysehauses Kepler Cheuvreux für den Sportwagenbauer Porsche AG, den Opel- und Peugeot-Mutterkonzern Stellantis (Profil) sowie den Nutzfahrzeugbauer Daimler Truck (Profil), dessen Papiere am Donnerstag auch 1,2 Prozent verloren.

Die Porsche AG stufte Michael Raab auf "Reduce" ab in der Erwartung, dass die Zuffenhausener für zwei bis drei Jahre in einer Übergangsphase stecken, während der Nahost-Krieg nun selbst beim 911er-Klientel für Gegenwind sorge. Auch bei Daimler Truck rät er fortan dazu, Aktienbestände zu reduzieren, weil Lkw-Bauer den Gegenwind des Nahost-Kriegs zuerst zu spüren bekommen sollten. Sie seien insofern eine Art Leitindikator für die globale Konjunktur./tih/ag/stk