ETF-News – extraETF – Alles über ETFs https://extraetf.com Geldanlage mit ETFs Tue, 16 Jun 2026 06:00:00 +0200 de-DE hourly 1 GN Publisher v1.0.8 https://wordpress.org/plugins/gn-publisher/ https://extraetf.com/assets/icons/icon-512x512.png ETF-News – extraETF – Alles über ETFs https://extraetf.com 32 32 So bekommst du auch nach der Dividenden-Saison noch Ausschüttungen https://extraetf.com/news/etf-news/so-bekommst-du-auch-nach-der-dividenden-saison-noch-ausschuettungen/ Tue, 16 Jun 2026 06:00:05 +0000 https://extraetf.com/?p=129099 Die Dividenden-Zahlungen haben einen Rekordwert erklommen. Erfahre, wie du nach der deutschen Dividenden-Saison weiter Kasse machst.

Die Dividenden-Zeit neigt sich in Deutschland dem Ende zu. Und es gibt gute Nachrichten: Im Jahr 2026 dürften die Dividenden im Dax auf ein neues Rekordhoch steigen. Berechnungen von Comdirect zufolge dürfte der deutsche Leitindex auf 54,8 Milliarden Euro kommen. Den Schlusspunkt wird dabei am 25. Juni schließlich Porsche (WKN: PAG911) setzen. Doch keine Angst: Das Thema Dividenden ist mit den richtigen ETFs nicht vorbei, sondern geht das ganze Jahr über.

Der Einfluss von Dividenden

Dividenden haben einen wesentlichen Anteil an der Gesamtrendite einer Aktienanlage, wie die Allianz Global Investors Dividendenstudie 2026 zeigt. Über den gesamten Zeitraum der vergangenen 40 Jahre wurde die annualisierte Gesamtrendite der Aktienanlage für den MSCI Europe zu gut 39 Prozent durch den Performance-Beitrag der Dividenden getragen. In Nordamerika (MSCI Nordamerika) bzw. Asien-Pazifik (MSCI Pazifik) wurde die Gesamtperformance zu rund 21 Prozent bzw. etwas mehr als 49 Prozent durch die Dividende bestimmt.

Tipp: Erfahre alles über globale Dividenden-ETFs.

So können dir Ausschüttungen helfen

Unternehmen neigen zudem zu einer stetigen, eher auf Anhebung orientierten Dividendenpolitik. Den allermeisten Unternehmen liegt viel daran, die Ausschüttungsquote zu erhöhen. Das zeigen auch die Auswertungen unseres Dividenden-DeepDive. Neben den reinen Erhöhungen können Ausschüttungen das entscheidende Zuckerl bei der Geldanlage sein: „Verhaltenspsychologisch bieten Dividendenstrategien ebenfalls einen Vorteil: Sie helfen, der Verlustaversion ein Schnippchen zu schlagen“, sagt Hans-Jörg Naumer, Autor der Dividendenstudie und Leiter Kapitalmarktanalyse bei AllianzGI. Daneben zeigt sich, dass Portfolios mit hohen Ausschüttungsquoten – auch Dividendenportfolios genannt – geringere Schwankungen aufweisen.

Tipp: Du möchtest dir ein Zusatzeinkommen schaffen? Dann schau dir jetzt gleich den Dividenden-DeepDive an.

Dafür eignen sich Ausschüttungen

Eine weitere wichtige Rolle nimmt die Dividende als zusätzliches Kapitaleinkommen ein. „In einer Zeitphase, in der die Menschen, vor allem in den Industriestaaten, immer älter werden, gesetzliche Rentenkassen unter dem Druck der Demographie stehen und immer weniger Erwerbstätige zur Verfügung stehen, sollte Arbeitseinkommen durch Kapitaleinkommen ergänzt werden,“ sagt Naumer. „Durch ihre stetige Entwicklung und ihren merklichen Anteil an der Gesamtrendite eigenen sich Dividenden, um ein zusätzliches Einkommen aus Kapital zu erzielen. Ein zusätzliches Kapitaleinkommen, dass dann etwa für die Ausbildung der Kinder, als zusätzliches Urlaubsgeld oder für die dritte Lebensphase genutzt werden kann.“ Zusätzlich zu den Dividendenausschüttungen können Anleger im Optimalfall auch von den Kurszugewinnen der Aktien profitieren.

Überblick behalten mit dem extraETF Portfolio Tracker

Behalte dir bei all den Ausschüttungen den Überblick. Dazu begleiten wird dich natürlich – und zwar mit dem extraETF Portfolio Tracker. Dieser macht sichtbar, was viele Anleger sonst übersehen: erwartete Dividenden, versteckte Klumpenrisiken und echte Branchengewichtungen. Gerade in einem Markt, der sich so stark verändert wie aktuell, kann dieser Blick entscheidend sein.

Doch was ist nach der Saison?

Eingangs haben wir bereits erwähnt, dass die Dividenden-Saison bereits für dieses Jahr im Ausklingen ist. Kommt dieser Beitrag also ein paar Monate zu spät? Nein, denn mit der richtigen Strategie kannst du dir ein monatliches Einkommen mit Dividenden schaffen. In USA ist es etwa üblich, das Unternehmen quartalsweise ausschütten. Schau dir also gleich unser Musterportfolio Jeden Monat Ausschüttungen, den Dividenden-DeepDive sowie unser Video an:

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KI und E-Autos: Mit diesen ETFs profitierst du vom explodierenden Strombedarf https://extraetf.com/news/etf-news/ki-und-e-autos-mit-diesen-etfs-profitierst-du-vom-explodierenden-strombedarf/ Mon, 15 Jun 2026 06:00:02 +0000 https://extraetf.com/?p=137003 KI-Rechenzentren und Elektroautos treiben den globalen Strombedarf auf neue Höchststände. Welche ETF-Themen Anleger jetzt im Blick haben sollten.

Der globale Energiebedarf befindet sich in einem strukturellen Aufwärtstrend. Anders als in früheren Jahrzehnten wird dieser Anstieg jedoch nicht primär durch Wirtschaftswachstum oder Industrialisierung verursacht. Stattdessen sorgen drei langfristige Entwicklungen für eine steigende Nachfrage nach elektrischer Energie: Die Elektrifizierung von Verkehr, Gebäuden und Industrie, der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren sowie die Energiewende mit einem immer höheren Anteil erneuerbarer Energien.

Für ETF-Anleger eröffnet dieser Wandel interessante Chancen. Denn viele Unternehmen, die von diesen Entwicklungen profitieren, sind über Themen-, Infrastruktur- oder Branchen-ETFs investierbar.

Strombedarf: Kurzfristige Krisen, langfristiger Wachstumstrend

Aktuell wird der Energiemarkt von geopolitischen Spannungen geprägt. Die Konflikte im Nahen Osten sowie der anhaltende Krieg in der Ukraine sorgen für Unsicherheit bei Energiepreisen und Lieferketten. Besonders die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Transportrouten für Öl und Gas weltweit, steht immer wieder im Fokus der Märkte.

Die Folgen sind höhere Energiepreise, steigende Transportkosten und eine erhöhte Unsicherheit für Unternehmen und Investoren. Dennoch bleibt der langfristige Trend intakt: Der Bedarf an Strom steigt unabhängig von kurzfristigen geopolitischen Entwicklungen weiter an. Tatsächlich könnte die aktuelle Lage den Ausbau von Energieinfrastruktur sogar beschleunigen. Viele Staaten wollen ihre Energieversorgung unabhängiger, widerstandsfähiger und langfristig günstiger gestalten.

Elektrifizierung macht Strom zum wichtigsten Energieträger

Die Elektrifizierung zählt zu den wichtigsten Wachstumstreibern des Energiebedarfs. Immer mehr Bereiche des täglichen Lebens und der Wirtschaft wechseln von fossilen Energieträgern zu elektrischen Lösungen.

Besonders sichtbar wird dieser Wandel im Verkehrssektor. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden in Deutschland zuletzt erstmals mehr Elektroautos als Benziner neu zugelassen. Gleichzeitig zeigt eine Umfrage von mobile.de, dass 43 Prozent der Befragten angesichts der aktuellen Kraftstoffpreise gerne auf ein Elektrofahrzeug umsteigen würden.

Tipp: Schau dir gleich unsere Themen-ETF-Seite an.

Doch die Entwicklung geht weit über die Mobilität hinaus. Auch Wärmepumpen ersetzen zunehmend Öl- und Gasheizungen. In der Industrie werden energieintensive Produktionsverfahren elektrifiziert. So ersetzen beispielsweise elektrische Lichtbogenöfen zunehmend klassische Hochöfen in der Stahlindustrie.

Für Anleger interessant sind dabei nicht nur Automobilhersteller. Auch Unternehmen aus den Bereichen Elektrotechnik, Automatisierung, Stromverteilung, Netztechnik und Kabelinfrastruktur profitieren von der steigenden Nachfrage nach elektrischer Energie.

KI-Rechenzentren werden zu den Stromverbrauchern der Zukunft

Ein weiterer Treiber ist die Digitalisierung. Insbesondere die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz sorgt für einen sprunghaften Anstieg des Bedarfs an Rechenleistung.

Moderne KI-Anwendungen benötigen enorme Rechenkapazitäten, die in spezialisierten Rechenzentren bereitgestellt werden. Diese Zentren verbrauchen nicht nur Strom für die Datenverarbeitung, sondern auch für die Kühlung der leistungsstarken Chips und Server.

Die Größenordnung wird anhand der Investitionen deutlich: Die fünf größten Hyperscaler der Welt könnten ihre Investitionen in KI-Infrastruktur laut DJE Kapital im laufenden Jahr auf mehr als 600 Milliarden US-Dollar steigern. Das entspräche einem Wachstum von rund 36 Prozent gegenüber 2025.

Tipp: Bei all den spannenden Themen-ETFs gilt es dennoch das breite Streuen nicht zu vernachlässigen. Erfahre jetzt mehr über das Investieren in Welt-ETFs.

Auch beim Stromverbrauch erwarten Experten einen kräftigen Anstieg. Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert, dass sich der globale Stromverbrauch von Rechenzentren zwischen 2024 und 2030 nahezu verdoppeln wird. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 15 Prozent.

Von dieser Entwicklung profitieren nicht nur Halbleiterhersteller wie Nvidia oder Broadcom. Auch Anbieter von Stromversorgungssystemen, Kühllösungen, Netzwerktechnik und Rechenzentrums-Infrastruktur dürften langfristig zu den Gewinnern zählen.

Für ETF-Anleger bieten sich hier beispielsweise Halbleiter-, KI- oder Digital-Infrastruktur-ETFs an.

Erneuerbare Energien benötigen Milliardeninvestitionen in die Netze

Parallel wächst der Anteil erneuerbarer Energien an der weltweiten Stromversorgung. Wind- und Solarenergie sind zentrale Bausteine der globalen Dekarbonisierung. Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) wird der Anteil erneuerbarer Energien an der globalen Stromerzeugung bis 2030 auf rund 50 Prozent steigen. Aktuell liegt dieser Anteil bei etwa 42 Prozent.

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien entstehen jedoch neue Herausforderungen. Strom wird häufig dort produziert, wo er nicht direkt benötigt wird – etwa in Offshore-Windparks oder großen Solarparks. Deshalb müssen Stromnetze massiv ausgebaut werden, um die Energie zuverlässig zu Verbrauchern und Industriezentren zu transportieren.

Darüber hinaus gewinnen Energiespeicher und intelligente Stromnetze zunehmend an Bedeutung. Sie helfen dabei, die schwankende Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen auszugleichen.

Für Anleger eröffnen sich dadurch Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Netzbetreibern über Kabelhersteller bis hin zu Infrastruktur- und Speichertechnologie-Anbietern.

Welche ETF-Segmente profitieren vom steigenden Strombedarf?

Anleger müssen nicht auf einzelne Unternehmen setzen, um von diesen Trends zu profitieren. Zahlreiche ETF-Kategorien bieten Zugang zu den wichtigsten Wachstumstreibern der kommenden Jahre:

Viele dieser ETFs investieren in Unternehmen, die von mehreren Trends gleichzeitig profitieren. So liefern beispielsweise Hersteller von Stromnetzinfrastruktur sowohl Lösungen für die Energiewende als auch für den Ausbau von Rechenzentren.

Mit dem extraETF Portfolio Tracker Zukunftstrends im Depot sichtbar machen

Viele Anleger sind bereits über breit gestreute ETFs in Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, Elektrifizierung oder Energiewende investiert – oft ohne dies im Detail zu wissen.

Der extraETF Portfolio Tracker schafft hier Transparenz. Anleger können ihre ETFs und Depots analysieren und erhalten einen detaillierten Überblick über die tatsächlichen Unternehmen und Branchen in ihrem Portfolio.

Besonders hilfreich ist dabei:

  • Analyse der ETF-Bestandteile: Anleger sehen, welche Unternehmen tatsächlich in ihren ETFs enthalten sind.
  • Branchen- und Regionenübersicht: Die Portfoliozusammensetzung wird übersichtlich dargestellt.
  • Erkennung von Klumpenrisiken: Mehrfachgewichtungen einzelner Unternehmen oder Branchen werden sichtbar.
  • ETF-Überschneidungsanalyse: Der Tracker zeigt, wenn verschiedene ETFs dieselben Unternehmen enthalten.
  • Zentrale Depotüberwachung: Alle Depots und Broker können an einem Ort zusammengeführt werden.

Gerade bei langfristigen Megatrends wie Elektrifizierung, KI und Energiewende hilft der Portfolio Tracker dabei, Chancen und Risiken im eigenen Depot besser zu verstehen.

Strom wird zum Megatrend der kommenden Jahre

Der steigende Energiebedarf gehört zu den wichtigsten strukturellen Wachstumsthemen der nächsten Jahrzehnte. Elektrifizierung, Künstliche Intelligenz und erneuerbare Energien sorgen dafür, dass Strom zunehmend zum Rückgrat moderner Volkswirtschaften wird.

Die Zahlen unterstreichen die Dynamik: Rechenzentren könnten ihren Stromverbrauch bis 2030 nahezu verdoppeln, die Investitionen in KI-Infrastruktur steigen auf über 600 Milliarden US-Dollar und erneuerbare Energien sollen bereits in wenigen Jahren die Hälfte der weltweiten Stromversorgung liefern.

Für ETF-Anleger ergeben sich daraus vielfältige Chancen – weit über klassische Energieunternehmen hinaus. Infrastruktur, Industrie, Digitalisierung und Technologie könnten zu den größten Gewinnern dieses Megatrends zählen. Wer sein Depot regelmäßig analysiert, kann frühzeitig erkennen, wie stark er bereits von diesen Entwicklungen profitiert. Der extraETF Portfolio Tracker bietet dafür die passende Transparenz.

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WM 2026: Warum deutsche Fans in Mexiko am meisten für ihr Geld bekommen https://extraetf.com/news/etf-news/wm-2026-warum-deutsche-fans-in-mexiko-am-meisten-fuer-ihr-geld-bekommen/ Sat, 13 Jun 2026 06:00:00 +0000 https://extraetf.com/?p=137068 USA, Kanada oder Mexiko? Eine Analyse zeigt, in welchem Gastgeberland die WM 2026 für deutsche Fußball-Fans am günstigsten wird.

Für die deutsche Fußballnationalmannschaft gilt es jetzt, in die KO-Runde vorzurücken. Die Chancen, den Pokal ins Land zu holen, schätzt Goldman Sachs mit 4,5 Prozent ein. Erfahre, wem sie den WM-Titel am ehesten zutrauen. Am 19. Juli werden wir erfahren, wer neuer Weltmeister ist. Klar ist jetzt schon: Erstmals findet das Turnier gleichzeitig in drei Ländern statt. Gastgeber sind damit USA, Kanada und Mexiko. Für deutsche Fans bedeutet das mehr Reisemöglichkeiten – aber auch erhebliche Unterschiede bei den Kosten.

Denn ob die WM-Reise das Budget sprengt, hängt nicht allein vom Flugticket ab. Wechselkurse, Hotelpreise, Mobilität, Verpflegung und sogar die Trinkgeldkultur können die Gesamtausgaben massiv beeinflussen. Genau das hat eine Analyse des Online-Brokers XTB untersucht. Das Ergebnis: Mexiko bietet deutschen Fans das mit Abstand beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Peso als entscheidender Vorteil bei der WM 2026

Ein wesentlicher Grund liegt im Wechselkurs. Während der Euro gegenüber dem US-Dollar und dem kanadischen Dollar zuletzt eher neutral bis leicht schwach notierte, profitieren Reisende in Mexiko von einer deutlich höheren Kaufkraft. Zu WM-Beginnt entspricht ein Euro rund 20,17 mexikanischen Peso. Dadurch werden viele alltägliche Ausgaben für europäische Besucher spürbar günstiger. Für XTB-Analyst Jens Klag ist das der entscheidende Hebel: „Der Peso ist aus Sicht deutscher Fans klar der größte Hebel.“ Nahezu alle täglichen Ausgaben seien dadurch günstiger als in den beiden nordamerikanischen Nachbarländern.

Flugpreise ähnlich, vor Ort zeigen sich die Unterschiede

Bei der Anreise liegen die Gastgeberländer noch relativ nah beieinander. Für Hin- und Rückflüge aus Deutschland müssen Fans typischerweise zwischen 550 und 950 Euro einplanen. Die eigentlichen Unterschiede zeigen sich jedoch erst vor Ort.

Tipp: WM 2026: Wer wirklich vom Fußball-Megaevent profitiert – und wer nicht.

Während der WM rechnen Experten bei Hotels und Ferienwohnungen mit Preisaufschlägen von 200 bis 300 Prozent gegenüber dem Normalniveau. Besonders teuer dürfte es in Metropolen wie New York, Los Angeles, Toronto oder Vancouver werden. Mexiko bleibt dagegen selbst während des Turniers vergleichsweise erschwinglich.

Mobilität: Die USA punkten mit Infrastruktur

Bei der Mobilität haben die USA einen Vorteil. Das dichte Netz an Inlandsflügen erleichtert es Fans, mehrere Spielorte miteinander zu kombinieren. Flüge zwischen den Austragungsorten kosten laut XTB im Schnitt 300 bis 400 US-Dollar, umgerechnet rund 250 bis 340 Euro pro Strecke. Hinzu kommen vergleichsweise günstige Kraftstoffpreise von lediglich 0,77 bis 0,85 Euro pro Liter.

In Kanada und Mexiko ist das Flugnetz weniger engmaschig. Dafür punktet insbesondere Mexiko mit günstigen Mietwagenpreisen. Fahrzeuge kosten dort inklusive Versicherung häufig nur 17 bis 45 Euro pro Tag, während in den USA und Kanada durchschnittlich 50 bis 68 Euro fällig werden.

Tipp: Sportlich ist die WM das Ereignis des Jahres, an der Börse ist es der Börsengang von SpaceX. Erfahre mehr darüber: Der größte Börsengang aller Zeiten: Warum SpaceX bald in ETFs landet.

Klag fasst den Unterschied so zusammen: „Mexiko bietet den günstigsten Einstieg und Alltag, die USA haben die teuerste Mobilität an der Küste, aber dafür dank günstiger Flüge die besten Inlands-Optionen.“

Essen, Bier und Trinkgeld summieren sich

Besonders deutlich werden die Preisunterschiede bei den täglichen Ausgaben. Restaurants, Bars und Streetfood sind in Mexiko spürbar günstiger als in den USA oder Kanada. Das gilt auch für Getränke. Für einen halben Liter Bier vom Fass zahlen Besucher in Mexiko häufig lediglich 1,25 bis 2,50 Euro, während in den USA und Kanada rund fünf Euro üblich sind.

Für XTB-Analyst Jens Klag ist deshalb klar: „Beim täglichen Konsum ist Mexiko den USA und Kanada klar überlegen.“ Das gelte gleichermaßen für Restaurants, Bars und Streetfood-Angebote.

Hinzu kommt die Trinkgeldkultur. Während in den USA und Kanada Trinkgelder von 15 bis 20 Prozent vielerorts als selbstverständlich gelten, sind in Mexiko rund zehn Prozent üblich. Gerade bei längeren Aufenthalten kann das die Reisekasse spürbar entlasten.

Kostenvergleich pro Tag und einzelner Person bei der WM 2026

KategorieUSAKanadaMexiko
Unterkunftca. 220 bis 350 Euroca. 180 bis 300 Euroca. 80 bis 150 Euro
Essen und Trinkenca. 70 bis 110 Euroca. 60 bis 90 Euroca. 30 bis 50 Euro
Mobilitätca. 40 bis 70 Euroca. 30 bis 50 Euroca. 15 bis 30 Euro
Trinkgeldca. 15 bis 25 Euroca. 12 bis 20 Euroca. 5 bis 10 Euro
Gesamt (pro Tag)ca. 345 bis 555 Euroca. 280 bis 460 Euroca. 130 bis 240 Euro
Quelle: XTB

Mexiko ist der Preis-Leistungs-Sieger der WM 2026

Unter dem Strich ergibt sich ein eindeutiges Bild. Mexiko bietet deutschen Fans die höchste Kaufkraft, die günstigsten Unterkünfte und die niedrigsten Alltagskosten. Kanada landet im Mittelfeld, während die USA insbesondere in den großen Küstenstädten die teuerste Option darstellen. Für Fans mit mehreren Stadionbesuchen hat Klag deshalb einen konkreten Rat: „Ein sinnvoller Ansatz ist es, den Großteil der Zeit in Mexiko zu verbringen und gezielt einzelne Spiele in den USA oder Kanada zu besuchen.“

Tipp: Ähnlich wie bei der Aufteilung der WM-Spiele sind auch in den Weltindizes die USA stark vertreten. Prüfe jetzt mit dem extraETF Portfolio Tracker deinen US-Anteil.

Allerdings könnte die Rechnung bis zum Turnier noch beeinflusst werden. Steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen verteuern Flüge, Transporte und touristische Dienstleistungen weltweit. Für Reisende bleibt eine frühzeitige Planung daher entscheidend. Wie Klag betont, seien geopolitische Entwicklungen ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor, da sie die gesamte Reisekette vom Flugticket bis zum Restaurantbesuch beeinflussen können.

Wer die WM 2026 live erleben und dabei möglichst viel Fußball für sein Geld bekommen möchte, dürfte nach den Ergebnissen der Analyse vor allem in Mexiko die besten Bedingungen vorfinden.

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Trade Republic erhöht nach EZB-Entscheidung die Zinsen auf 2,25 Prozent https://extraetf.com/news/etf-news/trade-republic-erhoeht-nach-ezb-entscheidung-die-zinsen-auf-225-prozent/ Fri, 12 Jun 2026 05:48:04 +0000 https://extraetf.com/?p=137148 EZB erhöht die Zinsen: Trade Republic gibt die Anhebung auf 2,25 Prozent weiter. Doch Chase und Norisbank locken aktuell mit deutlich mehr.

Trade Republic gibt die jüngste Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) erneut direkt an seine Kunden weiter. Ab dem 17. Juni steigt die Verzinsung des nicht investierten Guthabens von 2,0 auf 2,25 Prozent pro Jahr. Hintergrund ist die Anhebung des EZB-Einlagenzinses um 0,25 Prozentpunkte – die erste Zinserhöhung seit 2023.

Für viele Anleger klingt das zunächst nach einer guten Nachricht. Doch ein Blick auf den aktuellen Tagesgeldmarkt zeigt: Die attraktivsten Angebote liegen inzwischen deutlich höher.

Trade Republic bleibt seinem Prinzip bei Zinsen treu

Die Nachricht von Trade Republic folgt einem bekannten Muster. Der Broker orientiert sich bei der Verzinsung seines Cash-Guthabens direkt am EZB-Einlagenzins und passt die Konditionen entsprechend an. Für Bestandskunden ist das positiv: Es gibt keine zeitliche Befristung, keine Neukundenaktion und keine komplizierten Bedingungen. Wer Geld auf dem Verrechnungskonto liegen lässt, profitiert automatisch vom höheren EZB-Zins.

Tipp: Hier geht es zum Depot-Testbericht von Trade Republic.

Übrigens: Revolut hat prompt nachgezogen und zahlt ab 17. Juni ebenfalls 2,25 Prozent für Tagesgeld.

Chase und Norisbank sorgen für neuen Wettbewerb

Während Trade Republic den EZB-Zins weiterreicht, hat sich am Tagesgeldmarkt zuletzt ein echter Wettbewerb entwickelt. Erst vor wenigen Wochen startete die neue deutsche Direktbank Chase von J.P. Morgan mit einem Tagesgeldangebot von 4,0 Prozent pro Jahr für Neukunden. Die Aktion gilt für vier Monate und katapultierte die Bank direkt an die Spitze vieler Tagesgeldvergleiche. J.P. Morgan mit Spitzenzins: Chase startet mit vier Prozent auf Tagesgeld.

Kurz darauf konterte die Norisbank mit ebenfalls 4,0 Prozent Zinsen, allerdings über einen längeren Zeitraum von sechs Monaten und zusätzlich mit einer Wechselprämie für Neukunden.

Tipp: Tagesgeld bietet sich zum Geldparken an. Schau dir gleich unseren Tagesgeld-Vergleich an.

Was bedeutet das für Anleger?

Die entscheidende Frage lautet nicht, welcher Anbieter aktuell den höchsten Zinssatz bewirbt, sondern wie viel Aufwand Anleger betreiben möchten.

Trade Republic eignet sich vor allem für Anleger, die eine einfache Lösung bevorzugen. Das Guthaben liegt ohnehin beim Broker, die Verzinsung erfolgt automatisch und orientiert sich am EZB-Zins. Wer Liquidität für den nächsten ETF-Kauf oder den Sparplan vorhält, erhält nun wieder 2,25 Prozent ohne weiteres Zutun.

Tagesgeld-Aktionen wie bei Chase oder Norisbank bieten dagegen höhere Renditen, verlangen aber mehr Aufmerksamkeit. Die Spitzenzinsen gelten nur für einen begrenzten Zeitraum. Danach fallen die Konditionen häufig deutlich niedriger aus. Bei Chase liegt der anschließende Standardzins aktuell bei 2,0 Prozent, bei der Norisbank sinkt die Verzinsung nach Ablauf der Aktion sogar deutlich stärker. Somit liegt das Angebot auf lange Sicht darüber.

Ein Signal für die gesamte Branche

Bemerkenswert ist vor allem das Timing. Noch vor wenigen Wochen hatten viele Marktbeobachter mit weiter sinkenden Sparzinsen gerechnet. Stattdessen hebt die EZB den Einlagenzins wieder an, während gleichzeitig neue Anbieter wie Chase mit aggressiven Neukundenangeboten in den Markt drängen.

Für Sparer ist das eine erfreuliche Entwicklung: Der Wettbewerb um Einlagen nimmt wieder Fahrt auf. Die Erhöhung bei Trade Republic zeigt zwar, dass sich auch Broker-Kunden über höhere Zinsen freuen können. Die eigentliche Dynamik spielt sich derzeit jedoch im Tagesgeldmarkt ab – und dort setzen Chase und Norisbank aktuell die Maßstäbe.

Die Anhebung auf 2,25 Prozent macht Trade Republic wieder etwas attraktiver. Wer jedoch bereit ist, für einige Monate das Konto zu wechseln oder zusätzliche Tagesgeldkonten zu nutzen, findet aktuell Angebote mit bis zu 4,0 Prozent Zinsen und damit nahezu der doppelten Rendite.

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WM 2026: Wer wirklich vom Fußball-Megaevent profitiert – und wer nicht https://extraetf.com/news/etf-news/wm-2026-wer-wirklich-vom-fussball-megaevent-profitiert-und-wer-nicht/ Thu, 11 Jun 2026 06:00:00 +0000 https://extraetf.com/?p=137012 Die WM 2026 soll weltweit 40,9 Milliarden US-Dollar Wirtschaftskraft schaffen. Warum Anleger dennoch nicht auf die Gastgeberländer wetten sollten.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko beginnt. Es ist das größte Turnier der Fifa-Geschichte. Mit 48 Nationalmannschaften, 104 Spielen und 16 Austragungsorten erreicht die WM eine neue Dimension. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die wirtschaftlichen Auswirkungen. Geht es nach Goldman Sachs, heißt der neue Weltmeister Spanien.

Nach Berechnungen des von der Fifa beauftragten Beratungsunternehmens OpenEconomics könnte die WM 2026 weltweit zusätzliche Wirtschaftsimpulse von rund 40,9 Milliarden US-Dollar auslösen und etwa 824.000 Arbeitsplätze schaffen. Auf diese Zahlen verweist die Saxo Bank in einer Analyse zu den wirtschaftlichen Folgen des Turniers. Doch wie viel davon kommt tatsächlich bei den Gastgeberländern an – und was bedeutet das für Anleger?

WM mit Milliarden-Effekten mit überschaubarer Wirkung

Den größten Anteil am wirtschaftlichen Nutzen dürften die USA verbuchen. Schließlich werden dort 78 der insgesamt 104 Spiele ausgetragen. Die Analysten der Saxo Bank schätzen, dass die Weltmeisterschaft die amerikanische Wirtschaftsleistung um rund 17 Milliarden US-Dollar erhöhen könnte.

So beeindruckend diese Summe klingt: Gemessen an der Größe der US-Wirtschaft entspricht sie weniger als 0,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Genau hier setzt die Analyse von Natixis Corporate & Investment Banking an. Die Experten weisen darauf hin, dass selbst Sportgroßereignisse dieser Größenordnung in entwickelten Volkswirtschaften meist keinen nachhaltigen Wachstumsschub auslösen.

Tipp: Sportlich ist die WM das Ereignis des Jahres, an der Börse ist es der Börsengang von SpaceX. Erfahre mehr darüber: Der größte Börsengang aller Zeiten: Warum SpaceX bald in ETFs landet.

Ökonom Victor Matheson, der zahlreiche Studien zu Mega-Events verfasst hat, fasst es prägnant zusammen: „Vorsicht vor Ökonomen, die mit Berichten über großartige Nutzeneffekte von Mega-Events aufwarten.“ Nachträgliche Analysen würden regelmäßig zeigen, dass die tatsächlichen Effekte nur einen Bruchteil der Versprechen ausmachen – häufig seien sie statistisch nicht von null zu unterscheiden.

Die positiven Effekte konzentrieren sich vor allem auf einzelne Regionen und Branchen und sind häufig nur von kurzer Dauer.

Hotels, Airlines und Medien als Gewinner

Von einer Fußball-Weltmeisterschaft profitieren traditionell nicht alle Unternehmen gleichermaßen. Zu den größten Gewinnern zählen vor allem Hotels, Fluggesellschaften, Restaurants, Freizeitunternehmen und Medienkonzerne.

Während des Turniers sorgen Millionen Besucher für höhere Auslastungen und steigende Umsätze. Nach Einschätzung von Natixis profitieren insbesondere die Austragungsstädte von zusätzlichen Einnahmen im Tourismus- und Dienstleistungssektor.

Tipp: Du interessierst dich für das Investieren auf Basis bestimmter Themen? Dann schau dir gleich unsere Themen-ETF-Seite an.

Auch Sponsoren und Medienunternehmen gehören regelmäßig zu den Gewinnern großer Sportveranstaltungen. Die globale Aufmerksamkeit bietet Unternehmen eine einzigartige Plattform, um ihre Marken weltweit zu präsentieren.

Warum viele Prognosen zu optimistisch ausfallen

Trotz der beeindruckenden Zahlen betrachten viele Ökonomen die wirtschaftlichen Auswirkungen von Weltmeisterschaften mit Skepsis.

Ein Grund sind sogenannte Verlagerungseffekte. Wer Geld für Tickets, Reisen oder Fanartikel ausgibt, verzichtet häufig auf andere Konsumausgaben. Dadurch entsteht oft weniger zusätzliche Wertschöpfung als zunächst angenommen.

Hinzu kommt, dass ein Teil der Einnahmen an internationale Verbände, Sponsoren oder Unternehmen außerhalb der Gastgeberländer fließt. Natixis kommt deshalb zu dem Schluss, dass die langfristigen wirtschaftlichen Vorteile häufig überschätzt werden.

Was bedeutet das für ETF-Anleger?

Für Anleger ergibt sich daraus eine wichtige Erkenntnis: Die WM 2026 ist kein Investmentthema für sich. Die wirtschaftlichen Effekte sind zu klein, um die Aktienmärkte der Gastgeberländer dauerhaft zu beeinflussen.

Interessanter sind die langfristigen Trends hinter dem Turnier. Die globale Sportindustrie wächst seit Jahren, während Tourismus, Medien und Unterhaltung von einer steigenden internationalen Nachfrage profitieren. Viele der Unternehmen, die von diesen Entwicklungen profitieren, finden sich bereits in breit gestreuten ETFs auf den MSCI World oder den FTSE All-World. Vergiss den MSCI World? Warum Finanztip jetzt einen anderen Welt-ETF empfiehlt.

Tipp: Ähnlich wie bei der Aufteilung der WM-Spiele sind auch in den Weltindizes die USA stark vertreten. Prüfe jetzt mit dem extraETF Portfolio Tracker deinen US-Anteil.

Wer wissen möchte, wie stark das eigene Depot beispielsweise von den USA oder bestimmten Branchen wie Konsum, Medien oder Freizeit abhängig ist, kann dies mit dem extraETF Portfolio Tracker analysieren. Das Tool macht die regionale und sektorale Verteilung des Portfolios transparent und hilft Anlegern dabei, ihre Diversifikation im Blick zu behalten.

Gerade bei medial stark beachteten Ereignissen wie einer Fußball-Weltmeisterschaft zeigt sich, wie wichtig eine langfristige Perspektive ist. Statt auf kurzfristige Schlagzeilen zu reagieren, sollten Anleger regelmäßig überprüfen, ob ihre Vermögensaufteilung noch zur eigenen Strategie passt.

Der extraETF Portfolio Tracker unterstützt dabei mit detaillierten Auswertungen zu Ländern, Branchen und einzelnen Positionen. So erkennen Anleger auf einen Blick, wie ihr Vermögen verteilt ist und welche Regionen oder Wirtschaftssektoren das Depot besonders stark beeinflussen.

WM sorgt nicht für wesentliche wirtschaftliche Impulse

Die Fußball-WM 2026 dürfte wirtschaftlich neue Rekorde aufstellen. Nach Berechnungen von OpenEconomics könnten weltweit rund 40,9 Milliarden US-Dollar zusätzliche Wirtschaftsleistung entstehen und mehr als 824.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Sowohl die Analysen der Saxo Bank als auch von Natixis kommen jedoch zu einem ähnlichen Ergebnis: Die langfristigen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften der Gastgeberländer bleiben begrenzt.

Für ETF-Anleger sind daher weniger die Gastgeberländer interessant als die langfristigen Trends in den Bereichen Konsum, Medien, Tourismus und Sportwirtschaft. Wer breit diversifiziert investiert und sein Depot regelmäßig analysiert, ist für solche Entwicklungen bereits gut aufgestellt.

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Der größte Börsengang aller Zeiten: Warum SpaceX bald in ETFs landet https://extraetf.com/news/etf-news/spacex-geht-an-die-boerse-was-der-groesste-ipo-aller-zeiten-fuer-anleger-bedeutet/ Tue, 09 Jun 2026 06:00:26 +0000 https://extraetf.com/?p=137021 Rekord-IPO, Milliarden-Zuflüsse und schnelle Indexaufnahme: Was der Mega-Börsengang von SpaceX für dich als ETF-Anleger bedeutet.

Der 12. Juni wird Börsengeschichte schreiben. Mit SpaceX wagt eines der wertvollsten privaten Unternehmen der Welt den Schritt an die Börse. Die Bewertung des von Elon Musk gegründeten Raumfahrt- und Satellitenkonzerns wird auf 1,75 Billionen US-Dollar geschätzt. Zum Vergleich: Der bisher größte Börsengang war 2019 Saudi Aramco mit 29 Milliarden US-Dollar.

„Mit sinkenden Startkosten von Weltraummissionen und zunehmender Nutzung von Satelliten entwickelt sich der Raumfahrtssektor zu einem immer wichtigeren langfristigen Anlagethema“, sagt Omar Moufti, Produktstratege für Themen- und Sektorstrategien bei Blackrock. Wobei die Sektorbeschreibung „Weltraum“ greift im Fall von SpaceX zu kurz: Jüngst wurde außerdem bekannt, dass Google bis 2029 Rechenleistung für Künstliche Intelligenz (KI) anmieten wird. Monatsmiete: 920 Millionen US-Dollar. SpaceX ist auf Anhieb eines der wertvollsten börsennotierten Unternehmen weltweit – und der größte Börsengang aller Zeiten. Der geringe Streubesitz wird jedoch auf das Gewicht in den großen Indizes drücken.

Für Anleger ist der IPO gleich aus mehreren Gründen bemerkenswert. Neben institutionellen Investoren konnten über ausgewählte Broker auch deutsche Privatanleger Zeichnungsaufträge platzieren und damit an einem der begehrtesten Börsengänge der vergangenen Jahre teilnehmen. 

Doch die eigentliche Geschichte beginnt möglicherweise erst nach dem Börsengang. Denn aufgrund seiner Größe wird SpaceX schneller als nahezu jeder andere Börsenneuling in die wichtigsten Aktienindizes aufgenommen werden – mit direkten Auswirkungen auf Milliarden von ETF-Geldern und damit auch für dich als ETF-Anhänger.

Warum SpaceX ein Sonderfall ist

SpaceX hat sich längst vom Raketenhersteller zu einem globalen Technologiekonzern entwickelt. Neben den wiederverwendbaren Trägerraketen sorgt insbesondere das Satelliteninternet Starlink für hohe Wachstumsfantasie bei Investoren. Mit einer Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar würde SpaceX unmittelbar zu den größten Unternehmen der Welt gehören. Und die Zahlen sind auch sonst beeindruckend: „Laut Unternehmensangaben erzielte SpaceX im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 18,7 Milliarden US-Dollar. Das globale Satelliteninternetnetzwerk Starlink machte dabei mehr als 60 Prozent des Umsatzes aus und generierte über vier Milliarden US-Dollar operativen Gewinn“, berichtet Ben Ritchie, Head of Developed Market Equities bei Aberdeen Investments.

Anders als viele prominente Börsengänge verfüge SpaceX über ein skalierbares Geschäftsmodell mit globaler Reichweite und klar nachvollziehbaren Umsätzen. Das Unternehmen entwickele seine Raketen selbst, bringe eigene Satelliten ins All und verdiene anschließend mit deren Nutzung – etwa über das Satelliteninternet Starlink. „Diese enge Verzahnung von Entwicklung, Operation und Vermarktung macht das Geschäftsmodell besonders und sorgt zugleich für laufende Einnahmen“, stellt Ritchie fest.

Tipp: Hier haben wir für dich alles zusammengefasst: SpaceX-IPO 2026: Alle Details zum historischen Börsengang.

„Gemessen am Börsenwert würde SpaceX direkt zu den größten Unternehmen des Nasdaq-100 gehören – hinter Nvidia (WKN: 918422), Apple (WKN: 865985), Microsoft (WKN: 870747) und Amazon (WKN: 906866)“, sagt Claus Hecher, Leiter ETF-Vertrieb für Deutschland, Österreich, die Schweiz und die skandinavischen Länder bei BNP Paribas Asset Management. Genau diese Dimension macht den Börsengang so außergewöhnlich. Während viele Unternehmen Monate oder sogar Jahre auf die Aufnahme in wichtige Indizes warten müssen, greifen bei SpaceX beschleunigte Aufnahmeverfahren.

Wann wird SpaceX in die großen Indizes aufgenommen?

Mehrere Indexanbieter verfügen über sogenannte Fast-Entry-Regeln für außergewöhnlich große Börsenneulinge. Gemeint ist damit ein beschleunigter Zugang. Dadurch wird SpaceX bereits wenige Tage nach dem Börsengang Bestandteil wichtiger Indizes und damit auch entsprechender ETFs werden.

Voraussichtlicher Zeitplan für die Indexaufnahme von SpaceX

IndexZeitraum nach BörsengangAufnahmeverfahren
FTSE All World5 HandelstageFast Entry
MSCI World10 HandelstageFast Entry
MSCI ACWI10 HandelstageFast Entry
Nasdaq-10015 HandelstageFast Entry
S&P 50012 Monate (Frühestens nach 6 Monaten)Reguläres Verfahren
Quelle: UBS Asset Management, FTSE Russell, MSCI, Nasdaq, S&P DJI

Für ETF-Anleger ist dieser Zeitplan besonders relevant. Denn die Aufnahme in einen Index bedeutet unmittelbar die Aufnahme in die entsprechenden ETFs. „Da ein ETF immer exakt den Index abbilden muss, erfolgt die Aufnahme in die ETFs unmittelbar mit der Indexaufnahme. Andernfalls hätten die Fonds das Risiko einer Performanceabweichung“, erklärt Hecher. Sobald SpaceX also in den MSCI World, den FTSE All World oder den Nasdaq-100 aufgenommen wird, müssen die jeweiligen ETF-Anbieter die Aktie kaufen. Und das dauert damit nur noch wenige Tage. Erfahre mehr zum Thema: Indexregeln bei IPOs: Wann kommt eine neue Aktie in den ETF?

Die „Lex SpaceX“ im Nasdaq-100

Besonders spannend ist die Situation beim Nasdaq-100. Um die außergewöhnliche Größe von SpaceX zu berücksichtigen, hat Nasdaq seine Regeln angepasst. Durch die beschleunigte Aufnahme-Regelung kann SpaceX bereits nach 15 Handelstagen in den Nasdaq-100 aufgenommen werden. Gleichzeitig wird die Gewichtung der Aktie zunächst begrenzt.

Statt die gesamte Marktkapitalisierung zu berücksichtigen, wird das Gewicht von SpaceX auf das Dreifache des frei handelbaren Streubesitzes begrenzt. Hintergrund ist, dass Elon Musk und andere Altaktionäre nach dem Börsengang weiterhin den Großteil der Anteile halten werden. Ohne diese Anpassung würde SpaceX aufgrund seiner Bewertung auf Anhieb zu den Schwergewichten des Index zählen.

Wie stark wird SpaceX in den Indizes vertreten sein?

Trotz der enormen Bewertung fällt die anfängliche Gewichtung in den meisten Weltindizes überraschend gering aus. Der Grund dafür ist der geringe Streubesitz.

Erwartetes Gewicht von SpaceX in den großen Indizes

IndexStart-GewichtAnmerkungen
FTSE All World< 0,1 %Gewichtung nach Streubesitz
MSCI Worldca. 0,1 %Gewichtung nach Streubesitz (gemäß Regelwert seit 2007)
MSCI ACWI< 0,1 %Gewichtung nach Streubesitz (gemäß Regelwert seit 2007)
Nasdaq-100ca. 0,1 %Gewichtung mit dreifachem Streubesitz
Quelle: Christian Röhl

Die Tabelle zeigt deutlich: Während der Einfluss auf globale Welt-ETFs zunächst überschaubar bleibt, könnte SpaceX im Nasdaq-100 bereits kurz nach der Aufnahme eine relevante Position einnehmen.

Milliardenzuflüsse durch ETFs

Mit der Indexaufnahme beginnt ein Mechanismus, der für moderne Kapitalmärkte typisch geworden ist. Nach Schätzungen von Ulrich Urbahn vom Bankhaus Berenberg dürfte SpaceX zunächst knapp ein Prozent des Nasdaq-100 ausmachen. Allein daraus ergeben sich nach Einschätzung von bei BNP Paribas Asset Managment Umschichtungen von rund 4,75 Milliarden US-Dollar aus bestehenden Nasdaq-100-ETFs. Hinzu kommen Käufe durch thematische ETFs und weitere indexnahe Fonds. Insgesamt rechnen Marktbeobachter mit Kapitalzuflüssen von bis zu zehn Milliarden US-Dollar.

Tipp: Du interessierst dich für das Investieren auf Basis bestimmter Themen? Dann schau dir gleich unsere Themen-ETF-Seite an. Hier geht es direkt zum Investieren in Raumfahrt-ETFs.

Für SpaceX bedeutet das eine außergewöhnlich hohe Nachfrage unmittelbar nach dem Börsengang. Da gleichzeitig nur ein kleiner Teil der Aktien frei handelbar sein wird, erwarten viele Experten einen deutlichen Nachfrageüberhang.

Mögliche Auswirkungen auf den Aktienkurs

Die Kombination aus geringem Streubesitz und milliardenschweren ETF-Käufen könnte den Kurs der Aktie in den ersten Handelstagen deutlich unterstützen.

Ein Teil der Nachfrage entsteht dabei unabhängig von der Einschätzung aktiver Investoren. ETFs und Indexfonds kaufen die Aktie nicht aufgrund einer Bewertung, sondern weil sie den jeweiligen Index nachbilden müssen. Dieser Effekt dürfte insbesondere rund um die Aufnahme in den Nasdaq-100 sichtbar werden.

Wer bezahlt die Aufnahme?

Die Aufnahme von SpaceX schafft keinen zusätzlichen Platz im Index. Da die Gewichtung eines Index immer 100 Prozent beträgt, müssen bestehende Indexmitglieder etwas Gewicht abgeben. Betroffen sind vor allem die großen Technologiewerte wie Microsoft (WKN: 870747), Amazon (WKN: 906866), Broadcom (WKN: A2JG9Z) oder Meta (WKN: A1JWVX). Ihre Gewichtung wird leicht reduziert, um Platz für den Neuling zu schaffen.

Massive Kursverluste erwarten Experten dadurch zwar nicht. Dennoch zeigt der Vorgang, wie stark einzelne Mega-IPOs die Zusammensetzung großer Indizes beeinflussen können. Und die nächsten Neulinge stehen schon in den Startlöchern: Mit OpenAI und Antrophic warten bereits die KI-Riesen auf ihre Börsengänge.

Die Chancen für Anleger

Die Aufnahme in große Indizes bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • Höhere Liquidität durch steigendes Handelsvolumen
  • Zusätzliche Nachfrage durch ETFs
  • Automatische Beteiligung von ETF-Anlegern
  • Größere Repräsentation des Raumfahrt- und Satellitensektors sowie KI-Infrastruktur an den Kapitalmärkten
  • Breitere Eigentümerstruktur durch den Zugang zum öffentlichen Kapitalmarkt

Gerade langfristig könnte SpaceX zu einem wichtigen Baustein vieler Technologie- und Weltindizes werden.

Die Risiken bleiben

Trotz aller Euphorie sollten Anleger die Risiken nicht ausblenden. Die Bewertung zählt bereits heute zu den höchsten der Börsengeschichte. Zudem zeigt die Vergangenheit, dass viele große IPOs die hohen Erwartungen langfristig nicht immer erfüllen konnten.

Hinzu kommt ein grundsätzlicher Zielkonflikt der Indexanbieter. Einerseits sollen Indizes die tatsächliche Börsenlandschaft möglichst realistisch abbilden. Andererseits können große Indexaufnahmen erhebliche Marktbewegungen auslösen, wenn Milliardenbeträge innerhalb kurzer Zeit umgeschichtet werden müssen. Du musst also nicht dabei sein, zumal du mit breitstreuenden ETFs ohnehin schon sehr bald zu einem geringen Teil in SpaceX investiert sein wirst.

Was bedeutet das für ETF-Anleger?

Für Anleger in MSCI-World- oder FTSE-All-World-ETFs bleiben die unmittelbaren Auswirkungen zunächst überschaubar. Selbst nach der Aufnahme dürfte SpaceX dort zunächst weniger als 0,1 Prozent des Portfolios ausmachen. Anders sieht es bei Nasdaq-100-Anlegern aus. Hier könnte die Aktie bereits kurz nach der Aufnahme rund ein Prozent des Index repräsentieren.

Die eigentliche Entwicklung dürfte jedoch erst in den kommenden Jahren stattfinden. Mit dem Auslaufen von Lock-up-Fristen werden voraussichtlich weitere Aktien handelbar. Dadurch steigt der Streubesitz – und damit auch das Gewicht von SpaceX in den Indizes.

Gerade bei solchen Ereignissen zeigt sich, wie dynamisch sich die Zusammensetzung von ETFs verändern kann. Mit dem extraETF Portfolio Tracker können Anleger nachvollziehen, welche Auswirkungen neue Indexmitglieder wie SpaceX auf ihr persönliches Portfolio haben und wie sich die Gewichtung einzelner Unternehmen im Zeitverlauf verändert.

Fazit: Massiver Zufluss in SpaceX-Aktien

Der Börsengang von SpaceX ist weit mehr als nur ein weiterer IPO. Er verbindet die größte Unternehmensbewertung der Börsengeschichte mit einer beschleunigten Aufnahme in die wichtigsten Aktienindizes.

Während die Auswirkungen auf globale Weltportfolios zunächst gering bleiben dürften, könnte SpaceX im Nasdaq-100 schon wenige Wochen nach dem Börsengang zu einer festen Größe werden. Gleichzeitig verdeutlicht der Fall, welchen Einfluss passive Investments heute auf die Kapitalmärkte haben: Denn Milliarden von ETF-Geldern werden den Börsenneuling automatisch kaufen – unabhängig davon, wie Anleger die Bewertung des Unternehmens einschätzen.

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KI treibt die Börsen an – doch ausgerechnet dieser Faktor könnte die Rallye stoppen https://extraetf.com/news/etf-news/ki-treibt-die-boersen-an-doch-ausgerechnet-dieser-faktor-koennte-die-rallye-stoppen/ Mon, 08 Jun 2026 06:00:00 +0000 https://extraetf.com/?p=136967 KI treibt US-Aktien auf Rekordhoch, während der Nahost-Konflikt neue Risiken schafft. Was das für ETF-Anleger und ihr Portfolio bedeutet.

Die Börsen befinden sich aktuell in einem Spannungsfeld: Auf der einen Seite sorgt der Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) für neue Rekorde an den US-Aktienmärkten. Auf der anderen Seite belasten die Eskalation im Nahen Osten und die Sorge vor steigenden Energiepreisen die Stimmung der Anleger. Für ETF-Investoren stellt sich deshalb die Frage, wie sie ihr Portfolio in diesem Umfeld einordnen sollten.

Warum US-Aktien derzeit die Nase vorn haben

Die US-Wirtschaft zeigt sich trotz geopolitischer Unsicherheiten erstaunlich robust. Viele Konjunkturindikatoren entwickeln sich positiv, Unternehmen berichten von steigenden Gewinnen und die Investitionen in KI-Technologien nehmen weiter zu.

Besonders die großen Technologiekonzerne profitieren von der Entwicklung. Unternehmen wie Microsoft, Nvidia, Alphabet oder Amazon investieren Milliarden in Rechenzentren, Chips und KI-Anwendungen. Da diese Konzerne in globalen Aktienindizes wie dem MSCI World oder dem FTSE All-World stark gewichtet sind, profitieren viele ETF-Anleger automatisch von diesem Trend.

Tipp: Wie du mit nur einem ETF die globalen Aktienmarkt noch besser abbildest, erfährst du hier: Vergiss den MSCI World? Warum Finanztip jetzt einen anderen Welt-ETF empfiehlt

Trotz des anspruchsvollen Makroumfelds, etwa durch die jüngste Eskalation im Nahen Osten, bleiben die US-Unternehmensgewinne stark. Im Zuge der Berichtssaison für das erste Quartal meldeten die Unternehmen des S&P 500 laut Moventum AM ein Gewinnwachstum von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr; mehr als 80 Prozent übertrafen die Analystenschätzungen.

Tipp: Schau dir jetzt unsere Themenseite Investieren in Künstliche Intelligenz (AI)-ETFs an.

Allerdings hat die starke Kursentwicklung auch eine Kehrseite: Die Bewertungen vieler US-Technologiewerte sind inzwischen anspruchsvoll. Enttäuschungen bei Unternehmenszahlen oder eine weitere Zunahme geopolitischer Spannungen könnten daher schneller zu Kursrückgängen führen als noch vor einigen Jahren.

Europa kämpft mit Gegenwind

Während die USA vom KI-Boom profitieren, sieht die Lage in Europa nach Ansicht der Experten von Momentum deutlich schwieriger aus. „Die europäische Marktstruktur ist stärker von Industrie, Finanzwerten, Energie und klassischen Value-Segmenten geprägt“, sagt Thorsten Fischer, Managing Director und Head of Portfolio Management bei Moventum AM. Die Gewinne würden sich sich daher insgesamt weniger dynamisch entwickeln.

Die Region ist stärker von Energieimporten abhängig und reagiert deshalb empfindlicher auf steigende Öl- und Gaspreise. Zugleich haben sich die Wachstumserwartungen zuletzt eingetrübt, in Deutschland haben die Wirtschaftsweisen die Prognose für dieses Jahr von 0,9 auf 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum gesenkt. Höhere Inflationserwartungen könnten zudem den Spielraum für weitere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank begrenzen. Das belastet Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen.

Ein weiterer Unterschied: Europäische Aktienmärkte verfügen bislang über keinen vergleichbaren KI-Treiber wie die USA. Viele europäische Indizes werden von Industrie-, Finanz- und Energieunternehmen dominiert, deren Gewinnwachstum derzeit weniger dynamisch ausfällt.

Doch die Experten von J.P. Morgan Asset Management halten dagegen und sehen die Lage in Europa positiver, zumal es in jüngerer Zeit zumindest am Aktienmarkt aufwärts ging. Erfahre also mehr über: Abseits von KI und Big Tech: Europa-Aktien feiern ihr Comeback.

Warum Diversifikation wichtiger denn je bleibt

Die aktuelle Marktlage zeigt einmal mehr, wie unterschiedlich sich Regionen und Branchen entwickeln können. Während Technologieaktien in den USA neue Höchststände erreichen, kämpfen andere Marktsegmente mit wirtschaftlichen und geopolitischen Belastungen.

Für ETF-Anleger spricht das weiterhin für eine breite Diversifikation. Globale ETFs ermöglichen es, an den Wachstumschancen verschiedener Regionen teilzuhaben und gleichzeitig das Risiko einzelner Märkte oder Branchen zu reduzieren.

Das eigene Portfolio im Blick behalten

Gerade in Phasen erhöhter Unsicherheit ist es für Anleger wichtig, die Entwicklung ihres Depots regelmäßig zu überprüfen. Mit dem extraETF Portfolio Tracker lassen sich sämtliche ETFs, Aktien und Wertpapierdepots zentral erfassen und analysieren.

Anleger sehen auf einen Blick, wie stark ihr Portfolio beispielsweise von US-Technologiewerten abhängig ist, welche Regionen besonders stark gewichtet sind und wie sich einzelne Positionen auf die Gesamtentwicklung auswirken. Darüber hinaus helfen Performance-Auswertungen, Risikoanalysen und die Portfolioaufteilung dabei, die eigene Anlagestrategie auch in volatilen Marktphasen konsequent umzusetzen.

Einfach breit streuen

Der KI-Boom sorgt weiterhin für Rückenwind an den US-Börsen, während geopolitische Risiken und steigende Energiepreise vor allem Europa belasten. Für ETF-Anleger bedeutet das jedoch nicht, hektisch auf Schlagzeilen reagieren zu müssen.

Wer breit diversifiziert investiert und sein Portfolio regelmäßig überprüft, kann auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld langfristig auf Kurs bleiben. Gerade jetzt lohnt es sich, die Zusammensetzung des eigenen Depots genau zu kennen – denn die Unterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern an den Märkten dürften in den kommenden Monaten eher größer als kleiner werden. Dividenden können helfen, einer Geldanlage die Treue zu halten. Schau dir gleich unseren Dividenden-DeepDive und das folgende Video an:

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Abseits von KI und Big Tech: Europa-Aktien feiern ihr Comeback https://extraetf.com/news/etf-news/abseits-von-ki-und-big-tech-europa-aktien-feiern-ihr-comeback/ Sat, 06 Jun 2026 06:00:00 +0000 https://extraetf.com/?p=136924 Sinkende Zinsen, starke Konsumenten und milliardenschwere Investitionsprogramme: Der Aktienmarkt in Europa bietet neue Chancen abseits von Tech.

Lange Zeit galt Europas vergleichsweise geringe Bedeutung im Technologiesektor als Nachteil gegenüber den USA. Während amerikanische Technologiekonzerne die Börsenentwicklung dominierten, fehlten in Europa die großen KI- und Plattformgewinner. Doch genau dieser vermeintliche Nachteil könnte sich nun als Vorteil erweisen.

„Europäische Aktien haben in den ersten Monaten dieses Jahres eine starke Nachfrage verzeichnet“, sagt Jon Ingram, Portfoliomanager für europäische Aktien bei J.P. Morgan Asset Management. Viele Anleger suchen derzeit nach Alternativen zu den hoch bewerteten Technologieaktien und wollen ihre Portfolios breiter aufstellen. Europa bietet dafür eine deutlich größere sektorale Vielfalt.

Zusätzlichen Rückenwind erhält der Kontinent durch niedrigere Zinsen, fiskalische Impulse und weiterhin attraktive Bewertungen. Trotz geopolitischer Unsicherheiten bleibt der Ausblick für europäische Aktien nach Einschätzung des Experten insgesamt positiv.

Europa: Konsumenten und Banken vor einer neuen Wachstumsphase

Auf den ersten Blick wirken Europas Konsumsektoren wenig attraktiv. Die Verbraucherausgaben entwickelten sich in den vergangenen Jahren eher schwach. Doch unter der Oberfläche zeichnet sich eine Trendwende ab.

Viele Haushalte verfügen noch immer über Ersparnisse aus der Pandemiezeit. Anders als in den USA wurden diese Rücklagen bislang nur begrenzt genutzt. Gleichzeitig sorgen sinkende Zinsen für zusätzliche Entlastung. Das schafft die Grundlage für eine stärkere Binnennachfrage und könnte zahlreiche Unternehmen im Konsumsektor unterstützen.

Tipp: Du hast dieses Problem: Zu viel USA im Depot? So gehst du mit diesem Problem richtig um.

Von dieser Entwicklung profitieren auch Banken. Nach schwierigen Jahren mit extrem niedrigen Zinsen haben viele Institute ihre Profitabilität durch Digitalisierung und Kostensenkungen deutlich verbessert. Besonders bemerkenswert ist eine Aussage von Ingram: „Es scheint kaum zu glauben zu sein, aber in den letzten fünf Jahren haben die europäischen Banken tatsächlich die Aktien der ‚Magnificent Seven‘ übertroffen.“ Mit den sogenannten Magnificent Seven sind die sieben US-Tech Riesen gemeint: Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet (Google), Meta (Facebook), Nvidia und Tesla.

Die verborgenen Schätze Europas

Besonders spannend sind für langfristige Anleger kleine und mittelständische Unternehmen. Viele dieser Firmen stehen nicht im Fokus der breiten Öffentlichkeit, verfügen aber über attraktive Geschäftsmodelle und interessante Wachstumsperspektiven.

Als Beispiel nennt Ingram den Brettspielhersteller Asmodee (WKN: A411F9, dessen Produkte von einem gesellschaftlichen Trend profitieren: Immer mehr Eltern möchten die Bildschirmzeit ihrer Kinder reduzieren. Auch im Energiesektor sieht er Chancen. Der französische Versorger Engie punktet mit einer hohen Dividendenrendite und könnte von der steigenden Energienachfrage durch Rechenzentren profitieren. Besonders wichtig sei dabei die flexible Stromerzeugung des Unternehmens – „ein enormer Vorteil in einem Markt, der zunehmend auf unvorhersehbare erneuerbare Energieerzeugung angewiesen ist“.

Milliardenprogramme als langfristiger Wachstumstreiber

Neben Konsum und Unternehmensgewinnen spielt die Politik derzeit eine wichtige Rolle. Zahlreiche europäische Staaten investieren verstärkt in Infrastruktur, Verteidigung, Digitalisierung und die Energiewende.

Deutschland steht dabei besonders im Fokus. Unternehmen wie Bilfinger (WKN: 590900) könnten von steigenden Infrastrukturausgaben profitieren. Gleichzeitig erhöhen auch andere Länder ihre Investitionen. Laut Ingram gilt: „Diese Ausgaben sind zwar ungleichmäßig verteilt, aber sie sind real, erstrecken sich über mehrere Jahre und erweitern die adressierbaren Märkte vieler europäischer Unternehmen.“

Von diesem Trend könnten Unternehmen aus den Bereichen Verteidigung, Elektrifizierung und Infrastruktur über Jahre hinweg profitieren.

Übrigens: Das Thema Verteidigung ist derzeit ein bestimmendes Thema in Europa. Wir planen dazu in den Sommermonaten einen DeepDive zu veröffentlichen. Schau dir solange unsere beliebte Themenseite zu Rüstungs-ETFs an.  

So kannst du auf Europa setzen

Die eine Möglichkeit ist eine eigene Europa-Position. Schau dir dazu einfach unseren Beitrag Investieren in Europa-ETFs an. Doch in welchem Umfang ist das vernünftig? Gemessen an der Wirtschaftsleistung wäre ein Anteil bis 20 Prozent zu rechtfertigen. Aber Apropos Wirtschaftsleistung: Ein neuer Welt-ETF gewichtet die Staaten nach ihrer Wirtschaftskraft, sprich dem Bruttoinlandsprodukt (BIP oder auf Englisch: GDP). Damit könntest du auch den US-Anteil senken und das Gewicht Europas erhöhen. Darin ist sogar China das Schwergewicht. Erfahre mehr darüber: Erster BIP-Welt-ETF: So deckst du die Weltwirtschaft wirklich ab. Und hier der BIP-Welt-ETF im Überblick:

Was ETF-Anleger daraus mitnehmen können

Für ETF-Anleger zeigt sich einmal mehr, wie wichtig eine breite regionale Diversifikation ist. Während die USA weiterhin stark von Technologieunternehmen geprägt sind, bietet Europa Zugang zu Branchen wie Finanzdienstleistungen, Industrie, Energie oder Infrastruktur. Aber auch Schwellenländer bieten interessante Chancen, wie wir hier zuletzt geklärt haben: KI-Boom, schwacher Dollar, günstige Bewertungen: Schwellenländer boomen jetzt.

Tipp: Ein Kompromiss aus Gewichtung nach BIP und Marktkapitalisierung ist es, Industrie- und Schwellenländer im Verhältnis 70 zu 30 ins Depot aufzunehmen. Erfahre mehr über das 70/30 ETF-Portfolio.

So bist du aktuell in den einzelnen Ländern investiert

Wer wissen möchte, wie stark das eigene Portfolio bereits in einzelne Länder investiert ist, kann dies mit dem extraETF Portfolio Tracker schnell überprüfen. Dort werden die Länderaufteilungen der enthaltenen ETFs transparent dargestellt und ermöglichen einen schnellen Überblick über regionale Schwerpunkte und mögliche Klumpenrisiken.

„Während viele Märkte in den USA und Asien mittlerweile von Technologieausgaben und -gewinnen abhängig sind, bietet Europa durch seine sektorale Breite genau die Diversifizierung, nach der Anlegerinnen und Anleger heute suchen“, fasst Ingram zusammen. Für Anleger könnte Europa damit in den kommenden Jahren deutlich interessanter werden, als viele derzeit erwarten.

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Vergiss den MSCI World? Warum Finanztip jetzt einen anderen Welt-ETF empfiehlt https://extraetf.com/news/etf-news/vergiss-den-msci-world-warum-finanztip-jetzt-einen-anderen-welt-etf-empfiehlt/ Thu, 04 Jun 2026 06:00:04 +0000 https://extraetf.com/?p=136946 Finanztip rückt vom MSCI World ab und empfiehlt einen anderen Weltindex. Doch lohnt sich der Wechsel wirklich für Anleger?

Finanztip ließ Welt-ETF-Fans aufhorchen: Die hat Redaktion ihre langjährige ETF-Kernempfehlung geändert – der MSCI World ist aus der Mode. So empfiehlt Finanztip nicht mehr grundsätzlich ETFs auf den MSCI World, sondern auf den MSCI ACWI IMI. „ACWI“ steht anders als der MSCI World sowohl für Industrie- als auch für Schwellenländer. Die Endung „IMI“ steht für den gesamten investierbaren Markt – also mit Nebenwerten (Small Caps). Das heißt: mehr Breite, mehr Small-Cap-Abdeckung, mehr Markt. Klingt zunächst überzeugend. Gehen wir jetzt in die Tiefe.

Was Finanztip vorschlägt

Das „IMI“ steht für „Investable Market Index“: Der Index schließt neben Large und Mid Caps auch Small-Cap-Aktien ein und erfasst damit rund 99 Prozent der investierbaren Marktkapitalisierung in den jeweiligen Regionen. Die theoretische Grundlage ist solide – Small Caps haben historisch eine sogenannte Größenprämie gegenüber Large Caps gezeigt, und eine breitere Marktabdeckung ist per se kein schlechtes Ziel – ganz im Gegenteil.

So decken die Indizes den Weltaktienmarkt ab

IndexMarktabdeckung
MSCI ACWI IMI99 %
FTSE All-World90 %
MSCI ACWI88 %
FTSE Developed80 %
MSCI World78 %
Quelle: extraETF.com

Wie verteilt sich mein Vermögen?

In der Tabelle siehst du bereits, inwieweit die einzelnen Indizes den weltweiten Aktienmarkt abdecken. Doch was heißt das konkret für dein Investment? Bleiben wir hierfür in der MSCI-Logik. Nehmen wir also an, du möchtest 10.000 Euro in einen Welt-ETF investieren.

Bei einem MSCI-World-ETF fließt dann das komplette Vermögen in Industrieländer-Unternehmen.

Beim MSCI ACWI ist das schon ein wenig anders: Hier würden etwa 8.820 Euro in Industrie- und 1.180 Euro in Schwellenländer investiert werden.

Mit der MSCI-ACWI-IMI-Variante wird es noch feiner. Die Aufteilung lautet dann: 7.860 in Industrie-, 1.050 Euro in Schwellenländer und die restlichen 1.090 Euro entfallen auf Nebenwerte.

Was bringen dir die Nebenwerte?

Allerdings: Der praktische Effekt im Portfolio ist überschaubar. Small Caps steuern nur einen geringen Teil zum Weltportfolio bei. Doch Auswertungen zeigen, dass Nebenwerte auf lange Sicht im Schnitt besser abschneiden als die großen Tanker. Der Vermögensverwalter und Buchautor Gerd Kommer hat sich dieses Phänomen einmal näher angesehen. So lag etwa die jährlich Überrendite von Nebenwerten, sprich die Size-Prämie, zwischen 1975 und 1990 bei 7,1 Prozent; zwischen 2001 und 2010 immerhin noch bei 6,4 Prozent.

Jetzt kommt das große ABER: So sehen wir etwa zwischen 1991 und 2000 eine jährliche Minderrendite von 3,1 Prozent. Und auch in den vergangenen zehn Jahren hättest du mit einem MSCI-World-ETF wesentlich mehr verdient als mit Nebenwerten. Die mögliche Mehrrendite von Small Caps ist also keinesfalls garantiert – höhere Schwankungen sind aber immer drin. Ein Diversifikationsfaktor stellt diese Aktiengruppe aber allemal dar.

Weniger US-Anteil

Einer der wichtigsten Aspekte, weshalb sich Anleger mit dem MSCI World immer unwohler fühlen, ist der hohe US-Anteil. Alleine 72 Prozent entfallen auf Titel aus den USA. Daran änderten auch die jüngsten Anpassungen nichts. „Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die großen Technologie- und Plattformunternehmen, die in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark gewachsen sind und einen immer größeren Anteil an der gesamten Marktkapitalisierung auf sich vereinen“, sagt Sarah Schalück, Client Portfolio Managerin der Apo Bank. Dadurch habe sich zugleich der thematische Schwerpunkt des MSCI World verschoben. „Digitalisierung, Halbleiter, Cloud-Infrastruktur und insbesondere Künstliche Intelligenz bestimmen heute einen erheblichen Teil der Indexentwicklung“, so Schalück. Das mag für einen ETF, der den Namen „World“ trägt nicht ganz stimmig klingen. Mit der „IMI-Variante“ reduzierst du den Anteil auf 62 Prozent. Zu viel USA im Depot? So gehst du mit diesem Problem richtig um.

Tipp: Prüfe deinen US-Anteil und nutze dazu den extraETF Portfolio Tracker.

Wir zeigen dir später noch einen Welt-ETF, der nach der wahren Wirtschaftskraft gewichtet, dann fällt das US-Gewicht rapide und fällt hinter China zurück. Zuerst zeigen wir dir hier allerdings in der Kurzübersicht noch einen ETF auf den MSCI ACWI IMI:

Du willst nicht auf Schwellenländer setzen?

Politisches Risiko, Instabilität, es gibt nachvollziehbare Gründe, weshalb Privatanleger Schwellenländer scheuen. Seit April gibt es für ETF-Freunde eine sinnvolle Erweiterung zum Industrieländer-Index MSCI World. Der noch relativ junge Xtrackers MSCI World IMI UCITS ETF (WKN: DBX0YJ) setzt auf den MSCI World plus Nebenwerte: Premiere: So vereinfacht der neue ETF auf den MSCI World IMI deine Geldanlage.

Der Gegenkandidat: BIP-Gewichtung als Alternative

Wie bereits angekündigt, schauen wir uns jetzt eine weitere Herangehensweise an. Dieser ETF ist eine echte Bereicherung, da er ganz neue Wege geht. Er adressiert Anleger, die sich an den tatsächlichen wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse orientieren möchten.

Wer also die US-Lastigkeit klassischer Indizes reduzieren möchte, hat seit Kurzem eine andere Option: BIP-Gewichtung. Statt Länder nach Börsenwert zu gewichten, orientiert sich dieser Ansatz an der Wirtschaftsleistung – gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP oder Englisch: GDP). Das Ergebnis ist spektakulär: Der US-Anteil sinkt auf 17 Prozent, China ist mit 24 Prozent das Schwergewicht. Auch Indien gewinnt erheblich an Bedeutung. Wir haben uns das Konzept in einem Beitrag näher angesehen: Erster BIP-Welt-ETF: So deckst du die Weltwirtschaft wirklich ab.

Was verbindet „IMI“ und „BIP“?

Dahinter steckt der Anlegerwunsch nach mehr Vollständigkeit und weniger US-Konzentration. Doch während ETFs auf den MSCI ACWI IMI die Abdeckung innerhalb eines Landes verbreitert (mehr Unternehmensgrößen), verändert der BIP-Welt-ETF die Ländergewichte fundamental. Beide Ansätze sind konzeptionell nachvollziehbar – erhöhen aber auch den Aufwand.

Vergleich der großen Welt-Indizes

 Aktien (gerundet)IndustrieländerSchwellenländerNebenwerte
MSCI ACWI IMI8.0002324Vertreten
FTSE All-World4.20025240
MSCI ACWI2.50023240
FTSE Developed2.2002500
MSCI World1.3002300
Quelle: MSCI, FTSE Russell

Welt-ETFs werden immer günstiger

Ein Verkaufsargument für MSCI-World-ETF waren lange Zeit die günstigen Gebühren. Hier haben aber noch breitere Welt-ETFs längst aufgeschlossen. So gibt es heute „ACWI-ETFs“ schon ab 0,12 Prozent Gesamtkostenquote (TER).

Ein ETF-Pardon zum ACWI wurde jüngst sogar deutlich günstiger: DWS hat die Pauschalgebühr des Xtrackers FTSE All-World UCITS ETF (Acc) (WKN: DBX0YG) zum 1. Juni von 0,12 auf 0,07 Prozent gesenkt – den bislang niedrigsten Wert für einen breit diversifizierten globalen Aktien-ETF. „Wir wollen Mehrwert für den langfristigen Vermögensaufbau schaffen. So soll unterm Strich mehr vom Renditepotential beim Anleger bleiben“, sagt Simon Klein, Global Head of Private Wealth bei DWS-Xtrackers. Oder wie wir festhalten: Ein Argument mehr dafür, dass eine einfache Ein-ETF-Lösung nicht nur bequemer, sondern auch kostenseitig konkurrenzfähig bleibt.

Was wirklich zählt: der Verhaltens-Faktor

Mach dich aber jetzt bitte nicht bei all den Möglichkeiten verrückt. Die Forschung ist eindeutig: Der größte Renditekiller für Privatanleger ist nicht die Wahl zwischen MSCI World und MSCI World IMI. Es ist das eigene Verhalten – zu früh verkaufen, zu spät einsteigen, zu oft umschichten. Eine Strategie, die man nicht vollständig durchdringt oder nicht konsequent durchhalten kann, ist die schlechteste Strategie – unabhängig davon, wie elegant sie auf dem Papier aussieht.

Tipp: Nutze den Risikokapazitätsrechner, halte deiner Geldanlage dann die Treue und setze auf die Buy-and-Hold-Strategie.

Die Finanztip-Empfehlung ist zwar etwas ausgeklügelter. Doch wer seinen bisherigen MSCI-World-ETF mit Gewinn verkauft, zahlt Abgeltungssteuer. Ein Punkt, den man klar herausstellen sollte.

Achtung Steuer

Wer einen bestehenden MSCI-World-ETF mit Gewinn verkauft, um in eine IMI-Strategie zu wechseln, löst Abgeltungssteuer aus (25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag). In vielen Fällen überwiegt der steuerliche Nachteil den theoretischen Renditegewinn der neuen Strategie – zumindest auf Sicht der nächsten zehn bis 15 Jahre. Erfahre alles über ETFs & Steuern.

Unser Fazit zum MSCI World

Der MSCI World hat nicht ausgedient. Wer neu anfängt, findet mit einem FTSE All-World oder einem MSCI ACWI IMI hervorragende Ein-ETF-Lösungen – einfach, günstig, breit.

Wer bereits investiert ist: nicht überstürzt umschichten. Erst Steuereffekte durchrechnen, dann entscheiden. Konstanz schlägt Optimierung. Du kannst auch gezielt Schwellenländer- und Nebenwerte-ETFs in dein Depot aufnehmen. Zur Überwachung nutzt du dann den extraETF Portfolio Tracker.

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Goldman Sachs prognostiziert Spanien als Weltmeister der WM 2026 https://extraetf.com/news/etf-news/goldman-sachs-wm-2026-prognose/ Tue, 02 Jun 2026 07:11:25 +0000 https://extraetf.com/?p=136937 Goldman Sachs hat die Fußball-WM 2026 bereits 50.000 Mal simuliert. Das Ergebnis: Spanien ist der klare Favorit auf den Titel vor Frankreich und Argentinien. Deutschland zählt dagegen nur zum erweiterten Favoritenkreis und könnte bereits früh auf Frankreich treffen.

Wer gewinnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026? Während Fans und Buchmacher noch rätseln, hat Goldman Sachs bereits gerechnet. Die Investmentbank hat ihr traditionelles WM-Prognosemodell veröffentlicht und kommt zu einem klaren Ergebnis: Spanien ist der Top-Favorit auf den Titel bei der ersten Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften in den USA, Kanada und Mexiko.

So erstellt Goldman Sachs seine WM-2026-Prognose

Für die Prognose analysierte Goldman Sachs knapp 20.000 Pflichtspiele seit 1978. Grundlage des Modells sind sogenannte Elo-Ratings, die ursprünglich zur Bewertung von Schachspielern entwickelt wurden und heute als wichtiger Indikator für die Spielstärke von Nationalmannschaften gelten. Ergänzt werden diese durch Faktoren wie aktuelle Form, Offensivqualität, Heimvorteile, Klima- und Höhenunterschiede sowie historische Turniererfahrungen.

Anschließend simulierten die Analysten den kompletten Turnierverlauf 50.000 Mal, um die Wahrscheinlichkeiten für das Erreichen der einzelnen Runden und den Titelgewinn zu berechnen.

WM 2026: Spanien ist der Top-Favorit auf den Titel

Nach Berechnungen von Goldman Sachs besitzt Spanien eine Titelchance von 25,7 Prozent und liegt damit deutlich vor Frankreich und Titelverteidiger Argentinien.

Die wichtigsten Titelkandidaten laut Goldman Sachs:
Spanien 25,7 %
Frankreich 18,9 %
Argentinien 14,3 %
Brasilien 7,6 %
Niederlande 5,2 %
England 5,0 %
Portugal 4,8 %
Deutschland 4,5 %
Quelle: Goldman Sachs, World Cup 2026: Predictions, Probabilities, and Paths to Victory

Die hohe Bewertung Spaniens basiert vor allem auf dem aktuell besten Elo-Ranking aller Teilnehmer sowie einer außergewöhnlich starken Offensive. Frankreich verfügt ebenfalls über enorme individuelle Qualität, könnte jedoch bereits im Halbfinale auf Spanien treffen. Argentinien wird durch den sogenannten „Champion’s Slump“ belastet – einen statistischen Effekt, bei dem amtierende Weltmeister bei der folgenden WM häufig schlechter abschneiden als erwartet.

WM-Prognose für Deutschland: Nur Außenseiterchancen

Für die deutsche Nationalmannschaft sieht Goldman Sachs lediglich Außenseiterchancen. Mit einer Titelwahrscheinlichkeit von 4,5 Prozent gehört Deutschland zwar weiterhin zum erweiterten Favoritenkreis, profitiert laut Modell jedoch weder von einer besonders günstigen Auslosung noch von einer herausragenden Offensivstärke im Vergleich zu den Top-Nationen.

Erschwerend kommt hinzu, dass Deutschland bereits im Achtelfinale auf Frankreich treffen könnte. Goldman Sachs zählt die DFB-Elf deshalb zu den Verlierern der Auslosung.

WM 2026: Finale zwischen Spanien und Argentinien?

Besonders interessant ist der prognostizierte Turnierverlauf. In der wahrscheinlichsten Variante treffen Spanien und Argentinien im Finale aufeinander. Die Spanier würden sich dabei durchsetzen und nach 2010 ihren zweiten Weltmeistertitel gewinnen.

Diese Halbfinal-Duelle erwartet Goldman Sachs

  • Spanien gegen Frankreich
  • Argentinien gegen Brasilien

Damit könnte es im Endspiel auch zu einem symbolischen Generationswechsel kommen: Lionel Messi, der während des Turniers 39 Jahre alt wird, gegen Spaniens Ausnahmetalent Lamine Yamal, der kurz vor dem Finale seinen 19. Geburtstag feiert.

Wie aussagekräftig sind solche WM-Prognosen?

Die Prognosen von Goldman Sachs sorgen seit Jahren für Aufmerksamkeit, weil sie zeigen, wie leistungsfähig datenbasierte Modelle inzwischen geworden sind. Die Autoren weisen jedoch selbst auf die Grenzen ihrer Analyse hin. Verletzungen, Trainerentscheidungen, individuelle Tagesformen oder Elfmeterschießen lassen sich nur schwer vorhersagen.

Ob Spanien tatsächlich Weltmeister wird, entscheidet sich während der Weltmeisterschaft vom 11. Juni bis 19. Juli 2026. Die statistischen Modelle von Goldman Sachs sprechen jedoch klar für die „La Roja“.

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